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  • Stellungnahme - Prüfungsaufgabe - Kaufm. Berufsschule Baden-Württbg.
  • Egle-www.teachsam.de
  • 20.12.2016
  • Berufsschulabschluss
  • Deutsch
  • 1. Lehrjahr, 2. Lehrjahr, 3. Lehrjahr
  • https://www.tutory.de/w/1e215990

    Kaufmännische Berufsschule Baden-Württemberg

    Die Stellungnahme als Prüfungsaufgabe

    Die Stellungnahme gehört als schulische Schreibform zu den Standard-Aufgabentypen bei der (schriftlichen) Abschlussprüfung in der Berufsschule (Kaufmännische Berufe) im Fach Deutsch in Baden-Württemberg.

    Eine Stellungnahme als schulische Schreibform ist eine Form schriftlichen Erörterns.

    Das bedeutet, das zu einem strittigen Problem oder einem Sachverhalt Standpunkte schriftlich eingenommen werden sollen. Diese Standpunkte müssen begründet, entfaltet und überzeugend dargelegt werden. Schließlich soll ja mit Thesen und Argumenten, um es vereinfacht auszudrücken, herausgefunden werden können, was nach Ansicht des Schreibers warum stimmt.

    Bei einer Stellungnahme muss also schriftlich argumentiert werden. Der Übergang zur insgesamt komplexer angelegten freien Erörterung ist daher fließend.

    Die Stellungnahme

    • besteht aus drei Teilen, die man als Einleitung, Hauptteil und Schluss bezeichnen kann

    • berücksichtigt im Hauptteil (B) Argumente und Gegenargumente und gewichtet sie

    • stellt verschiedene geeignete Behauptungen (Thesen) zum Problem auf, die mit Argumenten begründet werden.

    • entfaltet, je nach Bedarf, diese Argumentation von These und Argument durch Stützungen des Arguments mit Beweis und Beispiel.

    Schreibrolle und Schreibanlass

    Bei der schriftlichen Stellungnahme ist neben dem Problem manchmal auch ein bestimmter Schreibanlass vorgegeben. Dann wird von dem Schreiber/der Schreiberin erwartet, dass er/sie zu dem Problem oder Sachverhalt in einer bestimmten Schreibrolle Stellung bezieht.

    • Das kann z. B. dadurch sein, dass man seine Stellungnahme in Form eines persönlichen Briefs oder privaten Geschäftsbriefs an eine bestimmte Person abgeben soll.

    • Es kann auch im Schreibauftrag stehen, dass man beim Stellungnehmen eine bestimmte (Sprech-)Handlung einnehmen soll. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn erwartet wird, dass man sich bei seiner Stellungnahme z. B. über etwas beschweren, Vorschläge machen oder eine Bitte vortragen soll.

    • Und schließlich wird durch die Vorgabe eines Adressaten, an den sich die Stellungnahme richten soll, auch noch erwartet, dass sich der Schreiber/die Schreiberin inhaltlich und sprachlich auf den Empfänger der Stellungnahme einstellt.

  • https://www.tutory.de/w/1e215990

    Aufbau einer begründeten Argumentation

    Um seine Argumentation überzeugend gestalten und entfalten zu können, kann man dem Muster der erweiterten Argumentation folgen, wie es das nebenstehende Schema modellhaft vorgibt. Dabei muss nicht jedes Argument in dem dargestellten Sinn entfaltet werden. Die Entscheidung darüber, ob oder ob nicht, liegt also beim Schreiber. Thesen und Argumente, die ihm besonders wichtig sind oder aber auch besonders strittig sind, lohnt es jedenfalls ausführlich zu entfalten. Wichtig ist dabei auch, dass dies Argument für Argument geschieht und kein Durcheinander unterschiedlicher Argumente entsteht. Die schriftliche Stellungnahme kann sich dabei auf die argumentative Entfaltung von einigen wenigen Gesichtspunkten beschränken, die in Argumentation und Gegenargumentation ausgeführt werden. Im Idealfall beziehen sich Argumentation und Gegenargumentation direkt aufeinander. Dies ist aber nicht grundsätzlich vorauszusetzen.

    Beispielthemen

    Thema 1:

    Immer wieder wird gefordert, dass junge Menschen bereits mit 17 Jahren in Begleitung eines Führerscheininhabers fahren dürfen. Die Führerschein-Ausbildung könnte dann mit sechzehneinhalb Jahren begonnen werden. Mit 17 Jahren gäbe es die Prüfbescheinigung und mit 18 den Führerschein. Verfassen Sie eine Stellungnahme, aus der hervorgeht, was Sie von diesen Vorschlägen halten.

    Thema 2:

    Es gibt kaum ein Thema, das die Menschen so erregt wie die Frage, ob es nicht vernünftig wäre, von einem bestimmten Alter an den Führerschein zurückzugeben. Die Befürworter einer Altersgrenze für Autofahrer verlangen Gesundheitstests, die Gegner weisen darauf hin, dass Ältere viel weniger Unfälle verursachen als jüngere Menschen. Was meinen Sie zu den Argumenten der Befürworter und Gegner? Wie stehen Sie im Allgemeinen zu einer Altersgrenze für Autofahrer?

    Thema 3:

    Die illegale Nutzung von Smartphones am Steuer ist ein bekanntes und sehr hohes Unfallrisiko. Was halten Sie davon, diese Ordnungswidrigkeit mit einem dreimonatigen Fahrverbot zu bestrafen?