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    Lies die Argumente der Befürworter und der Gegner durch, unterstreiche dabei Wichtiges!

    Argumente der Befürworter

    Argumente der Gegner

    Hohe Sicherheit:
    Die bisherige Sicherheitsbilanz von Kernkraftwerken ist, laut Befürworter herausragend: Es gab nur einen einzigen Unfall mit Todesfolgen (Tschernobyl), und dieser wurde durch einen nicht zulässigen Reaktortyp ausgelöst. Bezüglich der pro erzeugter Energiemenge hervorgerufenen Schäden an Mensch und Umwelt ist Kernkraft eine der sichersten Energiequellen.

    Unfallrisiko:
    Immer wieder passieren Atomunfälle mit schwerwiegenden Folgen. Zwei davon sind Tschernobyl (26.4.1986mit 3,9 Millionen Quadratkilometer radioaktiv verseuchter Erde, ca. 35 000 Toten und 4,5 Mio. Opfern sowie Fukushima (11.3.011) mit ähnlich verehrenden Folgen. Seit 1940 kam es weltweit zu mehr als 30 schweren Unfällen in AKWs

    Niedriger Platzbedarf:
    Besonders in dicht besiedelten Industrieländern wie Deutschland ist es wichtig, dass Energiequellen nicht übermäßig viel Platz verbrauchen. in 1 GW-Kernkraftwerk benötigt mit allen Gebäuden und Anlagen ca. einen Quaratkilometer: alternative Energiequellen benötigen deutlich mehr Platz.

    Müllproblem:
    Bei der Stromproduktion in Kernkraftwerken fällt hochradioaktiver Abfall an, der über eine Million Jahre strahlt und deshalb sicher verwahrt werden muss. Weltweit gibt es noch keine Lösung für ein Endlager, bislang wird der Abfall daher überall nur provisorisch zwischengelagert. Die Anforderungen an ein Endlager sind enorm hoch. Zentrales Problem: Das Lager muss definitiv wasserdicht sein und auf Hunderttausende Jahre bleiben. Niemand kann seriös entsprechende Voraussagen treffen. Spätere Generationen müssen über Jahrtausende informiert und gewarnt werden - eine kaum zu bewältigende Herausforderung.

    Staat profitiert:
    er Staat hat einen Weg gefunden, sich an den Gewinnen der Energiekonzerne zu beteiligen.

    Terrorangriffsrisiko:
    Kernkraftwerke könnten Ziele von Terrorangriffen mit großen Passagiermaschinen werden. Die Betreiber haben versucht, das Risiko zu minimieren, indem sie Reaktoren mit speziellen Nebelmaschinen ausgestattet haben. Sie sollen die Anlagen binnen kurzer Frist so stark einnebeln, dass sie schwerer zur Zielscheibe werden können. In Zeiten satellitengeschützter Navigation ist das allerdings sinnlos. in Schutz gegen Terrorangriffe ist somit nicht gegeben.

    Günstige Energiequelle:
    Ein rascher Ausstieg aus der Kernenergie vernichtet Vermögen. Ein Kernkraftwerk zu bauen, ist teuer. Die bestehenden Kernkraftwerke in Deutschland sind alle komplett abgeschrieben, die Betreiber müssen also nur mit den vergleichsweise geringen Produktionskosten kalkulieren. Die eingesetzten Brennstäbe sind verglichen mit anderen Brennstoffen günstig.

    Das Altersrisiko:
    Die deutschen Kernkraftwerke gehören zu den sichersten der Welt. Darauf weisen die Betreiber immer wieder hin. Tatsächlich schneiden sie bei diversen Rankings gut ab und weisen auch lange störungsfreie Betriebszeiten auf. Dennoch wären gerade die älteren Meiler heute nicht mehr genehmigungsfähig. Sie entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik. Nicht alles kann man nachrüsten, konstruktionsbedingte Schwächen sind oft nicht auszumerzen.

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    Klimaschutz:
    Die Atomlobby hat in den vergangenen Jahren ein überraschendes Argument bekommen: den Klimaschutz. Nicht nur Wind- und Solaranlagen erzeugen CO2-frei Strom, sondern auch Kernkraftwerke. Alle Abfallprodukte des Energieerzeugungsprozesses bleiben im Kraftwerk eingeschlossen. Es wird keinerlei Kohlendioxid freigesetzt. Die Argumentation der Atombefürworter: Gehen Kernkraftwerke vom Netz, müssen schmutzige Kohlekraftwerke länger laufen. Die Klimabilanz der Kernkraft sei vergleichbar mit der klassischen erneuerbaren Energie.

    Begrenzte Uranvorkommen:
    Beim Uran ist Deutschland zu hundert Prozent auf Importe angewiesen Die Vorkommen sind nicht unbegrenzt. Angesichts der ehrgeizigen Pläne von Ländern wie China beim Ausbau der Kernkraft gibt es einen Run auf Uran In wenigen Jahrzehnten drohen Engpässe.

    Militärische Nutzung:
    Unter dem Deckmantel friedlicher Atomprogramme versuchen Staaten immer wieder, Kernwaffenprojekte zu starten. Mit Kernkraft sind unkalkulierbare Risiken verbunden. Die Transparenz westlicher Demokratien bei der zivilen Nutzung der Kernkraft ist längst nicht selbstverständlich.

    Hohe Versorgungssicherheit:
    Für Länder, die auf den Import von Rohstoffen angewiesen sind, ist die Kernenergie, laut Befürwortern, ein Beitrag zur Versorungssicherheit. Öl und Gas müssen aus politisch instabilen Regionen importiert werden - aus dem Nahen Osten oder aus Russland. Zwar muss auch Uran eingeführt werden, die Brennstäbe lassen sich aber länger lagern. Außerdem unterliegen viele fossile Energiequellen (insbesondere Wind und Solar) unberechenbaren Schwankungen. Die Kernkraft dagegen steht Tage pro Woche 24 Stunden zur Verfügung und liefert unabhängig von der Witterung konstant und stabil Strom.

    Teure Strompreise:
    Das Argument vom billigen Atomstrom der das Strompreisniveau für alle Verbraucher senkt ist nicht stichhaltig. In den abgeschriebenen Meilern lässt sich tatsächlich günstig Strom produzieren Doch davon haben die Verbraucher nicht viel. Die Betreiber verkaufen den Strom zum Marktpreis.

    Niedrige Strompreise:
    Kernkraftwerke dämpfen den Strompreis. Die Stromproduzenten setzen zuerst ihre günstigsten Kraftwerke in Gang, um die Nachfrage zu befriedigen. Zuerst die Kernkraftwerke, dann die Braunkohleanlagen, dann die mit Steinkohle, zuletzt die mit Gas- und bei absoluten Stromspitzen sogar die mit Öl befeuerten. So erzielen sie die höchsten Renditen.

    Gesundheitsgefährdung:
    20 Jahre nach dem Unfall in Tschernobyl verzeichnen die am meisten betroffenen Regionen einen Anstieg der Krebskranken um 40 Proz

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    Lies folgenden Text und unterstreiche Wichtiges!
    Betrachte anschließend die Landkarte und beschreibe kurz, was du siehst!
    Analysiere anschließend, was diese Landkarte für uns Österreicherinnen und Österreicher bedeutet.

    Österreich ist seit jeher eine AKW-freie Zone. Der einzige in Österreich erbaute Reaktor in Zwentendorf ging nach einer Volksabstimmung 1978 nie in Betrieb. Viele Österreicher/Innen glauben deshalb, dass ihr Heimatland vor Atomkraft bewahrt sei. Doch schaut man nur einige hundert Kilometer über unsere Grenzen, bemerkt man, dass Österreich umzingelt ist von AKWs.

    Die benachbarten Atomkraftwerke liegen zwischen 40 und 180 km von der österreichischen Landesgrenze entfernt. Und spätestens seit Tschernobyl ist uns bewusst, dass Atomenergie nicht vor den Grenzen halt macht.

    Alleine Wien ist umgeben von 4 AKWs mit jeweils mehreren Reaktoren, wobei Temelin immer wieder mit Störfällen für Aufruhr sorgt. Bedenkt man, dass bei der Katastrophe von Tschernobyl noch 1000km weiter in Bayern erhöhte Strahlenwerte gemessen wurden, würde ein Unglück in Temelin beispielsweise durchaus betreffen.

    Dennoch ist das Land AKW-frei und weitgehend atomstromfrei. Österreich hat sogar europaweit eine Vorreiterrolle inne, weil es den Import von Atomstrom einstellte. Österreich forderte sogar einen EU- oder gar weltweiten Ausstieg aus der Nuklearenergie.

    Bildquelle:https://www.google.at/search?q=atomkraftwerke+rund+um+%C3%B6sterreich&tbm=isch&source=iu&ictx=1&fir=GprykbGFG0VDyM%253A%252Cb9J5GQQub_98GM%252C_&usg=__Kdlsc7OV-iKC8-AhXEWG0m08s8o%3D&sa=X&ved=0ahUKEwjile3ChqrZAhUPEVAKHV14BxUQ9QEINzAB#imgrc=GprykbGFG0VDyM: 
am 16.02.2018.
    Bildquelle:https://www.google.at/search?q=atomkraftwerke+rund+um+%C3%B6sterreich&tbm=isch&source=iu&ictx=1&fir=GprykbGFG0VDyM%253A%252Cb9J5GQQub98GM%252C&usg=__Kdlsc7OV-iKC8-AhXEWG0m08s8o%3D&sa=X&ved=0ahUKEwjile3ChqrZAhUPEVAKHV14BxUQ9QEINzAB#imgrc=GprykbGFG0VDyM:
    am 16.02.2018.
    Lehner, Elisabeth: „Du bist, was du singst“, Musik als Identitätsstifter und Ideologietransmitter und ihr Anklang im Geschichtsunterricht, Mit Unterrichtsentwürfen. Diplomarbeit, Universität Salzburg, 2015.