Sachtext: eine Inhaltsangabe verfassen

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Einen Sach­text zu­sam­men­fas­sen - In­halts­an­ga­be

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Cy­ber­mob­bing ist eine mo­der­ne Form von Mob­bing, die über das In­ter­net oder das Handy statt­fin­det. Dabei wer­den Men­schen ab­sicht­lich und wie­der­holt be­lei­digt, be­droht, bloß­ge­stellt oder aus­ge­grenzt. Im Ge­gen­satz zum klas­si­schen Mob­bing, das meist in der Schu­le oder auf dem Pau­sen­hof pas­siert, kann Cy­ber­mob­bing je­der­zeit und über­all statt­fin­den. „Ich habe plötz­lich Nach­rich­ten be­kom­men, in denen stand: Du bist so pein­lich, nie­mand mag dich!“, er­zählt eine be­trof­fe­ne Schü­le­rin. Be­son­ders schlimm ist, dass die Täter oft an­onym blei­ben und sich hin­ter fal­schen Pro­fi­len ver­ste­cken. Das macht es für die Opfer noch schwe­rer, sich zu weh­ren.

Ty­pi­sche For­men von Cy­ber­mob­bing sind das Ver­brei­ten von Ge­rüch­ten, das Pos­ten pein­li­cher Fotos oder Vi­de­os ohne Er­laub­nis oder das ge­ziel­te Aus­gren­zen aus Online-​Gruppen. Ein Schü­ler be­rich­tet: „Plötz­lich war ich aus der Klas­sen­grup­pe ge­löscht und kei­ner hat mir ge­sagt, warum.“ Auch das Ver­öf­fent­li­chen von be­lei­di­gen­den Kom­men­ta­ren unter Fotos oder das Ver­sen­den von Dro­hun­gen per Mes­sen­ger sind häu­fi­ge Me­tho­den. Die An­grif­fe kön­nen sich sehr schnell ver­brei­ten, weil In­hal­te im In­ter­net oft von vie­len Men­schen ge­se­hen und wei­ter­ge­lei­tet wer­den. „Das Foto war über­all, ich konn­te nichts da­ge­gen tun“, sagt ein wei­te­res Opfer.

Die Fol­gen für die Be­trof­fe­nen sind oft schwer­wie­gend. Viele füh­len sich hilf­los, wer­den trau­rig oder haben Angst, zur Schu­le zu gehen. Man­che zie­hen sich ganz zu­rück, ver­lie­ren das Ver­trau­en in an­de­re und ihre schu­li­schen Leis­tun­gen ver­schlech­tern sich. In be­son­ders schlim­men Fäl­len kann Cy­ber­mob­bing sogar zu De­pres­si­o­nen oder Selbst­mord­ge­dan­ken füh­ren. „Ich woll­te ein­fach nicht mehr raus­ge­hen, weil ich Angst hatte, dass alle über mich reden“, be­rich­tet eine Schü­le­rin.

Ein gro­ßes Pro­blem beim Cy­ber­mob­bing ist, dass sich be­lei­di­gen­de In­hal­te im In­ter­net kaum noch lö­schen las­sen. Was ein­mal ge­pos­tet wurde, bleibt oft lange sicht­bar. Des­halb ist es wich­tig, dass Be­trof­fe­ne sich Hilfe holen. Sie soll­ten mit El­tern, Leh­rern oder Freun­den spre­chen und Be­wei­se wie Screen­shots si­chern. In schwe­ren Fäl­len kann auch die Po­li­zei ein­ge­schal­tet wer­den, denn Cy­ber­mob­bing ist in vie­len Fäl­len straf­bar. „Man darf das nicht ein­fach hin­neh­men, son­dern muss sich weh­ren“, rät eine Leh­re­rin.

Um Cy­ber­mob­bing zu ver­hin­dern, soll­ten alle im In­ter­net re­spekt­voll mit­ein­an­der um­ge­hen und keine pri­va­ten Daten oder Fotos von an­de­ren ohne deren Zu­stim­mung ver­öf­fent­li­chen. Es ist wich­tig, auf­ein­an­der zu ach­ten und sich ge­gen­sei­tig zu un­ter­stüt­zen. „Wir müs­sen zu­sam­men­hal­ten und dür­fen nicht weg­schau­en, wenn je­mand ge­mobbt wird“, meint ein Schü­ler. Cy­ber­mob­bing ist ein erns­tes Pro­blem, das jeden tref­fen kann. Des­halb ist es wich­tig, auf­merk­sam zu sein und ge­mein­sam da­ge­gen vor­zu­ge­hen.

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von anonym

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