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  • Inhaltsangabe - Übungstext "Stressfaktor Weihnachten"
  • Egle-www.teachsam.de
  • 06.10.2016
  • Deutsch
  • 8, 9, 10, 1. Lehrjahr, 2. Lehrjahr, 3. Lehrjahr
  • https://www.tutory.de/w/007bb750

    Stressfaktor Weihnachten

    Gert Egle





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    Noch hängt der Badenanzug draußen auf der Leine und dem Schlauchboot für die Kleinen ist der Stöpsel noch nicht gezogen, das liegen In den Supermärkten schon wieder Spekulatius und Lebkuchen in den Regalen. Noch ist nicht Hauptsaison für die richtigen Christstollen, aber Christstollen-Minis - davon kann man echt süchtig werden! - versüßen einem schon den Weg in die hereinbrechende besinnlich-stressige Zeit. Bikini-Figur ade! So hat denn alles seine Zeit.

    Offiziell startet die Vorweihnachtszeit natürlich erst am ersten Advent. Aber der Countdown für den Handel und weitsichtige Weihnachtsshopper hat wahrscheinlich schon längst begonnen. Wer schlau war, hat auf einer seiner Urlaubsreisen in die USA schon schon an einem schwülen Sommerabend in einem der Christmas-Stores zugeschlagen und im Dutzend diese unglaublich schönkitschigen Weihnachtsbaumanhänger zu Preisen, die eigentlich jeden ins Schleudern bringen müssten, gekauft, verzollt und in Merry-Christmas-Papier verpackt unterm Bett versteckt.

    Der Endspurt beginnt am 1. Advent. Plötzlich schießen sie wie Pilze aus dem Boden: Weihnachtsmärkte, auf denen heute mehr Liter Glühwein getrunken werdeb, als Weihnachtsplätzchen überhaupt entdeckt werden können. Bei allem, was heute da zum Kauf angeboten wird, kommt auch der schlimmste Weihnachtsmuffel bis zum Heiligen Abend Selbstgezogenes, Handgemachtes, in Kinderarbeit Gefertigtes aus Fernost für seine Liebsten eingekauft.

    Und zu Hause? Im Advent geht es auch noch in vielen Küchen auf die Zielgerade. Während sich Papa ganz langsam mit der Frage beschäftigt, wie er den noch größer als vergangenes Jahr geplanten Weihnachtsbaum auf dem Dach seines neuen Audi befestigen soll, geht es für Mama in der Küche rund. Plätzchen backen, dekorieren, Geschenke besorgen - die Liste scheint manchem schier endlos.

    Und das Ganze hinterlässt auch Spuren:Die Techniker Krankenkasse hat 2013 vom Forsa-Institut eine reprsäentative Stressstudie mit 1.000 Befragten durchgeführt. Das Ergebnis vorweg: Für einen großen Teil der Menschen ist Weihnachten und das ganze Drumherum Stress pur.

    Zwar sagen sechs von zehn Berufstätigen in Deutschland, dass die Weihnachtszeit eine schöne Gelegenheit zum Abschalten ist, aber fast 30 Prozent geben an, dass die Feiertage trotz der Auszeit von der Arbeit Stress bedeuten. Jeder zehnte meint sogar, dass schon der bloße Gedanke an die anstehenden Weihnachtsvorbereitungen Stress verursacht. Vor allem Alleinerziehende und die sogenannte "Sandwichgeneration", die, wie die TK-Studie zeigt, generell den höchsten Stresslevel haben, empfinden die Feiertage als regelrechte Strapaze. Und bei den 36- bis 45-Jährigen ist für fast 40 Prozent das Weihnachtsfest Stress, bei den Alleinerziehenden ist es sogar die Hälfte. Das liegt oft daran, dass sie das Fest für die Familie ausrichten und sich um Kinder und Großeltern kümmern. Insgesamt ist Weihnachtsstress immer noch eher Frauensache. Jede dritte Frau gibt an, Weihnachtsstress zu haben, während das bei den Männern nur knapp jeder vierte tut.Grundsätzlich freilich müssen solche Festtagen keine Frusttage werden, wenn man die eigenen Ansprüche herunterschraubt. Statt alles allein zu machen, weil man es angeblich allein eben am besten kann, sollte man die Vorbereitungen auf viele Schultern verteilen. Vielleicht ist es auch bessern, wenn das Menü kleiner ausfällt und nicht zur Festtagsküchen- und Kalorienschlacht ausartet. Trotz Familie und allem geselligen Beisammensein: Jeder sollte sich auch Zeit für sich selbst nehmen. Man muss sich das aber auch zugestehen und - auch gegen überzogenen Erwartungen der Lieben - durchsetzen.Immerhin: Auch der Anteil derer, die positive Energie daraus ziehen, wenn Familie und Freunde zu Weihnachten zusammenkommen, liegt bei Frauen mit 72 Prozent höher als bei Männern mit 62 Prozent.

    Noch hängt der Badenanzug draußen auf der Leine und dem Schlauchboot für die Kleinen ist der Stöpsel noch nicht gezogen, das liegen In den Supermärkten schon wieder Spekulatius und Lebkuchen in den Regalen. Noch ist nicht Hauptsaison für die richtigen Christstollen, aber Christstollen-Minis - davon kann man echt süchtig werden! - versüßen einem schon den Weg in die hereinbrechende besinnlich-stressige Zeit. Bikini-Figur ade! So hat denn alles seine Zeit.

    Offiziell startet die Vorweihnachtszeit natürlich erst am ersten Advent. Aber der Countdown für den Handel und weitsichtige Weihnachtsshopper hat wahrscheinlich schon längst begonnen. Wer schlau war, hat auf einer seiner Urlaubsreisen in die USA schon schon an einem schwülen Sommerabend in einem der Christmas-Stores zugeschlagen und im Dutzend diese unglaublich schönkitschigen Weihnachtsbaumanhänger zu Preisen, die eigentlich jeden ins Schleudern bringen müssten, gekauft, verzollt und in Merry-Christmas-Papier verpackt unterm Bett versteckt.

    Der Endspurt beginnt am 1. Advent. Plötzlich schießen sie wie Pilze aus dem Boden: Weihnachtsmärkte, auf denen heute mehr Liter Glühwein getrunken werdeb, als Weihnachtsplätzchen überhaupt entdeckt werden können. Bei allem, was heute da zum Kauf angeboten wird, kommt auch der schlimmste Weihnachtsmuffel bis zum Heiligen Abend Selbstgezogenes, Handgemachtes, in Kinderarbeit Gefertigtes aus Fernost für seine Liebsten eingekauft.

    Und zu Hause? Im Advent geht es auch noch in vielen Küchen auf die Zielgerade. Während sich Papa ganz langsam mit der Frage beschäftigt, wie er den noch größer als vergangenes Jahr geplanten Weihnachtsbaum auf dem Dach seines neuen Audi befestigen soll, geht es für Mama in der Küche rund. Plätzchen backen, dekorieren, Geschenke besorgen - die Liste scheint manchem schier endlos.

    Und das Ganze hinterlässt auch Spuren:Die Techniker Krankenkasse hat 2013 vom Forsa-Institut eine reprsäentative Stressstudie mit 1.000 Befragten durchgeführt. Das Ergebnis vorweg: Für einen großen Teil der Menschen ist Weihnachten und das ganze Drumherum Stress pur.

    Zwar sagen sechs von zehn Berufstätigen in Deutschland, dass die Weihnachtszeit eine schöne Gelegenheit zum Abschalten ist, aber fast 30 Prozent geben an, dass die Feiertage trotz der Auszeit von der Arbeit Stress bedeuten. Jeder zehnte meint sogar, dass schon der bloße Gedanke an die anstehenden Weihnachtsvorbereitungen Stress verursacht. Vor allem Alleinerziehende und die sogenannte "Sandwichgeneration", die, wie die TK-Studie zeigt, generell den höchsten Stresslevel haben, empfinden die Feiertage als regelrechte Strapaze. Und bei den 36- bis 45-Jährigen ist für fast 40 Prozent das Weihnachtsfest Stress, bei den Alleinerziehenden ist es sogar die Hälfte. Das liegt oft daran, dass sie das Fest für die Familie ausrichten und sich um Kinder und Großeltern kümmern. Insgesamt ist Weihnachtsstress immer noch eher Frauensache. Jede dritte Frau gibt an, Weihnachtsstress zu haben, während das bei den Männern nur knapp jeder vierte tut.Grundsätzlich freilich müssen solche Festtagen keine Frusttage werden, wenn man die eigenen Ansprüche herunterschraubt. Statt alles allein zu machen, weil man es angeblich allein eben am besten kann, sollte man die Vorbereitungen auf viele Schultern verteilen. Vielleicht ist es auch bessern, wenn das Menü kleiner ausfällt und nicht zur Festtagsküchen- und Kalorienschlacht ausartet. Trotz Familie und allem geselligen Beisammensein: Jeder sollte sich auch Zeit für sich selbst nehmen. Man muss sich das aber auch zugestehen und - auch gegen überzogenen Erwartungen der Lieben - durchsetzen.Immerhin: Auch der Anteil derer, die positive Energie daraus ziehen, wenn Familie und Freunde zu Weihnachten zusammenkommen, liegt bei Frauen mit 72 Prozent höher als bei Männern mit 62 Prozent.

    (aus: Nordzeitung, 20.9.2016)*

    *Erscheinungsort und -datum frei erfunden

    Arbeitsanregungen:

    1. Verfassen Sie eine Inhaltsangabe zum Text.

    2. Welche Möglichkeiten sehen Sie, die Weihnachtszeit stressfrei zu gestalten?