• Urteilsbildung im Geschichtsunterricht
  • Siegeldi
  • 29.08.2025
  • Geschichte
  • 10
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Me­tho­den­blatt Ur­teils­bil­dung

Sach- und Wert­ur­teil

Sach- und Wert­ur­tei­le sind bei jeder Quel­len­ana­ly­se oder bei Pro­blem­fra­gen zu fäl­len. Bei einer Quel­len­ana­ly­se er­folgt zuvor die in­ne­re und äu­ße­re Quel­len­kri­tik. Das Sach­ur­teil bil­det hier­bei die Grund­la­ge für das Wert­ur­teil.

  1. Sach­ur­teil

  • Ar­gu­men­ta­ti­ons­kri­te­ri­en für eine Pro- und Con­tra­lis­te er­stel­len

  • Ur­teils­bil­dung er­folgt aus dem his­to­ri­schen Kon­text/Per­spek­ti­ve



2.   Wert­ur­teil

  • Ur­teils­bil­dung er­folgt aus der heu­ti­gen Sicht mit­hil­fe der Ar­gu­men­ta­ti­ons­kri­te­ri­en



  JEDES AR­GU­MENT MUSS    

 BE­GRÜN­DET WER­DEN!

Ar­gu­men­ta­ti­ons­kri­te­ri­en



Per­sön­li­che Kri­te­ri­en

Bil­dung, Un­ab­hän­gig­keit, Mit­ge­fühl, Ehre, Gleich­be­rech­ti­gung, Wohl­stand, Par­ti­zi­pa­ti­on (Teil­ha­be), Tap­fer­keit, Si­cher­heit, Freund­schaft, Zu­frie­den­heit, Loy­a­li­tät, Frei­heit, Re­spekt, Ge­sund­heit, Macht, Ei­gen­tum u.v.m.



Ge­sell­schaft­li­che Kri­te­ri­en

Si­cherhheit, Um­welt, Re­spekt, Glau­be, Mei­nungs­frei­heit, Men­schen­rech­te, Frie­den, Gleich­be­rech­ti­gung, Ge­set­ze, Ver­ant­wor­tung, Wohl­stand, Si­cher­heit, Loy­a­li­tät, Frei­heit, Ge­mein­schaft, Spal­tung/Gleich­heit u.v.m



Po­li­ti­sche Kri­te­ri­en

Macht, Ge­rech­tig­keit, Frei­heit, Gleich­be­rech­ti­gung, Glau­be, Men­schen­rech­te, Mei­nungs­frei­heit, Ge­set­ze, Ord­nung, Spal­tung/Gleich­eit u.v.m.



Wirt­schaft­li­che Kri­te­ri­en



Un­ab­hän­gig­keit, Wohl­stand, Um­welt/Natur, Ei­gen­tum, Ge­set­ze, Ord­nung, Fort­schritt, Qua­li­tät, Ent­wick­lung, Ver­kehr, Ge­fahr











Re­chen­weg

Um die volle Punkt­zahl zu er­hal­ten, soll­test du für das Lösen der Auf­ga­ben stets den Re­chen­weg an­ge­ben.

Mus­ter­text zur Pro­blem­fra­ge: In­dus­tri­a­li­sie­rung - Fluch oder Segen?

Im Fol­gen­den geht es um die Frage, ob die In­dus­tri­a­li­sie­rung ein Fluch oder Segen war. Die Er­fin­dun­gen der In­dus­tri­a­li­sie­rung waren für die da­ma­li­ge Wirt­schaft ein enor­mer Fort­schritt (Ar­gu­ment 1), denn (Be­grün­dung) da­durch konn­ten In­for­ma­ti­o­nen schnel­ler ver­brei­tet wer­den. Die Men­schen waren mo­bi­ler und schwe­re Ar­bei­ten konn­ten auf Ma­schi­nen ver­la­gert wer­den. ......



Trotz­dem (Über­gang) gab es Schat­ten­sei­ten (Ar­gu­ment 2), da viele Men­schen wei­ter­hin in Armut leb­ten und die Ar­beits­un­fäl­le schwer­wie­gen­der waren. Die so­zi­a­le Frage ent­stand...

Für die In­dus­tri­el­len war der tech­ni­sche Fort­schritt ein Segen, weil ....

Die Ar­bei­ter hat­ten je­doch.....



Die Fra­ge­stel­lung kann nicht ein­deu­tig be­ant­wor­tet wer­den, da im his­to­ri­schen Kon­text die Er­fin­dun­gen zwar zum tech­ni­schen Fort­schritt bei­tru­gen, dies ge­schah je­doch auf Kos­ten der Ar­bei­ter. (Sach­ur­teil)



Aus heu­ti­ger Sicht sind aus der In­dus­tri­a­li­sie­rung nicht nur tech­ni­sche Er­fin­dun­gen her­vor­ge­gan­gen, son­dern auch durch das Leid der Ar­bei­ter hat sich auch unser So­zi­al­sys­tem ent­wi­ckelt....(Wert­ur­teil). Ins­ge­samt kann also ge­sagt wer­den, dass...



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