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Modul10
14.05.2017
Die Geschichte der Rechtschreibung
Die ersten erhaltenen schriftlichen Zeugnisse der deutschen Sprache stammen aus dem 8. Jahrhundert. Das lateinische Alphabet diente als Grundlage für die Verschriftung. Dabei war die Schwierigkeit zu überwinden, dass es nicht für alle deutschen Laute, zum Beispiel die Umlaute, eigene Schriftzeichen gab. Die Interpunktion entwickelt sich ab dem Hochmittelalter. Ab 1300 werden Großbuchstaben allmählich eingesetzt, um Anfänge zu markieren. Ab dem 14. Jahrhundert verdrängte das Deutsche zunehmend das Lateinische als Kanzleisprache.
Mittelhochdeutsche Texte sind einfach geschrieben. Die Dehnungs- und Doppelbuchstaben, die die heutige Rechtschreibung erschweren, gibt es nicht oder kaum.
In Texten des 16. bis 18. Jahrhunderts finden sich noch in großer Zahl Doppelkonsonanten an heute nicht mehr gebräuchlichen Stellen, so zum Beispiel „auff“ statt „auf“ oder „Kampff“ statt heute „Kampf“. Außerdem verwendete man manchmal die Schreibweisen aw statt au, äw statt äu, ew statt eu sowie ay statt ai, ey statt ei.
Noch bis ins frühe 19. Jahrhundert wurde statt des heutigen ei in vielen Wörtern ey oder eÿ geschrieben (zum Beispiel „bey“ oder „beÿ“ statt „bei“).
Im 19. Jhdt. setzen die Gebrüder Grimm mit ihrem Deutschen Wörterbuch einen Meilenstein der deutschen Sprache, propagierten und praktizierten eine gemäßigte Kleinschreibung mit extrem sparsamem Gebrauch großer Anfangsbuchstaben. Jacob Grimm beklagt die Häufung unnützer Dehnlaute und Konsonantenverdopplungen.
Ab etwa 1850 gab es Beratungen, die zur Entstehung von Rechtschreibanweisungen für Schulen führten (Hannover 1854, Württemberg 1860, Preußen 1862, Bayern 1863, Österreich 1868).
Nach der Reichsgründung von 1871 wurde der Ruf nach Vereinheitlichung der Regeln lauter. Dazu trug auch die Arbeit Konrad Dudens bei.
1901 wurde auf der II. Orthographischen Konferenz die deutsche Schriftsprache erstmals einheitlich geregelt.
Amtlich gültig in den deutschsprachigen Ländern ist die Rechtschreibung laut dem amtlichen Regelwerk des Rates für deutsche Rechtschreibung.
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auff durchaus noch gebräuchlich.
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