• Mine & Edgar Wasser: Aliens
  • anonym
  • 27.09.2022
  • Ethik
  • 11
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Songanalyse

Die folgenden Aufgaben sind schriftlich in Einzelarbeit zu erledigen.

1
Was für eine Situation wird im Lied beschrieben?
  • Fassen Sie die Geschichte zusammen, welche im Lied erzählt wird.
  • Was ist jeweils der Grund für das Handeln der Menschen und der Aliens? Nennen\beschreiben Sie die Gründe.
  • Was ist die Hauptaussage des Liedes? Erläutern Sie das Menschenbild, welches die Künstler zeichnen.
  • Welche Sachverhalte\Themen\Beispiele werden angeführt, um dieses Menschenbild zu belegen? Nennen Sie diese.
2
Welche Aussagen\Bedeutungen\Themen stecken in den folgenden Zitaten des Liedes? Analysieren Sie die Zitate.
  • Ich bin wie du, du bist nur etwas anders, Ich versteh' dich nicht, ich bin hier nur gelandet. Ich hab' Angst vor dir, deshalb mach' ich dich kaputt jetzt Schluss jetzt, ich muss jetzt – Schuss.
  • Denn heißt es Du oder ich – ja, dann ntscheid' ich mich für mich
  • Wären die Aliens nicht angekomm' Hätten wir's selber in die Hand genomm.
  • Auf diesem Planet' wohn' zu viele Menschen, Mann, das Fass ist voll.
  • Die Menschheit war uns eine zu große Verantwortung.
  • Der Mensch besaß zwar sowas, wie 'ne Art Vernunft. Doch die reichte nur dafür aus, dass er noch bess're Waffen schuf. Noch stärkere Überwachung, noch strengere Passkontroll'n Egal, wo man hinsah, alles wurd' regiert von blanker Furcht.
3
Deckt sich das Menschenbild der Künstler mit Ihrem oder gibt es Differenzen? Wenn es übereinstimmt, untermauern Sie Ihr Weltbild argumentativ. Wenn nicht, wo gibt es Differenzen und welche Argumente sprechen für diese?
  • Positionieren Sie sich zu den Zitaten aus Aufgabe 2 und nutzen Sie die gewonnenen Erkenntnisse in Aufgabe 3b).
  • Ist der Mensch Ihrer Meinung nach wie im Lied dargestellt? Wo stimmen Sie zu, was lehnen Sie ab? Reflektieren Sie das Menschenbild, welches im Lied gezeichnet wird und setzen Sie es ins Verhältnis zu Ihrem eigenen. Begründen Sie Ihre Aussagen.

Liedtext: Mine & Edgar Wasser Aliens

Fliegende Untertassen schweben auf die Erde herab Alles begann mit diesen Lichtern über den Dächern der Stadt "Mama, was ist das?" – "'N Flugzeug, das kennst du doch, Schatz!" Aber dann wurden es immer mehr Lichter, je später die Nacht. "Irgendwas stimmt nicht." - und sie knipsten den Fernseher an Bilder von Panzern und Soldaten mit Gewehr'n in der Hand. Die Experten sagten, das wäre die letzte Instanz. Für den Fall, dass man kein' friedlichen Kontakt herstellen kann. Beim Lärm der dritten Explosion war dann jeder hellwach Ohrenzerberstender Krach, Feuerwerke am Himmel So grell, als wäre es Tag. Raketen detonieren Blinkende silberne Scheiben geh'n in Brand und regnen herab. Am Anfang dachten wir noch, wir wär'n die Gewinner der Schlacht. Dann stiegen die Außerirdischen aus ihren brennenden Wracks. Und es ging bergab - Sie versklavten die Menschheit in zehn Tagen. Unzählige Leichenberge lagen gestapelt auf den Straßen.

Bewaffnete Gestalten mit bestialischen Tentakeln bewachten die Gefangenen in KZ-artigen Zeltlager. Und am Tag der großen Exekution Versammelten sich alle Aliens und sangen 'nen Song – und der ging so



Ich bin wie du, du bist nur etwas anders, Ich versteh' dich nicht, ich bin hier nur gelandet. Ich hab' Angst vor dir, deshalb mach' ich dich kaputt jetzt Schluss jetzt, ich muss jetzt – Schuss.



Was ist das für ein Empfang, was fangt ihr damit an. Ich bin nur hergekomm' um mich auszuruh'n Plötzlich überall Lichter, was ist da laut, was spricht da. Ihr seht anders aus als ich Jungs, das wird mir zu gefährlich Ihr schießt mich runter und ich wehr' mich nur. Denn heißt es "Du oder ich" – ja, dann Entscheid' ich mich für mich



Peng

Wären die Aliens nicht angekomm'. Hätten wir's selber in die Hand genomm'. Was red' ich da – Wir hatten schon lang begonn' Weltkriege, Abschlachtung', Genozide, Massenmord.

Was 'n abgefuckter Ort, überall nur Hass und Zorn. "Mama, sind das Flugzeuge?" – "Nee, das sind nur ein paar Drohn'." Siehst du die Soldaten komm', hörst du, wie die Panzer roll'n. Auf diesem Planet' wohn' zu viele Menschen, Mann, das Fass ist voll Wurd' Zeit, hier mal aufzuräum'. Weiß nicht, ob wir uns bei den Außerirdischen nicht vielleicht bedanken soll'n. Ganz ehrlich, ich sag' mal so: Ist doch besser, als davor. Die Menschheit war uns eine zu große Verantwortung. Alles, was wir taten, mündete nur in Gewalt und Blut. Die Nachrichtenagentur'n fütterten die Angst in uns BSE, HIV, NSU, Verfassungsschutz Saddam Hussein, Bin Laden, Mohammed-Karikatur'n. Der Mensch besaß zwar sowas, wie 'ne Art Vernunft. Doch die reichte nur dafür aus, dass er noch bess're Waffen schuf. Noch stärkere Überwachung, noch strengere Passkontroll'n Egal, wo man hinsah, alles wurd' regiert von blanker Furcht. Bürger marschierten für das Abendland unter'm Hakenkreuz Parallel dazu erschoss 'n weißer Cop 'nen schwarzen Jung'. Währenddessen wurd' jemand gefoltert in Guantanamo. Und ISIS-Kämpfer köpften Christen in orangenen Kostüm'n. Unsere Geschichte bestand nur aus Sklaverei und Krieg. Wir war'n uns zu fremd, um uns anzuseh'n als Kollektiv Und als Kolumbus in Amerika ankam Zückte er seine Knarre und sagte dann zum Indianer.



Ich bin wie du, du bist nur etwas anders Ich versteh' dich nicht, ich bin hier nur gelandet Ich hab' Angst vor dir, deshalb mach' ich dich kaputt jetzt Schluss jetzt, ich muss jetzt – Schuss

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