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  • Deutsch
  • 10, 1. Lehrjahr, 2. Lehrjahr, 3. Lehrjahr
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    Die Anrede im privatem Geschäftsbrief (nach DIN 5008)

    Die äußere Form eines privaten Geschäftsbriefs folgt bestimmten, auf Konvention beruhenden Regeln. Als standardisierte Form ist sie auch in einer DIN-Norm (»DIN 5008) niedergelegt.

    Der Anrede kommt im (privaten) Geschäftsbrief besondere Bedeutung zu. Sie ist die direkte Ansprache des bzw. der intendierten Adressaten des Briefes.

    Als Briefeinleitung markiert sie auch die Stelle im gesamten Brief, nach der der eigentliche B(Brief-)Haupttext beginnt.

    Die Anrede muss situationsangemessen, adressatenspezifisch und der Beziehung des Verfassers und Empfängers des Briefes entsprechen. Damit gewinnt die Anrede auch eine kommunikationspsychologische Bedeutung (Beziehungsaspekt).

    Aufgepasst! Stolperfalle Anrede

    • Die Anrede steht mindestens zwei Leerzeilen unter dem Betreff. Sie wird an der Fluchtlinie links angesetzt.

    • Nach der Anrede wird eine Leerzeile vor den eigentlichen (Brief-)Haupttext gesetzt.

    • Die Anrede wird mit einem Komma abgeschlossen. Er ist Teil des ersten Satzes, der dann nach der Leerzeile weitergeführt wird.

    • Der weitere (= der weitergeführte) Gesamtsatz (= der erste Satz des Briefes) wird am Satzanfang klein geschrieben, sofern es sich um kein Nomen (Substantiv, Hauptwort) oder ein Personalpronomen (Anredepronomen, z. B. "Sie") handelt.

    • Die Wahl der Anredefloskel hängt neben der Beziehung zu der man als Verfasser zum Empfänger des Briefes steht, natürlich auch davon ab, ob einem ein Adressat persönlich bekannt ist.

    • Die Anrede beinhaltet im privaten Geschäftsbrief stets ein zutreffendes Anredepronomen "Herrn" oder "Frau", das jeweils vor den Namen gestellt wird, oder eine andere Anredefloskel (z.B. Sehr geehrte Damen und Herren) Berufs- und Amtsbezeichnungen (z.B. Oberbürgermeister, Direktor, Rektor, Oberstudiendirektorin, Landrat, Minister, Vorsitzender etc.) stehen stets unmittelbar vor der namentlichen Anrede. Das gleiche gilt für akademische Grade (z.B. Dr., Prof., Dr. med. etc.). Die Verwendung des Anredepronomens »"Fräulein" ist veraltet.

    • Auch wenn ein Brief auf dem Weg zu seinem Adressaten von anderen quasi "mitgelesen" wird (z.B. Sekretärinnen oder persönliche Referenten des Adressaten) kann man natürlich die namentliche Ansprache eines bestimmten Adressaten wählen, an den die Mitteilung gerichtet ist.

    • Förmliche Anreden

      • Sehr geehrter Herr,

      • Sehr geehrte Dame,

      • Sehr geehrte Damen und Herren,

    • Förmliche Anreden mit Namen

      • Sehr geehrter Herr Knöpel,

      • Sehr geehrte Frau Reichenbach-Lutzhammer,

    • Förmliche namentliche Anreden mit Titel und/oder Amts- und Funktionsbezeichnung

      • Sehr geehrter Herr Dr. Schnurhans,

      • Sehr geehrte Frau Oberstudiendirektorin Schneegans-Ruther,

      • Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Hasenmatz,

    • Andere, weniger förmliche, namentliche Anreden

      • Sehr verehrte Frau Grünhagen

      • Sehr verehrte, liebe Frau Dr. Augental,

      • Lieber Herr Rothfuß,

      • Mein lieber Herr Ganzenheim,

      • Hallo, sehr geehrter Herr Krustermann,

      • Guten Tag, sehr geehrte Frau Osterhagen,