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  • Modalverb wollen- Starke Verben - Unregelmäßige Konjugation
  • Egle-www.teachsam.de
  • 26.12.2016
  • Deutsch
  • 9, 10, 2. Lehrjahr, 3. Lehrjahr, B2, C1
  • https://www.tutory.de/w/222acb40

    Verbformen korrekt bilden und verwenden

    Die unregelmäßige Konjugation starker verben

    Das Modalverb wollen

    Die Abwandlungen, die Verben im Rahmen ihrer Konjugation durchmachen, sehen für die Verben unterschiedlich aus. Daher unterscheidet man die schwachen und die starken Verben voneinander und spricht dementsprechend von der schwachen und der starken Konjugation. Die kleine Gruppe der so genannten unregelmäßigen Verben lässt sich weder der starken noch der schwachen Konjugation zuordnen.

    • Die schwachen Verben, die große Mehrheit aller Verben, bilden ihre finiten Verbformen (Konjugationsformen) meistens durch Anhängen einer Endung: fragen (frag-te), kaufen (kauf-te), suchen (such-te).

    • Die starken Verben bilden ihre finiten Verbformen auf unterschiedliche Art und Weise. Es gibt dabei fünf Gruppen: ablautende Verben (geben (gab), Hilfsverben (haben, sein), Modalverben (dürfen, sollen etc.), rückumlautende Verben (kennen (kannte) und so genannte gemischte Verben (gehen, ging, gegangen; etc.)

    • Die unregelmäßigen Verben bilden ihre finiten Verbformen unterschiedlich.

    So konjugiert man starke Verben

    Die starken Verben, mit noch etwa 200 an der Zahl im Vergleich zu den schwachen Verben deutlich in der Minderheit, gehen sprachgeschichtlich schon seit germanischer Zeit immer mehr zurück. Und doch werden sie sehr viel gebraucht.

    Die starken Verben sind, wenn man von der Wortbedeutung ausgeht, also sprachgeschichtlich gesehen alles andere als stark. Im Gegenteil: Obgleich sie "den schwachen Verben durch den Ablaut an Formenreichtum und Klangkraft überlegen (sind) [...] drängen die schwachen Formen die starken immer mehr zurück." (vgl. Hinze 1968, S.81)

    • Die starken Verben bilden ihre finiten Verbformen im Präteritum und das Partizip meistens durch Abwandlung des Stammvokals.

    • Daher werden diejenigen Verben als stark bezeichnet, deren Stammvokal in der 2. Stammform (im Präteritum) sich von der 1. Stammform (im Präsens) unterscheidet.

    • Diese Änderung des Stammvokals von der 1. zur 2. Stammform wird als Ablaut bezeichnet.

    Die starken Verben lassen sich in drei verschiedene Gruppen einteilen:

    • Verben, bei denen 1. Stammform (Präsens), 2. Stammform (Präteritum) und Partizip II einen jeweils unterschiedlichen Stammvokal aufweisen.

      • Beispiele: hängen: hänge, hing, gehangen - schwimmen: schwimme, schwamm, geschwommen - bitten: bitte, bat, gebeten - liegen: liege, lag, gelegen ...

    • Verben, bei den Präsens und Partizip II einen gleichen, das Präteritum aber einen anderen Stammvokal aufweist

      • Beispiele: raten: rate, riet, geraten - geben: gebe, gab, gegeben - rufen: rufe, rief, gerufen ...

    • Verben, bei denen Präteritum und Partizip II einen gleichen, das Präsens aber einen anderen Stammvokal besitzt.

      • Beispiel: biegen: biege, bog, gebogen - lügen: lüge, log, gelogen - reiten: reite, ritt, geritten ...

    Quelle:

    • Hinze, Fritz (1968): Deutsche Schulgrammatik, Stuttgart: Klett 1968

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    Arbeitsanregungen

    Bestimmen Sie die folgenden finiten Verbformen: sie wollten - ihr habet gewollt - sie wollten -wir hätten gewollt - du wirst wollen - wir würden wollen - er hätte gewollt- er wolle