• Methodenblatt - kritische Analyse historischer Fotografien
  • anonym
  • 21.02.2021
  • Geschichte
  • 10
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  • Analyse historische Fotografien als Quelle

    Mit der Erfindung der Fotografie war es möglich, Ereignisse im Moment  des Geschehens festzuhalten. Trotzdem vermitteln Fotografien immer die subjektive Sichtweise des Fotografen.

    Fotos zeigen Vergangenes und sind deshalb auch Geschichtsquellen. Da mit der Verbreitung der Fotografie zunehmend auch der Alltag der Menschen festgehalten wurde, sind sie häufig Quellen der Alltagsgeschichte.

    Ein Foto zeigt nur einen ausgewählten Ausschnitt der Vergangenheit. Deshalb muss es als Quelle kritisch hinterfragt werden. Fotos wurden und werden auch gezielt zur Meinungsbildung eingesetzt. Nachträgliches Retuschieren, fehlende, ungenaue oder falsche Bildunterschriften können die Analyse historischer Fotos erschweren.

    M1 Fragen zur kritischen Analyse historischer Fotografien:

    1. Wann und wo wurde das Foto gemacht?
    2. Was ist über das Foto bekannt?
    3. Welche Einzelheiten zeigt das Foto?
    4. Welche Stimmung drückt es aus?
    5. Wie ist das Foto entstanden? ( ein gestelltes Foto, ein zufälliger Schnappschuss, ein professionelles Foto für einen Auftraggeber, ein Foto für ein privates Album...)
    6. Wie aussagekräftig ist die Bildunterschrift?
    7. Gibt es Anhaltspunkte für eine nachträgliche Verfälschung des Bildes?
    8. Welche Deutung der Vergangenheit kann ich aus diesem Bild gewinnen?

    Arbeitsauftrag

    1. Wähle eines der Bilder (Abb. 1 - Abb. 2) aus, das dir besonders auffällt.
    2. Formuliere einen aussagekräftigen Titel für das ausgewählte Foto.
    3. Analysiere das Bild mit Hilfe der Methoden-Fragen (M1)
    4. Informiere dich über die einzelnen Stationen im Vernichtungslager Auschwitz (siehe QR-Code)  und ordne dein ausgewähltes Foto einer der Stationen zu.
    5. Beurteile die Fotografie  als historische Quelle.