• Übungsaufgaben: Lernstrategien des selbstregulierten Lernens
  • anonym
  • 13.12.2020
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Teil 1: Multiple-Choice Aufgabe

Kreuze die richtige Antwortalternative an.

1
Welche Strategie gehört nicht zu den kognitiven Lernstrategien?
  • metakognitive Strategie
  • volitionale Lernstrategie
  • Strategien zur Wissensnutzung
  • Elaborationsstrategie
2
Welche Elaborationsstrategien gehören zur Gruppe Verstehen und welche zum Auswendiglernen? Kreuze an.
a) Strategien für das Verstehen
  • Vorwissen aktivieren
  • Mnemotechniken
  • Fragen stellen
  • Notizen machen
  • Wiederholungsstrategien
  • Bildliche Vorstellungen generieren
b) Strategien für das Auswendiglernen
  • Vorwissen aktivieren
  • Mnemotechniken
  • Fragen stellen
  • Notizen machen
  • Wiederholungsstrategien
  • Bildliche Vorstellungen generieren
3
Welche Aussage ist richtig?
  • Die Ausdauer einer Person beim Lernen beeinflusst den Lernprozess direkt.
  • Die Auswahl der Aufgaben hat keinen Einfluss auf den Lernprozess.
  • Die Anstrengung einer Person beim Lernen beeinflusst den Lernprozess indirekt,
  • Die Anstrengung und Ausdauer einer Person beim Lernen wirken sich direkt auf die Prüfungsergebnisse aus.
4
Kooperative Lernsituationen sind nur lernförderlich, wenn...
  • es möglichst leise ist.
  • der soziale Austausch angemessen gestaltet ist.
  • die Gruppengröße höchstens 3 Personen beträgt.
  • alle Gruppenmitglieder die gleiche politische Meinung vertreten.
5
Welche Aussage zum externen Ressourcenmanagement stimmt nicht?
  • Es kann helfen, den Arbeitsplatz aufzuräumen.
  • Es kann helfen, sich zusätzliche Literatur zu beschaffen.
  • Es kann helfen, Lerngruppen wahrzunehmen.
  • Es kann helfen, seine Konzentration auf die anstehende Aufgabe zu richten.
6
Welcher Nachteil trifft nicht auf Fragebögen zur Messung der Lernstrategien zu?
  • mangelnde Ökonomie
  • Retrospektive Verzerrung der Erinnerungen
  • Bewusstheit der Befragung
  • Inhaltsunabhängige Fragen

Teil 2: Anwendungsaufgaben

Entscheide bei den folgenden Beispielaufgaben, wie du handeln würdest. Verfasse deine Antwort dazu selbstständig in Form weniger Sätze.
1
Sophie studiert BWL. Da die Vorlesungen eine große Menge Stoff umfassen, erarbeitet sie sich nach jeder Sitzung Lernblätter zu den wichtigsten Themen. Sie gibt sich dabei besonders viel Mühe und gestaltet die Lernblätter auch optisch anschaulich: Je nach Thema verwendet sie unterschiedliche Farben und baut Mind-Maps oder Tabellen ein.
Welche kognitive Lernstrategie wendet Sophie an? Begründe kurz.
Lösung
So­phie wen­det die Or­ga­ni­sa­ti­ons­stra­te­gie an, da sie ver­sucht die Lern­in­hal­te lo­gisch zu struk­tu­rie­ren.
2
Erik hat gehört, Atemübungen sollen beim Lernen helfen. Allerdings konnte er seine Motivationstiefs dadurch immer noch nicht überwinden und fragt sich, was er falsch macht.
Warum helfen die Atemübungen Erik nicht und welche Strategiemaßnahmen würde für seine Ausgangslage besser passen?
Lösung
Erik hat ein Mo­ti­va­ti­ons­pro­blem, wen­det aber eine Stra­te­gie zur Be­wäl­ti­gung emo­tio­na­ler Lern­pro­ble­me an (Atem­übun­gen zur Ent­span­nung z.B. bei Prü­fungs­angst). Ge­eig­ne­ter wären Maß­nah­men zur Stei­ge­rung der Mo­ti­va­ti­on, wie An­rei­ze zu schaf­fen (Be­loh­nun­gen oder Be­stra­fun­gen), oder sich selbst Ziele zu set­zen.
3
In Valentins Lerngruppe gibt es Streit. Marie meint, dass in der Gruppe jeder für seinen ausgearbeiteten Teil verantwortlich ist. Lukas hingegen argumentiert, dass die Gruppe als ganzes die Verantwortung trägt.
Wem sollte Valentin zustimmen? Warum?
Lösung
Beide Mei­nun­gen stim­men. Die Ver­ant­wor­tung beim ko­ope­ra­ti­ven Ler­nen fin­det auf zwei Ebe­nen statt. So ist ei­ner­seits jedes Grup­pen­mit­glied für sei­nen An­teil ver­ant­wort­lich. An­de­rer­seits trägt die ge­samt Grup­pe die Ver­ant­wor­tung dafür, ge­mein­sam das Grup­pen­ziel zu er­rei­chen.
4
Max ist verzweifelt. In weniger als einer Woche steht die Statistik Prüfung an und er hat noch nicht begonnen, zu lernen. Das Problem ist weniger die Motivation, als die wenige Zeit, die ihm durch seinen Nebenjob, dem Ehrenamt in der Hochschulgruppe und dem Fußballtraining bleibt. Wenn Max nach Hause kommt, nervt auch noch der Baulärm vor seinem Fenster. Außerdem stören seine Mitbewohner, wenn er in der Küche seine Lernmaterialien ausbreitet. Er würde ja in sein Zimmer gehen, aber die wackeligen Beine seines alten Schreibtischs regen ihn nur noch mehr auf…
Was würdest du Max raten? Welche Lernstrategie(n) könnte(n) hier Anwendung finden? Erläutere kurz.
Lösung
Max soll­te Stra­te­gien zum Res­sour­cen­ma­nage­ment an­wen­den, z.B. seine Lern­zeit pla­nen und einen neuen Lern­ort wegen des Bau­lärms und feh­len­den Ar­beits­plat­zes su­chen (z.B. Bi­blio­thek).
5
Frau Schmidt ist Lehrerin an einem Gymnasium und hat ihren Schülern im Fach „Das Lernen Lernen“ Tipps zum Selbstregulierten Lernen gegeben. Am Ende der Unterrichtseinheiten möchte sie die Strategien der Schüler messen und fragt sich welche Methode angesichts ihrer knapp kalkulierten Zeit sinnvoll wäre.
Zu welcher Messmethode würdest du unter diesen Bedingungen raten und warum?
Lösung
Frau Schmidt soll­te Fra­ge­bö­gen an­wen­den, da diese mit einem ge­rin­ge­ren Auf­wand ver­bun­den sind.
6
Lisa ist Lehrerin in einem kleinen Deutschkurs für 6 Einwander:innen (Niveau A2) und sehr engagiert. Deshalb hat Sie den Teilnehmer:innen des Kurses Strategien zum selbstregulierten Lernen vermittelt, welche ihnen das Lernen der Sprache erleichtern sollen. Die Leistungen der Teilnehmer:innen haben seitdem tatsächlich zugenommen. Allerdings ist sich Lisa unsicher, ob dies tatsächlich auf die Strategien zurückzuführen ist und möchte diese deshalb messen.
Welche Methode würdest du Lisa empfehlen? Warum?

Lösung
Lisa soll­te Fremd­be­ur­tei­lungs­ver­fah­ren an­wen­den, da die Teil­neh­mer:innen wahr­schein­lich noch nicht so gut lesen und schrei­ben kön­nen. Kon­kret könn­te Lisa die Be­ob­ach­tung als Me­tho­de wäh­len. Even­tu­ell soll­te sie sich Hilfe von ge­schul­ten Be­ob­ach­ter:innen holen. Eine Be­ob­ach­tung dau­ert zwar län­ger als einen Fra­ge­bo­gen aus­zu­hän­di­gen, aber auf Grund der we­ni­gen Teil­neh­mer:innen und Lisas eif­ri­gem En­ga­ge­ment soll­te dies kein Pro­blem sein.
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