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  • Visualisieren - Ursache-Wirkungszusammenhänge
  • Egle-www.teachsam.de
  • 23.11.2016
  • Fachhochschulreife, Allgemeine Hochschulreife, Mittlere Reife, Berufsschulabschluss
  • Deutsch, Geschichte
  • 10, 11, 12, 2. Lehrjahr, 3. Lehrjahr, B2, C1
  • https://www.tutory.de/w/07a162e0

    Strukturbild gestalten ganz konkret

    Ursache-Wirkungszusammenhänge in einem Strukturbild visualisieren

    Strukturbilder oder Strukturskizzen sind wichtige Gestaltungselemente beim Visualisieren und bei der Präsentation. Es gibt für ihre konkrete Gestaltung keine festen Regeln und im Allgemeinen auch keine standardisierten Formen.

    Unabhängig davon, ob man ein freies Strukturbild oder das Strukturbild zu einem Text gestalten will, können bestimmte Schemata helfen, Ursache-Wirkungszusammenhänge zu veranschaulichen. Dabei verstehen sich diese Schemata lediglich als Angebote, die je nach Erfodernissen jederzeit abgeändert und entsprechend angepasst werden können.

    1. Problem - Ursachen - Folgen

    Viele Texte, die sich mit gesellschaftlichen Problemen befassen, stellen die Sachverhalte mit ihren Ursachen, ihren konkreten Erscheinungsformen und Folgen dar.

    Diese drei Aspekte können in einer einfachen Visualisierung dargestellt werden. Sie umfasst 3 Textboxen, die für die Aufnahme von Einzelpunkten in aufgelisteter Form genutzt werden. Die Beziehung der Aspekte wird mit Pfeilen ausgedrückt.

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    2. Problem - Ursachen - Akteure - Folgen - Maßnahmen

    Viele Texte, die sich mit gesellschaftlichen Problemen befassen, stellen die Sachverhalte in größerer Komplexität dar. Dabei gehören zur Darstellung der komplexen Zusammenhänge eine Reihe von Aspekten oder Faktoren, die auch beim Visualisieren eines Textes berücksichtigt werden müssen. Wenn sich ein Text z.B. mit dem Problem des Vandalismus, d. h. der mutwilligen Zerstörung von öffentlichem und privatem Eigentum befasst, wird er sich unter Umständen darüber auslassen,

    • welche Ursachen das Problem hat,

    • wer bzw. welche Personen das Problem bereiten,

    • was das Problem ausmacht,

    • welche Folgen das Problem hat, und

    • mit welchen Maßnahmen man zur Lösung des Problems vorgehen kann.

    Je nach Text, der jeweiligen Entfaltung des Themas und der Schwerpunktsetzung, kann die Visualisierung, die sowohl die wesentlichen Aussagen als auch die Strukturen eines Textes umfassen muss, unterschiedlich ausfallen.

    Meist jedoch lässt sich eine logische Struktur in der Darstellung der Ursache-Wirkungszusammenhänge in einem Strukturbild oder einer Strukturskizze veranschaulichen.

    • Dabei folgt die Visualisierung nicht unbedingt dem Text, dem Vor- und Nacheinander der Gesichtspunkte, wie sie dort entfaltet sind.

    • Sie versucht stattdessen die jeweils unter einem bestimmten Aspekt/Oberbegriff Inhalte oder Sachverhalte bei der Gestaltung des Schaubildes selbst zu strukturieren.

    Das erklärt auch den Umstand, dass die Visualisierung eines Textes nicht einfach eine dem Textverlauf folgende Kurzzusammenfassung mit Visualisierungselementen (z. B. Pfeile oder Kästchen) darstellt, sondern eine eigenständige Erfassung und Umsetzung des Textes in ein Strukturbild sein muss.

    a) Wenn die Maßnahmen besonders wichtig und differenziert erfolgen sollen

    Mit dem nebenstehenden Schema wird neben den Apekten Problem, Ursachen, Akteure, Folgen insbesondere versucht zu veranschaulichen, dass Maßnahmen, die gegen das Problem ergriffen werden sollen, auf drei verschiedene Aspekte zielen können

    • Ursachenbekämpfung

    • Maßnahmen gegen die Akteure

    • Maßnahmen gegen die Folgen des Problems

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    b) Wenn die Maßnahmen besonders wichtig und noch differenzierter erfolgen sollen

    Mit dem nebenstehenden Schema wird neben den Apekten Problem, Ursachen, Akttuere, Folgen insbesondere versucht zu veranschaulichen, dass Maßnahmen, die gegen das Problem ergriffen werden sollen, auf drei verschiedene Aspekte zielen können

    • Ursachenbekämpfung

    • Maßnahmen gegen die Akteure

    • Maßnahmen gegen die Folgen des Problems

    Dabei werden aber durch die differenzierte Darstellung der Folgen des Problems/Sachverhalts diie Maßnahmen noch einmal weiter differenziert.

    Entwürfe müssen sein

    Ohne, u. U. auch mehrere skizzierte Entwürfe kann eine gute Visualisierung kaum gelingen. Dabei muss die Raumaufteilung und die Kästchengröße und ähnliches ausprobiert werden, um herauszufinden, ob sie den dfür vorgesehenen Text auch aufnehmen können, ohne dass die Gesamtdarstellung "gesprengt" wird. Ggf. muss der Kästchentext weiter "verdichtet" werden.

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    c) Wenn die Maßnahmen mit ihren Ansatzpunkten im Mittelpunkt stehen

    Natürlich ist man bei der Gestaltung des Strukturbildes weitgehend frei. Sie hängt auch immer davon ab, welche Gesichtspunkjte, z. B,. in einem Text besonders wichtig ist bzw. vom Gestalter des Strukturbildes für besonders wichtig gehalten werden.

    Das vorstehende Modell versucht mit einfachen Mitteln einen komplexen Ursache-Wirkungszusammen- hang darzustellen.

    • Dabei steht der Sachverhalt (was), um den es geht, bewusst in der Mitte, während sich die Akteure (wer) (Verursacher etc.) und die Ursachen (warum) oberhalb befinden.

    • Die Auswirkungen auf bestimmte Personen (wen) (z. B. Betroffene, Opfer o. ä.) oder Sachobjekte (was) und die allgemeinen gesellschaftlichen Folgen stehen unterhalb des Sachverhalts bzw. Problems.

    • Auf der rechten Seite sind die Maßnahmen platziert, mit denen auf die unterschiedlichen Aspekte eingewirkt werden kann. Dies hat den Vorteil, dass Maßnahmen zur Abhilfe nicht nur ganz allgemein aufgelistet werden, sondern auch dahin verweisen, wo sie jeweils ansetzen sollen.