Zitieren in der W-Seminararbeit
Regeln für direkte Zitate
Ein wörtliches Zitat muss vollständig mit dem Original übereinstimmen. Alle Änderungen – inklusive Rechtschreibung, Hervorhebungen oder grammatikalische Anpassungen – müssen gekennzeichnet werden.
1. Wörtliche Zitate stehen in Anführungszeichen:
Zu ähnlichen Ergebnissen kommt Weischet: „Bei der Verdunstung wird der Wasseroberfläche die Verdampfungswärme in Größe von 540 bis 600 cal/g verdampften Wassers entzogen." (Weischet, 1991, S. 159)
2. Ein Zitat in einem Zitat wird durch einfache (=halbe) Anführungszeichen gekennzeichnet:
„Zum Beispiel sagt jeder ,Die Schwerkraft beträgt 981 cm/sr, oder ,Die Fliehkraft wächst mit dem Quadrat der Geschwindigkeit'. Exakt müsste es jeweils ,Schwere-, Flieh, oder Coriolisbeschleunigung' heißen!" (Weischet, 1991, S. 161)
3. Auslassungen (Sätze aus längeren Passagen) werden durch drei Punkte innerhalb einer eckigen Klammer gekennzeichnet:
„Bei der Verdunstung wird der Wasseroberfläche die Verdampfungswärme in Größe von 540 bis 600 cal/g verdampften Wassers entzogen. Ohne Energienachschub müsste sich eine Wasserschicht von 1m2 Fläche [...] um rund 0,5 bis 0,6 Grad abkühlen. (Weischet, 1991, S. 159)
(Weischet, 1991, S. 159)
Hinweis: die Auslassungen dürfen den Sinn der ursprünglichen Aussage nicht verändem.
4. Veränderungen grammatikalischer Strukturen oder der Satzstellung werden durch eckige Klammern ge-
kennzeichnet:
So schreibt auch Weischet, dass „bei der Verdunstung [...] der Wasseroberfläche die Verdampfungswärme in Größe von 560 bis 600 cal/g verdampften Wassers entzogen [wird].
Hinweis: nötig beim Einbau wörtlicher Zitate in den fortlaufenden Text.
5. Eigene Ergänzungen im Zitat (Unterstreichungen, Kursiv, ...) werden durch den Zusatz [Hervorhebung des
Verfassers] in eckigen Klammern gekennzeichnet:
„Außer vom vertikalen Temperaturgradienten hängt die Verdunstung auch noch wesentlich vom vertikalen [Hervorhebung des Verfassers] Dampfdruckgefälle ab." (Weischet, 1991, S. 161)
6. In der Quelle kursiv gesetzte oder auf anderer Weise hervorgehobene Wörter oder Sätze werden im Zitat so übernommen.
7. Kürzere Zitate werden in den laufenden Text integriert, längere Zitate (> zwei Manuskriptzeilen) werden der Übersichtlichkeit halber eingerückt.
8. Fehler im Zitat müssen übernommen werden, sie werden mit einem Ausrufezeichen, dem Wörtchen [sic] oder der Kombination aus beidem gekennzeichnet:
„Totaler Unwile [sic!) ist kennzeichnend für viele dieser Personen!"
Regeln für indirekte Zitate
Der Inhalt des Originals darf im Sinn nicht verändert werden.
Bei sinngemäßer Wiedergabe ganzer Passagen fremden Gedankenguts kann die Fremdaussage im Konjunktiv stehen, wenn der Autor nicht erwähnt wird oder eine gewissen Distanz zu der Aussage entstehen soll.
Für uns eher relevant: Wird der übernommene Text paraphrasiert (umschrieben) wird der Indikativ benutzt.
Quellenangabe nicht vergessen: am Ende des indirekten Zitates steht der Name des Autors, Erscheinungsjahr und Seitenangabe mit dem Zusatz „vergleiche" in Klammern. Auch hier ist die Angabe einer Fußnote möglich.
https://www.tutory.de/entdecken/dokument/w-seminar
Angabe im Text
Am Ende eines Zitats, eines Gedankengangs oder eines Abschnitts wird eine Fußnote angebracht, in der die Quelle in abgekürzter Form angegeben wird. Diese Kurzangaben verweisen auf die vollständigen bibliographischen Angaben im Quellen-/Literaturverzeichnis und müssen eindeutig zuzuordnen sein.
Beispiel: ...
1
Fußnote: 1H. Müller, 2008, S. 304 ff.
Zur Abkürzung werden der Name des Autors bzw. der Autoren und das Erscheinungsjahr des Werks verwendet.
Literaturverzeichnis/Bibliographische Angaben
Im Literaturverzeichnis müssen sämtliche Quellen, die zur Anfertigung der Seminararbeit benutzt wurden, vollständig und in alphabetischer Reihenfolge (nach den Autoren- bzw. Herausgebernamen) angegeben sein. In der Praxis sind unterschiedliche Verfahren zur Gestaltung bibliographischer Daten üblich. Entscheidend ist, dass innerhalb der Arbeit ein einheitliches Schema konsequent durchgehalten wird.
Bücher
Name, Vorname des Verfassers bzw. Herausgebers (Hrsg.)
Titel des Buches
Untertitel (wenn vorhanden)
Bandangabe (wenn eine mehrbändige Ausgabe benutzt wurde)
ab der 2. Auflage auch deren Nummer o Reihentitel und -nummer (wenn das Buch in einer Reihe erschienen ist)
Erscheinungsort und Erscheinungsjahr
Hinweis: Fehlen die Angaben zu Erscheinungsort und -jahr auf der Titelseite bzw. im Impressum des Werkes, ist anzugeben o. O. (ohne Ort) bzw. o. J. (ohne Jahr).
Müller, Thomas: Thomas Müller schießt Bayern zum Sieg: Eine Erfolgsgeschichte, 2. Aufl., München: Fußballverlag, 2014.
Beiträge (Aufsätze in Sammelwerken und Zeitschriften/Zeitungen)
Name, Vorname des Verfassers
Titel und Untertitel des Aufsatzes
In: Vorname, Name des Herausgebers und Titel des Sammelwerkes;
handelt es sich um eine Zeitschrift bzw. Zeitung: in: Name (Titel) der Zeitschrift/Zeitung
ggf. Bandangabe u. Auflage, Erscheinungsort und Erscheinungsjahr;
handelt es sich um eine Zeitschrift bzw. Zeitung: Band/Nr. oder Jahrgang (Kalender jahr), Seitenangabe
Ehlich, Konrad: „Alltägliche Wissenschaftssprache.“ In: Info DaF 26 (1), S. 3-24
Internetseite:
Name, Vorname:
Titel.
In: Ortsangabe (z. B. Online Zeitschrift, Seite einer Hochschule etc.) Jahr.
< Angabe der URL> (Datum des letzten Besuchs).
Köbis, Nils: Die Wissenschaft vom Verhalten künstlicher Intelligenz. In: Website der Max Planck-Gesellschaft 2021. http://www.maxplanckgesekkschaft.de/ (15.04.2024).
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