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  • Privater Geschäftsbrief 2-5-1 Selbstpräsentation Bewerbungsanschreiben
  • Egle-www.teachsam.de
  • 24.09.2016
  • Allgemeine Hochschulreife, Hauptschulabschluss, Mittlere Reife, Berufsschulabschluss
  • Deutsch
  • 10, 1. Lehrjahr, 2. Lehrjahr, 3. Lehrjahr
  • https://www.tutory.de/w/2b926470

    Privater Geschäftsbrief konkret

    so präsentieren sie sich im bewerbungsanschreiben richtig

    Im Anschreiben für die Stellenbewerbung ( z. B. für einenAusbildungsplatz, eine Arbeitsstelle, ein Praktikum oder für eine andere, z. B. gemeinnützige Tätigkeit) geht es darum aufzuzeigen, dass man als Bewerber/-in die fachlichen Kenntnisse (hardskills) und die persönlichen Fähigkeiten (soft skills) besitzt, die der Anbieter einer Stelle von einem zukünftigen Mitarbeiter erwartet. Und wer sich auf eine solche Stelle bewirbt, dem geforderten Profil entspricht, steht mit dem Anschreiben vor der Aufgabe, seine Selbstpräsentation in ein möglichst gutes Licht zu stellen, um sich von den Mitwerbern um die Stelle positiv abzuheben.

    Eins nach dem anderen, aber richtig

    Damit das klappt, muss man bei seiner Selbstpräsentation einen Bezug zur ausgeschriebenen Stelle herstellen.

    • Dazu gehört zunächst, die aktuelle Tätigkeit, die man zum Zeitpunkt der Bewerbung verrichtet, genau zu beschreiben.

    • Profis empfehlen, bei der Selbstpräsentation nicht mit der eigenen Ausbildung, einem Studium oder womöglich noch mit der eigenen Schulzeit zu beginnen. Viel besser ist es, von den jetzigen Aufgaben schrittweise zurück zu den früheren zu gehen. (vgl. Püttjer, Christian und Uwe Schnierda: Das große Bewerbungshandbuch, Frankfurt/M.: Campus 2005, S.70)

    Allgemein empfiehlt sich die folgende Reihenfolge:

    1. Die derzeitigen Aufgaben

    2. Der Bezug zur neuen Stelle

    3. Der berufliche Werdegang

    Am Anfang steht eine umfassende Darstellung der bei Ihrer derzeitigen Stelle von Ihnen zu erfüllenden Aufgaben und ausgeführten Tätigkeiten.

    • Wenn Aufgaben und Tätigkeiten, die Sie derzeit haben und ausführen, in einem deutlichen Bezug zu den Anforderungen der neuen Stelle stehen, sollten Sie diese ausführlicher darstellen.

    • Erwähnt werden sollten dabei nicht nur besondere Aufgaben, sondern auch Routineaufgaben, mit denen Sie sich andauernd beschäftigen.

    Bezug zur neuen Stelle können aber auch Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen herstellen, die Sie absolvieren oder absolviert haben.

    Im Anschluss daran stellen Sie Ihren beruflichen Werdegang dar.

    • Am besten ist, wenn Sie dabei von Ihrer derzeitigen Stelle rückwärts vorgehen.

    • Also nicht mit der Schulausbildung fortfahren, sondern nennen Sie, wenn vorhanden, die Arbeitsstellen und Betriebe, an denen Sie vor Ihrer jetzigen Stelle gearbeitet haben.

    • Dann können Sie darstellen, mit welcher Stelle oder Position Sie Ihre Berufstätigkeit aufgenommen haben, welche Ausbildung(en) oder welches Studium Sie abgeschlossen haben. (vgl. ebd.)

    Tipps und Tricks
    • Klarer Bezug zu der angestrebten Stelle/Position.

    • Auf die verlangten Anforderungen eingehen.

    • Keine allgemeinen nichtssagenden Floskeln ohne Bezug zu den gewünschten Anforderungen

    • Keine eigenen Schwächen ansprechen, um Ehrlichkeit zu beweisen.

    • Nicht angeben, was man nicht ist oder kann, sondern sich positiv ins Licht setzen.

    • Nur das über sich, was in einem Bezug zu den ausgeführten Tätigkeiten steht.

    • Keine übertrieben positiv wirkende Selbstbewertungen.

    • Wenn die eigene Bewerbung vielleicht nicht 100% zu den in der Stellenanzeige ausgeschriebenen Anforderungen passt: Stellen Sie das heraus, was passt.

    • Erlebnisse und Erfahrungen aus dem eigenen Berufsleben sachlich und ohne Wertungen.

    • Aktuelle Terminologie und die entsprechenden Schlüsselbegriffe verwenden, die ein Stellenbewerber auf die neue Stelle kennen muss.

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    Vom Anforderungsprofil zum individuellen Bewerberprofil

    Um das Bewerbungsanschreiben so zu gestalten, dass es die Aufmerksamkeit eines Personalverantwortlichen gewinnen kann, muss man über die formalen Regeln, die zu beachten sind, verstehen, welche grundsätzlichen Erwartungen an ein Anschreiben gestellt werden, das z.B. auf eine Stellenanzeige antwortet.

    Dabei muss die Anzeige analysiert (1), ein geeignetes Bewerberprofil entworfen (2) und ein dieses in einem Bewerbungsanschreiben als Kurzantwort auf das Anforderungsprofil formuliert werden (3).

    Profile aufeinander abstimmen

    Das, was in einer Stellenanzeige von dem Unternehmen oder der Institution, die eine Stelle ausschreibt, als Anforderungen für einen neuen Mitarbeiter oder eine neue Mitarbeiterin formuliert, wird allgemein als das Anforderungsprofil, mitunter auch Stellenprofil bezeichnet. Was erwartet wird, ist dabei je nach Stelle unterschiedlich. Oft ist das, was von einem Bewerber/einer Bewerberin erwartet wird, ganz klar ausgedrückt, oft in auch übersichtlich in einer Aufzählung untereinander aufgelistet. In einem solchen Fall wird möglichst genau ausgedrückt, d, h. explizit formuliert, was ein geeignete/r Bewerber/-in mitbringen muss, wenn er/sie in die engere Wahl kommen will. Hard Skills (z. B. Berufskenntnisse, Fachwissen, Fremdsprachenkenntnisse, Computerkenntnisse) und Soft Skills (Teamfähigkeit, Lernbereitschaft, eigenständiges Arbeiten, Flexibilität, Belastbarkeit, Kundenorientierung, Kritikfähigkeit, Fähigkeit zur Projektarbeit) werden oft in Anzeigen deshalb so klar betont, weil man den Bewerberkreis auf die Personen einengen will, auf die das Anforderungsprofil möglichst genau zutrifft.

    Darauf kommt es an

    Bei der Bewerbung, und insbesondere bei Bewerbungsanschreiben, steht man als Bewerber/-in vor der Aufgabe,

    • den Umfang des Anforderungsprofils genau zu erfassen (Hard Skills und Soft Skills, explizite und implizite Aussagen)

    • Kann- und Muss-Anforderungen (Standard-Anforderungsprofil und Wunschprofil) zu erkennen

    • eine vernünftige und achtsame Selbsteinschätzung zu treffen, ob und inwieweit man dem Anforderungsprofil gerecht werden kann.

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    Anforderungsprofil genau unter die Lupe nehmen

    Dennoch werden Anforderungen auch absichtlich nicht in eine möglichst präzise Auflistung gepackt, sondern auch in Sätzen formuliert, die erst bei genauerem Hinsehen erkennen lassen, dass darin auch eine Anforderung formuliert wird, die das übrige Anforderungsprofil ergänzt. Solche also eher impliziten Aussagen muss man aber ebenso erst nehmen, wie das, was ansonsten explizit formuliert ist.

    Kann-Anforderungen und Muss-Anforderungen

    Die Anforderungen, die in einer Stellenanzeige formuliert sind, können ferner Muss-Anforde-rungen oder Kann-Anforderungen sein. Oftmals bringen die Unternehmen oder Institutionen, die eine Stelle ausscheiben, zum Ausdruck, was sie in jedem Fall von den Bewerbern erwarten (Muss-Anforderungen) und was Ihnen darüber hinaus recht wäre (Kann-Anforderungen).

    • Muss-Anforderungen stellen das Standard-Anforderungsprofil dar.

    • Kann-Anforderungen beschreiben ein Wunschprofil, das ein optimaler Bewerber/die Bewerberin mitbringen könnte.

    Indem man einen gewissen Spielraum für Bewerber/innen lässt, die also „nur“ dem Standardprofil entsprechen, zeigt man sich als Unternehmen auch bereit, in Frage kommende Mitarbeiter/innen so weiter zu qualifizieren, dass sie nach einer gewissen Zeit, den Anforderungen des neuen Arbeitsplatzes voll gerecht werden können.

    Die schulische Schreibform des Berwerbungsanschreibens

    Aus einer bestimmten Rolle heraus schreiben

    Gerade der letzte Aspekt, der für Bewerbungen in der Realität natürlich von allergrößter Bedeutung ist, spielt bei der Bewältigung der schulischen Schreibaufgabe, sofern sie nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit einer Einheit „Sich bewerben“ steht, eine andere Rolle. In einem solchen Fall ist es auch angebracht, eine individuelle Potenzialanalyse voranzustellen, um sich über die eigenen Stärken und Schwächen im Zusammenhang klar zu werden.

    Bei der schulischen Schreibform des Bewerbungsanschreibens im Kontext des privaten Geschäftsbriefs kommt es darauf, aus einer Rolle heraus zu agieren.

    Insofern muss dieser Aspekt wie folgt verändert werden. Neben den beiden ersten Gesichtspunkten, die ja auf die Analyse einer Stellenanzeige etc. gerichtet sind, kommt als dritter Aspekt hinzu:

    • ein – ggf. aus einer bestimmten Rolle – plausibles, fiktives, aber authentisch wirkendes individuelles Profil erstellen, das eine möglichst optimale Antwort auf das allgemeine Anforderungsprofil einer ausgeschriebenen Stelle gibt.