• BEDEUTUNG VON RELIGIONEN IN VERSCHIEDENEN KULTUREN DER VERGANGENHEIT
  • H_J
  • 01.04.2020
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  • INVESTITURSTREIT - MACHTKAMPF ZWISCHEN KÖNIG UND PAPST

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    Ordne die untenstehenden Wörter den Lücken zu und formuliere drei Fragen, die in der Darstellung behandelt werden!

    Da die meisten Menschen im Mittelalter sehr gläubig waren, behaupteten die Könige, sie hätten ihre Macht von bekommen, um Aufstände im Volk zu verhindern. Damit ihnen die Menschen das glaubten, verbündeten sich die Könige mit der . Die Könige schützten den Papst und den Kirchenstaat vor Feinden und vergaben Lehen an die Kirchenmänner. Im Gegenzug durfte der König die Bischöfe bestimmen. Dazu wählte er Männer aus, die ihm ergeben waren und sich für seine Interessen einsetzten. So hatte der König auch Macht über die Kirche. Beide Seiten hatten also Vorteile von dieser Abmachung. Leider lebten die vom König eingesetzten Bischöfe oft gar nicht christlich. Viele andere Kirchenmänner forderten daher, dass nicht mehr der König die Bischöfe bestimmen darf, sondern die Kirche selbst. Im Jahr 1073 schrieb Papst Gregor VII. deshalb einen Brief an König Heinrich IV. und verbot ihm das von Bischöfen (=Investitur). Daraufhin kam es zum : König Heinrich IV. war verärgert über das Verbot und erklärte Papst Gregor VII. für abgesetzt. Der Papst wollte das aber nicht akzeptieren und schloss König Heinrich IV. aus der Kirche aus. Christen durften mit Menschen, die aus der Kirche verbannt worden waren, keinen Umgang haben. König Heinrich IV. verlor deshalb die Treue und seiner Untertanen und wurde machtlos. Aus diesem Grund machte er sich im Winter 1077 über die verschneiten Alpen auf den Weg nach Italien zum Papst auf die Burg Canossa (= Gang nach Canossa) und bat den Papst um Verzeihung. König Heinrich IV. wurde vom Bann erlöst, doch der Streit um die Investitur von Bischöfen ging unter den Nachfolgern von Papst Georg VII. und König Heinrich IV. noch bis 1122 weiter.

    treu; Unterstützung; Kirche; Investiturstreit; Gott; Einsetzen

  • Gottesstaaten

    In Gottesstaaten gibt es keine Trennung zwischen Religion und Staat. Die meisten Gesetze und Regeln des Landes bestimmen deshalb die Religionsgelehrten. Die religiösen Gesetze sind jedoch schon sehr alt und stammen aus einer Zeit, als die Strafen noch sehr brutal waren. Deshalb werden Menschen in Gottesstaaten auch heute noch ausgepeitscht oder sogar getötet, wenn sie etwas gemacht haben, das gegen die Regeln der Religion verstößt. Oft gibt es eine eigene Religionspolizei, die kontrolliert, dass die Menschen nicht "sündigen". Menschen, die nicht streng gläubig leben wollen oder eine andere Religion haben, werden verfolgt.

    Ein Gottesstaat ist zum Beispiel das Königreich Saudi-Arabien. Frauen haben viel weniger Rechte, als Männer. Sie dürfen nicht Autofahren, alleine reisen, nicht selbst ihren Ehemann aussuchen und nicht ohne Verschleierung außer Haus gehen. Da viele Menschen in Saudi-Arabien auf die Religionsgelehrten hören, teilte der König seine Macht mit ihnen, um das Vertrauen der Bevölkerung zu behalten.

    Laizistische Staaten

    Laizismus bedeutet die strenge Trennung von Religion und Staat! Die Religionsgemeinschaften und deren Oberhäupter (Papst, Imam, Rabbiner,...) haben keine politische Macht und dürfen deshalb nicht mitbestimmen, welche Gesetze die Regierung beschließt. Die Regierung und die Angestellten eines Staates (PolizistInnen, RichterInnen, LehrerInnen, PolitikerInnen, ...) müssen alle Religionsgemeinschaften gleich behandeln und dürfen niemanden aufgrund seiner Religion bevorzugen oder benachteiligen. Die Staatsbediensteten dürfen deshalb in der Arbeit auch keine religiösen Symbole (z.Bsp. Kreuzkette, Kopftuch, Kippa, ...) tragen. Denn damit zeigen sie absichtlich, dass sie einer bestimmten Religion näher stehen als den anderen. In der Arbeit müssen sie neutral sein, aber zuhause können sie tragen, was sie wollen. In laizistischen Staaten gibt es in öffentlichen Schulen auch keinen Religionsunterricht, denn Religionsausübung gilt als Privatsache.

    Ein streng laizistischer Staat ist zum Beispiel Frankreich.

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    Nenne mindestens zwei Merkmale eines laizistischen Staates und eines Gottesstaates!
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    Diskutiert in der Klasse:
    • Zeigt eine Alternative zwischen den beiden Modellen auf!
    • Beurteilt, welche Nachteile es haben kann, wenn eine Religionsgemeinschaft mitbestimmen darf, welche Gesetze die Regierung beschließt!
    • Beurteilt, welche Nachteile es haben kann, wenn die Regierung bestimmt, was eine Religionsgemeinschaft darf und was nicht!