Modul02

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Modul02
16.05.2017

Be­wer­bung

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Die Qual der Wahl

Warum, frag­te sich Ka­tha­ri­na, ist es so schwer, eine gute Lehr­stel­le zu fin­den? Sie er­in­ner­te sich daran, was so­wohl ihre Klas­sen­vor­stän­din Frau Mühl­heim als auch ihr Deutsch­leh­rer Herr Wild vor der gan­zen Klas­se sag­ten. Wir sol­len uns zu­nächst ein­mal ei­ni­ge Fir­men, die uns in­ter­es­sie­ren, für die Be­rufs­ta­ge su­chen. Und es ist auch völ­lig in Ord­nung, wenn dar­un­ter Fir­men sind, die gar nichts mit un­se­rem Wunsch­be­ruf zu tun hät­ten.

Der Ver­gleich macht euch si­cher, sagte unser Deutsch­leh­rer. Schnup­pern sei das Um und Auf, denn kein Un­ter­neh­men nimmt Lehr­lin­ge, die nicht vor­her unter Be­weis ge­stellt haben, dass sie den Auf­ga­ben im Be­trieb ge­wach­sen sind. Hin­ter­lässt man einen guten Ein­druck und kann die Firma von sei­nen Stär­ken über­zeu­gen, dann hat man be­reits einen Fuß in der Tür und die Chan­cen auf eine Lehr­stel­le stei­gen.

Der nächs­te Schritt sei dann die Be­wer­bung. Wie man ein Be­wer­bungs­schrei­ben ver­fasst, will uns unser Deutsch­leh­rer in den nächs­ten Wo­chen noch ge­nau­er er­klä­ren, au­ßer­dem hat er an­ge­kün­digt, dass wir auch über das Be­wer­bungs­ge­spräch reden wol­len und wor­auf dabei zu ach­ten ist.

Ka­tha­ri­nas Mit­schü­ler, Petr Srbic, der be­reits letz­tes Jahr in die PTS ging, hat in der ver­gan­ge­nen Deutsch­stun­de von sei­nen Er­fah­run­gen bei Be­wer­bungs­ge­sprä­chen er­zählt. Er sagte, dass er an­fangs sehr ner­vös war, aber es mit jedem Ge­spräch immer ent­spann­ter wurde. Ei­ni­ge von uns sahen ihn etwas un­gläu­big an. Herr Wild mein­te: Macht euch nicht ver­rückt, das wird schon klap­pen. Je­den­falls war es Zeit für Ka­tha­ri­na, sich um die ers­ten Be­rufs­ta­ge zu küm­mern und eine Schnup­per­stel­le zu or­ga­ni­sie­ren. Sie hat sich vor­ge­nom­men, an zwei Tagen in ihrem Wunsch­be­ruf als Ma­le­rin zu schnup­pern und sich auch noch den Beruf einer Bü­ro­kauf­frau an­zu­se­hen, auch wenn sie sich im Mo­ment das gar nicht vor­stel­len konn­te, da sie glaubt, dass ihr das auf Dauer dann doch zu lang­wei­lig wäre. Aber das kann man erst be­ur­tei­len, wenn man sich den Beruf an­ge­se­hen hat.

Ka­tha­ri­na zück­te also ihr Smart­phone, um die ge­wünsch­ten Fir­men an­zu­ru­fen, die sie vor­her auf dem Por­tal My Lehre ge­sucht hatte.

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Be­ant­wor­te die fol­gen­den Fra­gen zum Text, ohne noch ein­mal nach­zu­le­sen.
In wel­chen zwei Be­ru­fen möch­te Ka­tha­ri­na schnup­pern?
Petr be­sucht die PTS be­reits zum drit­ten Mal.
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Wie heißt das Por­tal, auf dem Ka­tha­ri­na nach Fir­men Aus­schau hielt, bei denen sie schnup­pern möch­te?



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In wel­cher Zeile des Tex­tes fin­dest du das Wort Lehr­lin­ge?

Zeile 

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Wie hei­ßen die ge­such­ten Per­so­nen mit Nach­na­men?
  • Deutsch­leh­rer
  • Klas­sen­vor­stand
  • MIt­schü­ler
  • Mühl­heim
  • Wild
  • Srbic
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Im Text kommt wört­li­che Rede vor. Suche die Sätze und schrei­be sie un­ter­halb noch ein­mal hin.
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Am Ende die­ses Schul­jah­res soll­test du un­se­re Schu­le mit einem Lehr­ver­trag in der Ta­sche ver­las­sen.

Der erste Schritt zur Lehr­stel­le ist die Be­wer­bung, die nor­ma­ler­wei­se in zwei Schrit­ten er­folgt:



  1. Be­wer­bungs­schrei­ben

  2. Be­wer­bungs­ge­spräch

Das Be­wer­bungs­schrei­ben ge­hört zu den Ge­schäfts­brie­fen. Für Ge­schäfts­brie­fe gibt es for­ma­le Re­geln, das heißt, du musst dich bei der Ge­stal­tung dei­ner schrift­li­chen Be­wer­bung an vor­ge­ge­be­ne Re­geln hal­ten. Diese sind in einer Ö-​NORM ge­re­gelt!

Folge dem QR-​Code, um mehr über diese Re­geln zu er­fah­ren!

Tipps zum In­halt des Be­wer­bungs­schrei­bens:

Neben der Ein­hal­tung der for­ma­len Re­geln soll­test du bei dei­ner Be­wer­bung un­be­dingt fol­gen­de Punk­te be­ach­ten:



  • Gib an, wo du die aus­ge­schrie­be­ne Stel­le ent­deckt hast und wieso du denkst, der rich­ti­ge Kan­di­dat dafür zu sein. Ver­su­che ein Thema an­zu­schnei­den, das du auf der Web­site der Firma ge­se­hen hast oder warum du ge­ra­de die­sen Job und kei­nen an­de­ren haben möch­test. Sei dabei ruhig ori­gi­nell, das er­höht deine Chan­cen.

  • Ver­kau­fe dich gut, aber über­trei­be nicht! Hebe deine guten Ei­gen­schaf­ten her­vor, aber „er­fin­de“ keine Fä­hig­kei­ten, die du nicht hast.

  • Ver­mei­de Recht­schreib­feh­ler! Diese ru­i­nie­ren jede gute Be­wer­bung. Lass deine El­tern, Leh­rer oder Freun­de Kor­rek­tur­le­sen, bevor du die Be­wer­bung ab­schickst.

  • Falls du deine Be­wer­bung per Mail ver­schickst, spei­che­re sie im pdf-​Format. So kann sie nicht mehr ver­än­dert und be­quem als An­hang ver­schickt wer­den.

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Ar­beits­auf­trag:

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In dem Video wird dir er­klärt, wor­auf du beim Er­stel­len eines Be­wer­bungs­schrei­bens ach­ten musst!



Folge dem dem QR-​Code, um zum Video zu ge­lan­gen!
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Ordne die fol­gen­den Be­grif­fe der Reihe nach, wie sie in einem Ge­schäfts­brief vor­kom­men! Num­me­rie­re sie dafür von
(1-9)
  • Schluss­flos­kel
  • Höf­li­che An­re­de
  • Be­wer­bungs­text
  • Un­ter­schrift
  • Adres­sat (Firma)
  • Bei­la­gen
  • Datum
  • Brief­kopf (Wer bist du?)
  • Be­treff­zei­le
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Wel­che Aus­sa­gen tref­fen auf das Be­wer­bungs­schrei­ben zu?
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Vor­be­rei­tung auf das Be­wer­bungs­ge­spräch:

Samm­le all­ge­mei­ne Daten und In­for­ma­ti­o­nen über die be­tref­fen­de Firma (wie viele Mit­ar­bei­ter, Pro­dukt, Tä­tig­keit...). Es ver­mit­telt In­ter­es­se am Un­ter­neh­men, wenn man Fra­gen stel­len kann, die be­wei­sen, dass man sich ge­dank­lich damit aus­ein­an­der­ge­setzt hat.



Be­rei­te eine Be­schrei­bung dei­ner Per­son vor. Wich­tig sind immer die be­ruf­li­chen Ziele und Zu­kunfts­vor­stel­lun­gen. Du soll­test auch über die Eck­da­ten des Le­bens­laufs hin­aus von dir selbst er­zäh­len kön­nen (be­son­de­re In­ter­es­sen, Fa­mi­lie etc.) und dar­auf ge­fasst sein, dass even­tu­el­le Lü­cken im Le­bens­lauf, schlech­te Noten etc.zum Thema ge­macht wer­den.



Über­le­ge dir Ant­wor­ten auf ty­pi­sche Fra­gen:  Worin siehst du deine per­sön­li­chen Stär­ken und Schwä­chen? Wie wür­dest du dei­nen bes­ten Freund cha­rak­te­ri­sie­ren? Warum glaubst du, dass ge­ra­de du für die­sen Job ge­eig­net bist?

Das Be­wer­bungs­ge­spräch:

Ein Vor­stel­lungs­ge­spräch ist nichts an­de­res wie ein Ver­kaufs­ge­spräch: Das Pro­dukt bist DU. Ver­su­che daher, die­ses "Pro­dukt" mög­lichst gut zu ver­pa­cken.



Das geht gar nicht: schlam­pi­ge, nach­läs­si­ge oder schmut­zi­ge Klei­dung oder ein sexy-​Outfit.



Prin­zi­pi­ell soll­test du aus­ge­schla­fen und aus­ge­ruht wir­ken.



Auf kei­nen Fall soll­test du zu spät kom­men. Wenn es trotz­dem pas­siert, teile es der Firma recht­zei­tig mit.

Wich­tig ist ein fes­ter Hän­de­druck. Meist be­ginnt das Ge­spräch mit Small Talk, etwa ob du pro­blem­los her ge­fun­den hast oder ähn­li­ches. Von dir wird er­war­tet, dass du dich kurz für die Ein­la­dung zum Ge­spräch be­dankst.



Ver­su­che na­tür­lich, aber nicht zu läs­sig zu wir­ken.



Meist über­nimmt am An­fang eines Be­wer­bungs­ge­sprächs dein Ge­gen­über die In­iti­a­ti­ve. Höre ein­fach auf­merk­sam zu. Halte wäh­rend des Ge­sprächs Au­gen­kon­takt und sitz ge­ra­de - das schafft eine po­si­ti­ve At­mo­sphä­re.

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Fra­gen stel­len ist keine Schan­de. Im Ge­gen­teil, es wirkt po­si­tiv, wenn du mög­lichst viel über dei­nen zu­künf­ti­gen Ar­beits­platz wis­sen möch­test.



Ver­su­che auf die ge­stell­ten Fra­gen mög­lichst ehr­lich zu ant­wor­ten, ver­lie­re aber nicht aus den Augen, dass es sich letzt­lich um ein "Ver­kaufs­ge­spräch" han­delt. Blei­be immer sach­lich und ein wenig di­stan­ziert.



Am Ende des Ge­sprä­ches wird es ver­mut­lich hei­ßen: "Wir wer­den uns mel­den." Dann kannst du nur mehr war­ten... und soll­te es nicht klap­pen, dann be­trach­te es als Übung für das nächs­te Vor­stel­lungs­ge­spräch.

Das Be­wer­bungs­ge­spräch:

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Un­ter­strei­che im Text die In­for­ma­ti­o­nen, die dir be­son­ders wich­tig er­schei­nen! Schrei­be sie unten stich­wort­ar­tig auf!
Das möch­te ich mir mer­ken:
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Ar­beits­auf­trä­ge

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Die Po­ly­tech­ni­sche Schu­le Bre­genz stellt dir unter https://www.psbregenz.at/berufsinformationen/ eine Vor­la­ge für das Be­wer­bungs­schrei­ben zur Ver­fü­gung. Diese Vor­la­ge musst du nur noch an deine ei­ge­nen Be­dürf­nis­se an­pas­sen (Brief­kopf, Adres­sat, Be­rufs­wunsch, deine Stär­ken usw.).
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Be­son­ders wich­tig in einem Be­wer­bungs­schrei­ben (Mo­ti­va­ti­ons­schrei­ben) ist, dass du die Grün­de an­gibst, warum du dich un­be­dingt bei die­ser Firma be­wer­ben möch­test.
Ver­giss auch nicht, deine Stär­ken im Be­wer­bungs­schrei­ben zu nen­nen!
Meine Stär­ken:
Ich möch­te die Lehr­stel­le in Ihrem Un­ter­neh­men, weil...
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Finde sechs Wör­ter, die etwas mit der Be­wer­bung zu tun haben.
B
R
I
E
F
K
O
P
F
B
F
T
R
O
J
Ü
N
X
Q
E
D
Q
B
N
F
L
O
S
K
E
L
B
S
Y
M
B
E
T
R
E
F
F
D
S
A
D
R
E
S
S
A
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M
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von SC

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