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Metallgewinnung aus Erzen
Du weißt bereits, was bei einer Oxidation und einer Reduktion passiert. Mit Hilfe einer Reduktion können wir elementares (reines) Metall herstellen. Um den vollständigen Weg des Metalls verstehen zu können, müssen wir uns mit dessen Gewinnung aus der Natur beschäftigen.
Woher kommen eigentlich Eisen, Kupfer oder Zinn? Diese Metalle befinden sich in Form von Erzen in der Erdkruste. Erze sind in der Natur vorkommende Mineralien, aus denen Metall gewonnen wird.
Nur wenige Metalle (z.B. Gold) kommen in der Natur in ihrer Reinform vor. Die meisten Metalle sind mit Gestein in Form von Erzen vermischt. Erze sind also natürliche Verbindungen der Metalle. Diese Verbindungen kommen unter anderem in Form von sogenannten Sulfiden oder Carbonaten vor. Sie werden aus der Erdkruste abgebaut.
In den Alpen kommt Malachit vor - ein Carbonat. Es wird oft für Schmuck verwendet. Malachit enthält Kupfercarbonat - erhitzt man es in einem Reagenzglas, so entsteht Kupferoxid und Kohlenstoffdioxid:
Kupfercarbonat -> Kupferoxid + Kohlenstoffdioxid
Oxide kennst du bereits. Aus Kupferoxid lässt sich mit Hilfe von Kohlenstoff elementares Kupfer gewinnen:
Kupferoxid + Kohlenstoff -> Kupfer + Kohlenstoffdioxid
Dabei laufen Oxidation und Reduktion ab, also eine Redoxreaktion.
Der Kohlenstoff existiert z.B. in Form von Aktivkohle (feine schwarze Körner aus Kohlenstoff).
Kohlenstoff kann nicht nur Kupferoxid, sondern auch anderen Metalloxiden den Sauerstoff entziehen z.B. Eisenoxid.
In der Industrie verwendete man später sogenanntes Koks, das aus Steinkohle gewonnen wird. Es besteht fast nur aus Kohlenstoff.


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