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  • Argumentieren - Partnerschaftliches Argumentieren
  • Egle-www.teachsam.de
  • 23.11.2016
  • Deutsch
  • 10, 11, 1. Lehrjahr, 2. Lehrjahr, 3. Lehrjahr, B2, C1
  • https://www.tutory.de/w/13215270

    Argumentieren ganz konkret

    Partnerschaftlich argumentieren

    Konsens und Kompromiss statt Sieg oder Niederlage

    Wie man mit seinem Gesprächspartner beim Streiten über Sachverhalte umgeht, kann partnerschaftlich oder nichtpartnerschaftlich sein. Die Einstellung gegenüber dem Gesprächs-partner kann man als Partnerorientierung bezeichnen. Die Partnerorientierung kann dabei auf Einverständnis (Konsens) oder auf Sieg bzw. Niederlage ausgerichtet sind.

    Partnerschaftliches Argumentieren
    strebt Konsens an

    Partnerschaftliches Argumen-tieren ist - aller Strittigkeit des Argumentationsthemas zum Trotz - prinzipiell am Konsensmodell orientiert und geht von folgenden partnerschaftlichen Prinzipien der Argumentation aus:

    • Einverständnis (Konsens) und Kompromiss sind Idealziele des partnerschaftlichen Argumentierens. Allerdings kann eine partnerschaftlich geführte Auseinandersetzung auch damit enden, dass Standpunkte gegeneinander abgegrenzt werden.

    • Damit ein Einverständnis erzielt werden kann, muss nach Lösungen gesucht werden, die von allen Beteiligten getragen werden können.

    • Um die Idealziele zu erreichen, soll der Gesprächspartner im Rahmen der argumentativen Auseinandersetzung überzeugt werden.

    • Voraussetzung dafür ist die Bereitschaft, den anderen als Gesprächspartner mit eigenen Vorstellungen, Auffassungen und Meinungen zu akzeptieren.

    • Der jeweilige Gesprächspartner darf nicht um jeden Preis überredet oder mundtot gemacht werden. Ebenso wenig darf man ihm gegen seine ausdrücklich aritkulierten Interessen eine andere Meinung "unterjubeln" (suggerieren). Der rhetorische Giftschrank bleibt beim partnerschaftlichen Argumentieren zu!

    • Aber auch beim partnerschaftlichen Argumentieren darf und soll über ein Thema "gestritten" werden. Man darf also stets

      • die Richtigkeit von Argumenten bestreiten oder

      • die Genauigkeit von Argumente bezweifeln ...

    Besonders wichtig für das partnerschaftliche Argumentieren ist aber die Bereitschaft, den anderen überhaupt zu Wort kommen zu lassen, und die Bereitschaft und Fähigkeit, dem anderen zuzuhören.

    Arbeitsanregungen

    Arbeitsanregungen

    1. Zeigen Sie die Bedeutung der Prinzipien einer partnerschaftlichen Kommunikation an geeigneten Beispielen auf.

    2. Welche Erfahrungen haben Sie selbst mit partnerschaftlichem und nichtpartnerschaftlichem Argumentieren gemacht?