• Der Allgemeine Deutsche Frauenverein Variante B
  • anonym
  • 03.04.2020
  • Geschichte
  • 7
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  • Der Allgemeine Deutsche Frauenverein

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    Auf der rechten Seite siehst du eine Zeichnung aus der Zeitschrift Die Gartenlaube.

    Beschreibe die Bildquelle Q1.
    Q1: Auguste Schmidt und Louise Otto-Peters,die beiden Vorsteherinnen des deutschen Frauenvereins, Die Gartenlaube, Die Frauenbewegung in Deutschland von F.v.D., Heft 49, 1871.

    Hinweis

    Du kannst das Hilfsmaterial Bildquellenanalyse verwenden.

    M1: Die Frauenbewegung und der Allgemeine Deutsche Frauenverein





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    Die Frauenbewegung in Deutschland entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als eine Folge von Bürgerrechts- und Revolutionsbewegungen. Louise Otto-Peters gilt als Gründerin der deutschen Frauenbewegung. In der von ihr gegründeten deutschen Frauen-Zeitung wurde bereits das Frauenwahlrecht als Hauptforderung diskutiert. 1859 wurde diese Zeitung verboten. Weitere Vertreterinnen der Frauenbewegung waren Auguste Schmidt und Henriette Goldschmidt.
    Das Ziel der Frauenbewegung war das Recht der Frauen auf bessere Berufs-und Bildungschancen. Diese Dinge sollten dabei nicht der Frau selbst dienen, sondern der gesamten Gesellschaft und außerdem ein finanziell von Männern unabhängiges Leben ermöglichen. Die bürgerlichen Frauen hatten bis dahin nur Möglichkeiten, die Berufe der Lehrerin, Gouvernante, Gesellschafterin und Heimarbeiterin auszuüben. Das Abitur abzulegen, sowie das Universitätsstudium wurde den Frauen verwehrt.
    Am 18. Oktober 1865 wurde in Leipzig das erste Mal eine Frauenkonferenz abgehalten, bei welcher der Allgemeine Deutsche Frauenverein (kurz: ADF) gegründet wurde. Ziele dieses Vereins waren bessere Bildungschancen (Öffnung neuer Bildungswege wie Universitäten) und das Recht auf Erwerbstätigkeit bzw. Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt. Sie forderten außerdem gleiche Löhne wie für Männer im jeweiligen Beruf, sowie die Errichtung von Industrie- und Handelsschulen für Mädchen. Der Allgemeine Deutsche Frauenverein beschäftigte sich außerdem mit Mutterschutz, rechtlicher Gleichstellung, Frauenwahlrecht und Arbeiterinnenschutz. Der ADF spielte als Träger der Frauenbewegung eine große Rolle, da in diesem immer wieder neue Rechte für Frauen diskutiert wurden und sein Gründungsdatum als offizieller Beginn der organisierten Frauenbewegung in Deutschland angesehen wird. Als erste Vorsitzende wurde Louise Otto-Peters bestimmt. Männer besaßen im ADF nur ein beratendes Stimmrecht, konnten jedoch keine Vollmitglieder werden. 1865/66 wurde schließlich die Zeitschrift „Neue Bahnen“ gegründet, die zu einem wichtigen Sprachrohr der deutschen Frauenbewegung wurde. Die Zahl der Mitglieder des ADFs lag 1870 bei 10.000.
    1894 schlossen sich schließlich viele der gegründeten Frauenvereine zum „Bund Deutscher Frauenvereine“ zusammen.

    M1: Die Frauenbewegung und der Allgemeine Deutsche Frauenverein

    Die Frauenbewegung in Deutschland entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als eine Folge von Bürgerrechts- und Revolutionsbewegungen. Louise Otto-Peters gilt als Gründerin der deutschen Frauenbewegung. In der von ihr gegründeten deutschen Frauen-Zeitung wurde bereits das Frauenwahlrecht als Hauptforderung diskutiert. 1859 wurde diese Zeitung verboten. Weitere Vertreterinnen der Frauenbewegung waren Auguste Schmidt und Henriette Goldschmidt.
    Das Ziel der Frauenbewegung war das Recht der Frauen auf bessere Berufs-und Bildungschancen. Diese Dinge sollten dabei nicht der Frau selbst dienen, sondern der gesamten Gesellschaft und außerdem ein finanziell von Männern unabhängiges Leben ermöglichen. Die bürgerlichen Frauen hatten bis dahin nur Möglichkeiten, die Berufe der Lehrerin, Gouvernante, Gesellschafterin und Heimarbeiterin auszuüben. Das Abitur abzulegen, sowie das Universitätsstudium wurde den Frauen verwehrt.
    Am 18. Oktober 1865 wurde in Leipzig das erste Mal eine Frauenkonferenz abgehalten, bei welcher der Allgemeine Deutsche Frauenverein (kurz: ADF) gegründet wurde. Ziele dieses Vereins waren bessere Bildungschancen (Öffnung neuer Bildungswege wie Universitäten) und das Recht auf Erwerbstätigkeit bzw. Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt. Sie forderten außerdem gleiche Löhne wie für Männer im jeweiligen Beruf, sowie die Errichtung von Industrie- und Handelsschulen für Mädchen. Der Allgemeine Deutsche Frauenverein beschäftigte sich außerdem mit Mutterschutz, rechtlicher Gleichstellung, Frauenwahlrecht und Arbeiterinnenschutz. Der ADF spielte als Träger der Frauenbewegung eine große Rolle, da in diesem immer wieder neue Rechte für Frauen diskutiert wurden und sein Gründungsdatum als offizieller Beginn der organisierten Frauenbewegung in Deutschland angesehen wird. Als erste Vorsitzende wurde Louise Otto-Peters bestimmt. Männer besaßen im ADF nur ein beratendes Stimmrecht, konnten jedoch keine Vollmitglieder werden. 1865/66 wurde schließlich die Zeitschrift „Neue Bahnen“ gegründet, die zu einem wichtigen Sprachrohr der deutschen Frauenbewegung wurde. Die Zahl der Mitglieder des ADFs lag 1870 bei 10.000.
    1894 schlossen sich schließlich viele der gegründeten Frauenvereine zum „Bund Deutscher Frauenvereine“ zusammen.

    Text von Lydia Franke
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    Vervollständige folgenden Lückentext mithilfe M1 und dem Wortspeicher.

    Als Begründerin der deutschen Frauenbewegung gilt . Andere Vertreterinnen waren Auguste Schmidt und . Die Frauen in Deutschland hatten bisher nur die Möglichkeit Berufe wie z.B. Gouvernante oder zu erlernen.
    Ziel der Frauenbewegung war einerseits das Recht der Frauen auf Arbeit und , sowie die damit verbundene finanzielle von den Männern. Der Allgemeine Deutsche Frauenverein wurde am in Leipzig auf einer Frauenkonferenz gegründet. Erste Vorsitzende wurde Louise Otto-Peters. Männer waren keine Vollmitglieder im ADF. Die Mitglieder forderten unter anderem die gleichen Löhne wie für Männer in den jeweiligen Berufen, sowie auf dem Arbeitsmarkt.
    1894 schlossen sich viele Frauenvereine schließlich zum
    “ zusammen.

    Wortspeicher

    Bund Deutscher Frauenvereine, Louise Otto-Peters, Chancengleichheit, Henriette Goldschmidt, Bildung, Lehrerin, 18. Oktober 1865, Unabhängigkeit

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    Versetze dich in das Jahr 1865. Du bist Mitglied des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins (ADF) und möchtest neue Mitglieder anwerben.

    Erstelle ein Flugblatt. welches Frauen dazu einladen soll, dem ADF beizutreten.
    Übertrage dazu dein Wissen aus Aufgabe 2 und dem Informationstext M1.

    Nutze das Arbeitsblatt Mein Flugblatt des ADF.
    Hinweis

    - Wer soll angesprochen werden?
    - Wofür wird geworben?
    - Was soll vermittelt werden? Was sind die Ziele des ADF?
    - Warum sollte man beitreten?

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    Bewerte die Bedeutung des ADF für den Fortschritt der Emanzipation der Frauen in Deutschland bis heute.