Gemeinsam Texte lesen und verstehen

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Gemeinsam Texte lesen und verstehen

Wir be­rei­ten uns auf die drit­te Schul­auf­ga­be vor

Einen Sach­text ge­mein­sam rich­tig ver­ste­hen und Fra­gen dazu be­ant­wor­ten

Hin­weis

Mache einen Haken, wenn du alle Auf­ga­ben eines Lern­pa­kets ge­löst hast und lasse dir von dei­ner Fach­leh­re­rin oder dei­nem Fach­leh­rer mit einem Stem­pel be­stä­ti­gen, dass alles er­le­digt ist.

Teil­zie­le: Los geht's!

Me­tho­den zum sinnent­neh­men­den Lesen ken­nen

Ich wie­der­ho­le die Fünf-​Schritt-​Lesemethode.

Fra­gen zu einem Sach­text mit Ope­ra­to­ren rich­tig und gründ­li­che ge­ant­wor­ten.

Ich kann Fra­gen zu einem Sach­text rich­tig be­ant­wor­ten und weiß, wie ich dabei die Ope­ra­to­ren rich­tig be­ant­wor­te.

Ver­schie­de­ne Auf­ga­ben zum Text­ver­ständ­nis be­ar­bei­ten

In ver­schie­de­nen Quiz­fra­gen be­wei­se ich, dass ich den In­halt des Tex­tes gut ver­stan­den habe.

Check-​out

Schät­ze deine Ar­beit ein!
😊😊😊
🙂😊
😐
😕
☹️
Wie GUT war ich?
Wie SELBST­STÄN­DIG war ich?
Wie SCHNELL war ich?
Wie MO­TI­VIERT war ich?
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Suche dir einen Part­ner. Holt euch vom Leh­rer­pult je­weils den Text über die Orang-​Utans.
2
Er­ar­bei­te zu­nächst den Text in Ein­zel­ar­beit und gehe dabei fol­gen­der­ma­ßen vor:

Er­ar­bei­te dei­nen Text nach der 5-​Schritt-​Lesemethode. Gehe dafür die ers­ten drei Schrit­te durch:



a) Über­flie­ge den Text.

Mache die klar, was das Thema des Tex­tes ist.



b) Stel­le Fra­gen an den Text.

Be­ant­wor­te die wich­tigs­ten W-​Fragen zu dem Text (Wer? Was? Wo? Wann? Wie? Warum?)



c) Lies den Text noch­mals gründ­lich.

Kläre un­be­kann­te Be­grif­fe mit dem In­ter­net. Bent­ze un­ter­schied­li­che Faben und mar­kie­re wich­ti­ge Stel­len im Text. Schrei­be Schlüs­sel­be­grif­fe an den Rand.

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Ar­bei­te nun mit dei­nem Part­ner zu­sam­men. Tragt euch ge­gen­sei­tig eure Texte vor und er­le­digt fol­gen­de Schrit­te:

a) Ver­gleicht, ob ihr ähn­li­che Stel­len im Text mar­kiert und die sel­ben Schlüs­sel­be­grif­fe ge­fun­den habt.



b) Ord­net auf der nächs­ten Seite den Aus­sa­gen die rich­ti­gen Ant­wor­ten zu.



c) Über­prüft an­schlie­ßend, ob ihr die Ant­wor­ten als wich­ti­ge Stel­len im Text mar­kiert habt.



b) Er­stellt zu jedem Text nun ein mind-​map oder schreibt euch die wich­tigs­ten Punk­te in das Käst­chen auf der nächs­ten Seite.

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4
Ent­schei­det, was zu­sam­men­ge­hört.
  • 1. In wel­chem Teil des Bau­mes klet­tern Orang-​Utans am liebs­ten?
    1
  • 2. Sprin­gen Orang-​Utans von Baum zu Baum?
    2
  • 3. Wie be­we­gen sich Orang-​Utans am Boden fort?
    3
  • 4. Was ge­hört zur Haupt­nah­rung eines Orang-​Utans?
    4
  • 5. Sind Orang-​Utans Ein­zel­gän­ger?
    5
  • 6. Womit ver­brin­gen Orang-​Utans die meis­te Zeit des Tages?
    6
  • 7. Wie viele Ki­lo­me­ter legt ein Orang-​Utan täg­lich auf der Nah­rungs­su­che zu­rück?
    7
  • 8. Wo schla­fen Orang-​Utans?
    8
  • 9. Wie ver­stän­di­gen sich Orang-​Utans?
    9
  • 10. In wel­cher Ent­fer­nung sind die Long-​Calls der Orang-​Utan-​Männchen noch zu hören?
    10
  • 11. Haben Orang-​Utans Ge­füh­le?
    11
  • Auf der täg­li­chen Nah­rungs­su­che legen sie ein bis zwei Ki­lo­me­ter zu­rück.
  • Die meis­te Zeit des Tages ver­brin­gen sie mit Essen und Schla­fen.
  • Orang-​Utans schla­fen in Schlaf­nes­tern aus Ästen und Zwei­gen.
  • Sie kön­nen am Boden auf allen vie­ren oder auf­recht auf zwei Bei­nen gehen.
  • Orang-​Utans kön­nen zum Bei­spiel Glück, Angst, Wut, Trau­er und Auf­re­gung emp­fin­den.
  • Ja, aus­ge­wach­se­ne Orang-​Utans sind eher Ein­zel­gän­ger oder leben in losen Ver­bän­den zu­sam­men.
  • Früch­te, Blät­ter, Baum­rin­de, Blü­ten, In­sek­ten, Honig und Vo­gel­ei­er essen sie gerne.
  • Die lau­ten Rufe der Männ­chen sind bis zu einem Ki­lo­me­ter zu hören.
  • Orang-​Utans sprin­gen sel­ten von Baum zu Baum, sie gehen lie­ber einen Umweg über den Boden.
  • Orang-​Utans ver­stän­di­gen sich durch Rufen und Bel­len.
  • Sie klet­tern am liebs­ten in den Baum­kro­nen herum.
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Mind-​map

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Lest euch ge­mein­sam den Text zu den Ope­ra­to­ren durch und klärt im Ge­spräch, was Ope­ra­to­ren sind. Be­ach­tet dann in den Käst­chen unten die Ope­ra­to­ren: be­schrei­ben, er­klä­ren und be­grün­den.

Was sind Ope­ra­to­ren?

Ope­ra­to­ren sind Si­gnal­wör­ter in Auf­ga­ben­stel­lun­gen, die an­wei­sen, was für die Be­ant­wor­tung der Auf­ga­be zu tun ist und wie die Ant­wort aus­se­hen soll. Ope­ra­to­ren sind Ver­ben, die im Im­pe­ra­tiv (in der Be­fehls­form) for­mu­liert sind. Ty­pi­sche Bei­spie­le sind be­schrei­be, er­klä­re oder be­grün­de.

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Be­ant­wor­tet nun fol­gen­de Fra­gen auf der nächs­ten Seite zum Text in gan­zen Sät­zen.
Ach­tet dabei dar­auf, dass ihr die Ope­ra­to­ren genau be­ach­tet und eure Ant­wor­ten ent­spre­chend an­passt.

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1. Be­schreibt das Aus­se­hen eines Orang-​Utans. Nutzt dazu alle In­for­ma­ti­o­nen im Text.

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2. Er­klärt, warum Orang-​Utans zu den nächs­ten Ver­wand­ten des Men­schen zäh­len.

9
3. Be­grün­det, warum Orang-​Utans vom Aus­ster­ben be­droht sind.

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Holt euch nun zum Ab­schluss das Quiz­blatt vom Leh­rer­pult. Fragt euch die Fra­gen vor. Part­ner 1 be­ant­wor­tet die Fra­gen auf den ers­ten Blatt, Part­ner 2 die Fra­gen auf den 2. Blatt. Knickt es in der Mitte. Ver­sucht die Fra­gen mög­lichst ohne den Text zu be­ant­wor­ten.

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Quiz- Part­ner 1

1. Zu wel­cher Gat­tung ge­hö­ren die Orang-​Utans?

zur Gat­tung der Säu­ge­tie­re

2. Zu wel­cher Fa­mi­lie ge­hö­ren die Orang-​Utans?

zur Fa­mi­lie der gro­ßen Men­schen­af­fen

3. Warum sind die Orang-​Utans den Men­schen so gleich?

97 % der Erb­infor­ma­ti­o­nen sind gleich

4. Was be­deu­tet der Name Orang-​Utan?

Mensch-​Dschungel

5. Wie viele Arten von Orang-​Utans gibt es?

zwei Arten, den Bor­neo- und den Sumatra-​Orang-​Utan

6. Wie groß wer­den Orang-​Utans?

90–140 cm groß

7. Wie schwer wer­den Orang-​Utans?

35–100 kg

8. Wie lang kann die Spann­wei­te der Orang-​Utan-​Arme sein?

bis zu zwei Meter

9. Wel­che Kör­per­tei­le sind ty­pisch für Orang-​Utans?

Ba­cken­wüls­te und Kehl­sä­cke

10. Wel­che Af­fen­ar­ten ge­hö­ren noch zu den Men­schen­af­fen?

Bo­no­bos, Schim­pan­sen und Go­ril­las

11. Sind Orang-​Utans Ein­zel­gän­ger?

ja, sie sind Ein­zel­gän­ger und leben nur lose in Ver­bän­den zu­sam­men

12. Womit ver­brin­gen Orang-​Utans die meis­te Zeit des Tages?

mit Essen und Schla­fen

13. Wo leben Orang-​Utans?

im ma­lai­schen Re­gen­wald

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Quiz- Part­ner 2

14. In wel­chen Teil des Bau­mes klet­tern Orang-​Utans am liebs­ten?

in den Baum­kro­nen

15. Wie viele Ki­lo­me­ter legt ein Orang-​Utan täg­lich bei der Nah­rungs­su­che zu­rück?

ein bis zwei Ki­lo­me­ter

16. Wo schla­fen Orang-​Utans?

in Schlaf­nes­tern aus Ästen und Zwei­gen

17. Wie ver­stän­di­gen sich Orang-​Utans?

durch Rufen und Bel­len

18. Wie nennt man die lau­ten Rufe der Männ­chen?

Long-​Call

20. Woran merkt man, dass Orang-​Utans in­tel­li­gent sind?

sie be­nut­zen Werk­zeu­ge und fin­den gute 
Fut­ter­plät­ze wie­der

21. In wel­cher Ent­fer­nung sind die Rufe eines Oran-​Utans noch zu hören?

bis zu einem Ki­lo­me­ter Ent­fer­nung

22. In wel­chem Alter wer­den Orang-​Utans ge­schlechts­reif?

im Alter von 10 – 14 Jah­ren

23. Wie alt wer­den Orang-​Utans in frei­er Wild­bahn?

35–40 Jahre

24. Wie viele Junge be­kommt ein Orang-​Utan-​Weibchen im Laufe sei­nes Le­bens?

durch­schnitt­lich drei Jung­tie­re

25. Wie viele Orang-​Utans gibt es im Mo­ment nur noch?

20–25000

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Text: Orang-​Utans

Der Orang-​Utan ist ein Säu­ge­tier und ge­hört mit Schim­pan­sen, Bo­no­bos und Go­ril­las zur Fa­mi­lie der gro­ßen Men­schen­af­fen.



Da seine Erb­infor­ma­ti­o­nen denen des Men­schen zu 97 Pro­zent glei­chen, ist der Orang-​Utan einer un­se­rer nächs­ten Ver­wand­ten.

Der Name Orang-​Utan kommt aus dem Ma­lai­i­schen und be­deu­tet „Mensch“ (Orang) und „Dschun­gel“ (Utan).



Sein Le­bens­raum ist der Re­gen­wald in Ma­lay­sia. Dort hält er sich am liebs­ten oben in den dich­ten Baum­kro­nen auf.



Es gibt zwei un­ter­schied­li­che Arten von Orang-​Utans. Die eine lebt auf Bor­neo und die an­de­re auf Su­ma­tra.

Orang-​Utans sind 90 – 140 cm groß. Ein aus­ge­wach­se­nes Männ­chen kann bis zu 100 kg wie­gen. Die Weib­chen wie­gen zwi­schen 35 und 55 kg.

Ihre aus­ge­streck­ten Arme kön­nen bis zu zwei Meter mes­sen. Von allen Af­fen­ar­ten haben sie die längs­ten Arme.



Orang-​Utans haben einen oran­ge­ro­ten lan­gen, zot­te­li­gen Pelz, der auf den Armen und Schul­tern bis zu 50 cm lang sein kann.



Ihr Ge­sicht, der große Kehl­sack sowie die Hand­flä­chen und Fuß­soh­len sind un­be­haart.

An­ders als an­de­re Af­fen­ar­ten haben Orang-​Utans kei­nen Schwanz. Auf­fäl­lig sind die gro­ßen, aus fes­tem Bin­de­ge­we­be be­stehen­den Ba­cken­wüls­te und Kehl­sä­cke.



Die Orang-​Utans klet­tern am liebs­ten in den Baum­kro­nen herum. Sprün­ge von einem Baum zum an­de­ren sind sel­ten. Viel lie­ber klet­tern sie erst rück­wärts an einem Baum her­un­ter und lau­fen dann über den Boden zu einem an­de­ren. Am Boden kön­nen sie so­wohl auf­recht als auch auf allen vie­ren lau­fen.





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Orang-​Utans essen in der Wild­nis vor allem Früch­te. Aber auch Blät­ter, Baum­rin­de, Blü­ten, In­sek­ten, Honig und Vo­gel­ei­er ste­hen auf dem Spei­se­plan. In Zoos fres­sen sie auch Fleisch, wenn es ihnen be­reit­ge­stellt wird.



Aus­ge­wach­se­ne Orang-​Utans leben eher als Ein­zel­gän­ger oder in losen Fa­mi­li­en und ver­brin­gen die meis­te Zeit mit Essen und Schla­fen. Auf der Nah­rungs­su­che wan­dern sie täg­lich ein bis zwei Ki­lo­me­ter durch den Re­gen­wald. Abends bauen sie sich in­ner­halb we­ni­ger Mi­nu­ten Schlaf­nes­ter aus Ästen und Zwei­gen, die einen Durch­mes­ser von 60 – 100 cm haben kön­nen.

Sie ver­stän­di­gen sich durch lau­tes Rufen und Bel­len. Die Töne, die die Männ­chen von sich geben, nennt man „Long-​Call“. Man kann sie bis zu einem Ki­lo­me­ter weit hören. Ge­füh­le wie Glück, Angst und Wut kennt ein Orang-​Utan eben­so wie Auf­re­gung und Trau­er.

Orang-​Utans sind sehr in­tel­li­gent und haben ein gutes Ge­dächt­nis. So kön­nen sie sich an Orte mit be­son­ders le­cke­ren Früch­ten er­in­nern und dort­hin zu­rück­fin­den.

Um Ter­mi­ten aus Baum­höh­len zu holen, be­nut­zen sie Zwei­ge als Werk­zeu­ge. Blät­ter ver­wen­den sie als Trink­be­häl­ter und Re­gen­schutz.

Orang-​Utans sind mit etwa 10 bis 14 Jah­ren ge­schlechts­reif. Nach 230 bis 260 Tagen wird ein ein­zel­nes Jun­ges ge­bo­ren. Das Junge bleibt bis zur Ge­schlechts­rei­fe bei der Mut­ter und lernt von ihr alles, was es für ein selbst­stän­di­ges Leben braucht. In Frei­heit wird ein Orang-​Utan 35 bis 40 Jahre alt.



Ein Orang-​Utan-​Weibchen be­kommt in sei­nem Leben durch­schnitt­lich drei Junge.

Diese nied­ri­ge Ge­bur­ten­ra­te, die Zer­stö­rung der Re­gen­wäl­der und das il­le­ga­le Fan­gen der Tiere für pri­va­te Haus­hal­te haben dazu ge­führt, dass sie stark vom Aus­ster­ben be­droht sind. Heute sind sie zwar ge­schützt, doch ihr Le­bens­raum ist durch den Men­schen noch immer stark be­droht. Au­ßer­dem hal­ten sich Ein­hei­mi­sche lei­der noch immer häu­fig ein Orang-​Utan-​Baby als Kindersatz.



Zur Er­beu­tung der Jung­tie­re wird häu­fig die Mut­ter, wenn nicht gar die ganze Fa­mi­lie ge­tö­tet. Nach Un­ter­su­chun­gen soll es ver­mut­lich nur noch 20 – 25000 Orang-​Utans im Re­gen­wald geben.

Gemeinsam Texte lesen und verstehen

von M.Schmidtpott

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