Luther wird entführt - Was ist geschehen?

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Luther wird entführt - Was ist geschehen?
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Lies den Text D1 und mar­kie­re wich­ti­ge Stel­len.
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De­fi­nie­re die Be­grif­fe Ex­kom­mu­ni­ka­ti­on, Reichs­acht und Reichs­tag.

D1) Lu­ther wird ent­führt

Mar­tin Lu­ther mach­te sich mit sei­nen Aus­sa­gen viele Fein­de, so z.B. den Papst Leo X., da er be­haup­te­te die Päps­te seien nicht irr­tums­los und könn­ten nicht als ein­zi­ge die Bibel rich­tig aus­le­gen. Auch der 1519 frisch ge­wähl­te römisch-​deutsche Kai­ser Karl V. stand Lu­ther ne­ga­tiv ge­gen­über, da der Kai­ser als Schutz­herr der Kir­che galt. Er woll­te den Frie­den im Reich be­wah­ren, der durch die re­for­ma­to­ri­schen Ideen ge­fähr­det war. Eben­so ver­folg­te Karl V. eine An­nä­he­rung an die Kir­che, um seine Macht zu stär­ken.



Doch Lu­ther ge­wann auch viele Un­ter­stüt­zer. Streng der Bibel fol­gend ar­gu­men­tier­te er gegen Theo­lo­gen in öf­fent­li­chen De­bat­ten und zog Leute auf seine Seite. An­de­re Re­for­ma­to­ren wie Jo­han­nes Cal­vin oder Tho­mas Münt­zer folg­ten Lu­thers Bei­spiel und ver­such­ten eben­falls die Kir­che zu er­neu­ern (=re­for­mie­ren). Der wohl wich­tigs­te Un­ter­stüt­zer Lu­thers war Kur­fürst Fried­rich III., auch be­kannt als Fried­rich der Weise von Sach­sen. Die­ser ver­sprach sich durch die Zu­sam­men­ar­beit mit Lu­ther eine Macht­min­de­rung von Papst und Kai­ser und somit mehr Macht für sich und an­de­re Fürs­ten.



Im Jahr 1521 wurde Mar­tin Lu­ther durch den Papst ex­kom­mu­ni­ziert, also aus der Kir­che aus­ge­schlos­sen. Die­ser Ex­kom­mu­ni­ka­ti­on durch den Papst folgt für ge­wöhn­lich auch die Reichs­acht durch den Kai­ser. Eine Reichs­acht würde be­deu­ten, dass Lu­ther vo­gel­frei, also voll­kom­men ent­rech­tet wäre. Somit könn­te - und soll­te - ihn jeder ohne Stra­fe töten und sein Ver­mö­gen an sich neh­men. Fried­rich III. ge­lang es aber mit dem Kai­ser zu ver­han­deln, so­dass Lu­ther im April 1521 auf den Reichts­tag zu Worms ein­ge­la­den wurde, um seine Po­si­ti­on zu er­läu­tern und sich für seine Aus­sa­gen zu ver­tei­di­gen.



Auf einem sol­chen Reichs­tag ver­sam­mel­ten sich die Reichs­stän­de, also die wich­tigs­ten geist­li­chen und welt­li­chen Macht­ha­ber des Rei­ches, um wich­ti­ge Ent­schei­dun­gen für das ge­sam­te Reich zu be­schlie­ßen. Hier soll­te Lu­ther vor dem Kai­ser und Ver­tre­tern des Paps­tes seine Aus­sa­gen wi­der­ru­fen, doch er blieb sei­nem Ge­wis­sen treu und nahm nichts zu­rück, was er über Papst und Kir­che ge­sagt hatte. Dar­auf­hin ver­hing Karl V. die Reichs­acht über ihn und ver­bot es im gan­zen Reich, Lu­ther zu un­ter­stüt­zen oder seine Schrif­ten zu lesen. Wer Lu­ther fin­det, soll­te ihn fest­neh­men und dem Kai­ser über­stel­len. Kurz dar­auf wird Lu­ther auf sei­nem Rück­weg von mit Arm­brust be­waff­ne­ten Rei­tern über­fal­len und auf eine Burg ver­schleppt.

Be­deu­tet das nun das Ende von Mar­tin Lu­ther?

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Papst Leo X.

Ex­kom­mu­ni­ka­ti­on

Geg­ner

Mar­tin Lu­ther

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Für Schnel­le: Re­cher­chie­re im In­ter­net, was mit Lu­ther ge­sche­hen ist. Wer hat ihn ent­führt und was ist mit ihm pas­siert?

Luther wird entführt - Was ist geschehen?

von anonym

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