• Preisbildung auf dem Markt (Zusammenfassung)
  • eule.neunmalklug
  • 14.04.2020
  • Fachhochschulreife, Berufsschulabschluss
  • Wirtschaft, Beruf und Wirtschaft, Volkswirtschaft
  • 11, 2. Lehrjahr
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  • Klasse FB Wirtschaft

    1
    Grundlagen

    Markt

    = Ort des Zusammentreffens von Angebot & Nachfrage

    = Ort der Preisbildung

    Marktarten:

    a) nach Art der gehandelten Güter

    • Gütermärkte (Produktions- /Investitionsgütermarkt; Konsumgütermarkt)
    • Faktormärkte (Arbeitsmarkt; Immobilienmarkt; Kapitalmarkt)

    b) nach Anzahl der Marktteilnehmer

    • Monopol (1 Anbieter, viele Nachfrager)
    • Oligopol (wenige Anbieter, viele Nachfrager)
    • Polypol (viele Anbieter, viele Nachfrager)
    Schema der Marktarten

    c) nach staatlicher Beeinflussung

    • freie Märkte
    • regulierte Märkte

    d) nach dem Marktzutritt

    • offene Märkte
    • geschlossene Märkte (Börse)

    e) nach Raum und Zeit

    • zentralisierter Markt
    • dezentralisierter Markt
  • Klasse FB Wirtschaft

    Marktformen:

    vollkommene Markt (Marktmodell)

    Bedingungen:

    1. Homogenität der Güter (alle Güter sind gleich)
    2. Kunde hat keine Präferenzen (Vorlieben)
    3. vollständige Markttransparenz
    4. unendlich schnelle Reaktionsgeschwindigkeit

    -> Folge: Einheitspreise auf dem Markt

    unvollkommene Markt (Realität)

    • mind. 1 Bedingung des vollkommenen Marktes ist nicht erfüllt

    2
    Bestimmungsfaktoren der Nachfrage

    Ziel: Nutzungsmaximierung

    1
    Dringlichkeit der Bedürfnisbefriedigung
    Je dringender ein Bedürfnis befriedigt werden soll, desto höher ist der Preis,
    den man zu zahlen bereit ist.
    1. Gossensche Gesetz (=Sättigungsgesetz)

    Der Nutzen eines Gutes nimmt mit zunehmender Befriedigung ab, bis die Sättigung erreicht ist.

    2
    Höhe des verfügbaren Einkommens
    Einkommen nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungen
    3
    Preis des Gutes
    Je höher der Preis des Gutes, desto niedriger die nachgefragte Menge!
    N=f(p)\gdef\cloze#1{\colorbox{none}{\color{transparent}{\large{$\displaystyle #1$}}}} N = f(p)

    Nachfrage N

  • Klasse FB Wirtschaft

    Messung der Reaktion von N auf Preisänderungen

    -> Elastizität der Nachfrage

    ε=prozentualeMengena¨nderungprozentualePreisa¨nderung=ΔmΔp\gdef\cloze#1{\colorbox{none}{\color{transparent}{\large{$\displaystyle #1$}}}} \varepsilon = \frac{prozentuale Mengenänderung}{prozentuale Preisänderung}=\frac{\Delta m}{\Delta p}
    ε=1\gdef\cloze#1{\colorbox{none}{\color{transparent}{\large{$\displaystyle #1$}}}} \varepsilon = 1

    = proportional elastische Nachfrage (isoelastisch)

    Δp=Δm\gdef\cloze#1{\colorbox{none}{\color{transparent}{\large{$\displaystyle #1$}}}} \Delta p = \Delta m
    ε<1\gdef\cloze#1{\colorbox{none}{\color{transparent}{\large{$\displaystyle #1$}}}} \varepsilon < 1

    = unelastische Nachfrage

    Δp>Δm\gdef\cloze#1{\colorbox{none}{\color{transparent}{\large{$\displaystyle #1$}}}} \Delta p > \Delta m
    ε>1\gdef\cloze#1{\colorbox{none}{\color{transparent}{\large{$\displaystyle #1$}}}} \varepsilon > 1

    = elastische Nachfrage

    Δp<Δm\gdef\cloze#1{\colorbox{none}{\color{transparent}{\large{$\displaystyle #1$}}}} \Delta p < \Delta m
    ε=\gdef\cloze#1{\colorbox{none}{\color{transparent}{\large{$\displaystyle #1$}}}} \varepsilon = \infin

    = vollkommen elastische N (unendlich)

    Δm=\gdef\cloze#1{\colorbox{none}{\color{transparent}{\large{$\displaystyle #1$}}}} \Delta m = \infin
    ε=0\gdef\cloze#1{\colorbox{none}{\color{transparent}{\large{$\displaystyle #1$}}}} \varepsilon = 0

    = vollkommen unelastische N (starr)

    Δp=\gdef\cloze#1{\colorbox{none}{\color{transparent}{\large{$\displaystyle #1$}}}} \Delta p = \infin
    4
    Preis anderer Güter
    • Komplementärgüter
      steigt der Preis von Gut A, sinkt die Menge vom Komplementärgut B
      Kreuzpreiselastizität ist negativ

    • Substitutionsgüter
      steigt der Preis von Gut A, steigt die Menge vom Substitutionsgut B
      Kreuzpreiselastizität ist positiv

    • Indifferente Güte
      ändert sich der Preis von Gut A, bleibt die Menge vom Indifferenten Gut B konstant
      Kreuzpreiselastizität beträgt Null
  • Klasse FB Wirtschaft

    3
    Bestimmungsfaktoren des Angebots

    Ziel: Gewinnmaximierung

    1
    Kostenfaktor (der Produktionsfaktoren)

    • variable Kosten (Kvar)
    • fixe Kosten (Kfix)
    • Kgesamt = Kfix + Kvariabel
    • An Produktionskapazitätsgrenze
      wird Gewinnmaximum erreicht
      -> Gesetz der Massenproduktion
    2
    auf dem Markt erzielbare Preis für ein Gut
    Je höher der Preis auf dem Markt, desto größer die angebotene Menge!

    Elastizität des Angebots

    ε=prozentualeMengena¨nderungprozentualePreisa¨nderung=ΔmΔp\gdef\cloze#1{\colorbox{none}{\color{transparent}{\large{$\displaystyle #1$}}}} \varepsilon = \frac{prozentuale Mengenänderung}{prozentuale Preisänderung}=\frac{\Delta m}{\Delta p}
    ε=1\gdef\cloze#1{\colorbox{none}{\color{transparent}{\large{$\displaystyle #1$}}}} \varepsilon = 1

    = proportional elastisches Angebot

    Δp=Δm\gdef\cloze#1{\colorbox{none}{\color{transparent}{\large{$\displaystyle #1$}}}} \Delta p = \Delta m
    ε<1\gdef\cloze#1{\colorbox{none}{\color{transparent}{\large{$\displaystyle #1$}}}} \varepsilon < 1

    = unelastisches Angebot

    Δp<Δm\gdef\cloze#1{\colorbox{none}{\color{transparent}{\large{$\displaystyle #1$}}}} \Delta p < \Delta m
    ε>1\gdef\cloze#1{\colorbox{none}{\color{transparent}{\large{$\displaystyle #1$}}}} \varepsilon > 1

    = elastisches Angebot

    Δp>Δm\gdef\cloze#1{\colorbox{none}{\color{transparent}{\large{$\displaystyle #1$}}}} \Delta p > \Delta m
  • Klasse FB Wirtschaft
    3
    Preis anderer Güter
    • Komplementärgüter
      steigt der Preis für Gut A, so sinkt das Angebot des Komplementärgutes B
      Kreuzpreiselastizität negativ

    • Substitutionsgüter
      steigt der Preis für Gut A, so steigt das Angebot für das Substitutionsgut B
      Kreuzpreiselastizität positiv
    4
    Marktpostition des Anbieters
    • Monopol
    • Oligopol
    • Polypol

    4
    Preisbildung beim vollkommenen Markt

    Angebot A und Nachfrage N treffen beim vollkommenen Markt aufeinander und überschneiden sich:

    A > N: Käufermarkt = Angebotsüberhang, Nachfragelücke
    A < N: Verkäufermarkt = Nachfrageüberhang, Angebotslücke
    A = N: Gleichgewichtspunkt mit Gleichgewichtsmenge m0 und Gleichgewichtspreis p0
    -> Menge und Preis, welche am Markt umgesetzt werden


    blau schraffiert: Grenznachfrager
    rot schraffiert: Grenzanbieter

  • Klasse FB Wirtschaft

    5
    Preismechanismus

    Preis fällt:

    • bei sinkender Nachfrage
    • bei steigendem Angebot
    • bei sinkenden Herstellungskosten
    • bei Verderblichkeit, Modeerscheinung
    • bei (starker) Konkurrenz

    Preis steigt:

    • bei steigender Nachfrage
    • bei sinkendem Angebot
    • bei staatlichen Einflüssen (Steuern)
    • bei steigenden Herstellungskosten
    • bei fehlender/ schwacher Konkurrenz

    sinkende Nachfrage

    N verschiebt sich nach links

    Preis sinkt, Menge sinkt

    Umsätze fallen

    steigende Nachfrage

    N verschiebt sich nach rechts

    Preis steigt, Menge steigt

    Umsätze erhöhen sich

    steigendes Angebot


    A verschiebt sich nach rechts

    Preis sinkt, Menge steigt

    Umsätze ändern sich je nach Verhältnis

    sinkendes Angebot


    A verschiebt sich nach links

    Preis steigt, Menge sinkt

    Umsätze ändern sich je nach Verhältnis

  • Klasse FB Wirtschaft

    6
    Preisbildung beim unvollkommenen Markt

    1
    Polypol
    Anbieter versucht durch Ansprechen der persönlichen Präferenzen und durch Produkdifferenzierung sich einen Absatzbereich zu schaffen, in dem er sich fast wie ein Monopolist verhalten kann.

    Δ\gdef\cloze#1{\colorbox{none}{\color{transparent}{\large{$\displaystyle #1$}}}} \Deltam > Δ\gdef\cloze#1{\colorbox{none}{\color{transparent}{\large{$\displaystyle #1$}}}} \Deltap = elastische Nachfrage
    Δ\gdef\cloze#1{\colorbox{none}{\color{transparent}{\large{$\displaystyle #1$}}}} \Deltam < Δ\gdef\cloze#1{\colorbox{none}{\color{transparent}{\large{$\displaystyle #1$}}}} \Deltap = unelastische Nachfrage, innerhalb bestimmter Preisgrenze (=Bereich geringer Elastizität)

    2
    Oligopol
    nur begrenzte Anzahl an Mitbewerbern
    Oligopolist muss nicht nur seine Preise entsprechen Angebot und Nachfrage bilden, sondern auch im Hinblick auf das Verhalten der Konkurrenz:
    • passive Preispolitik (Unternehmer reagiert -> Marktfolger)

    • aktive Preispolitik (Unternehmer agiert -> Marktführer)

      - Marktverdrängungspolitik: Versuch durch Verzicht auf Gewinn die Mitbewerber vom Markt zu drängen. Gefahr: eigener Ruin!
      -> ruinöser Wettbewerb -> Wettbewerbsrecht beachten!

      - Parallelverhalten: Schlafmützenkonkurrenz
      Preisabsprachen (!Verbot von Kartellen!); Wettbewerbsrecht beachten;
      relative Preisstarrheit
    3
    Monopol
    Monopolist kann Preis oder angebotene Menge frei festlegen
    Probleme:
    • Aufkommen von Substitutionskonkurrenz
    • Kartellbehörde/ staatliche Eingriffe
    • Zwang des Monopolisten zur Kapazitätsauslastung verhindert künstliche Verknappung der angebotenen Menge