• Bündnissysteme Bismarcks
  • krümelkuchen
  • 07.05.2020
  • Geschichte
  • 8
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  • Bündnissysteme von Bismarck

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    Überprüfe dein Wissen zur europäischen Staatenwelt um 1880 mit Hilfe des Quiz M1. (5 min)

    M1: Quiz
    https://t1p.de/Europa1880

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    Lies das Zitat in Q1 von Otto von Bismarck durch. Erarbeite anschließend von Quelle Q1 die außenpolitischen Ziele Bismarcks. Kreuze die richtigen Aussagen in M2 an und korrigiere eine falsche Aussage. (10 min)
    M2:
    Welche Aussagen sind richtig, welche falsch? Korrigiere die falsche Aussage.
    • Im Kissinger Diktat geht es um die Außenpolitik Bismarcks.
    • Ziel von Bismarcks Politik war es, einen Krieg zu vermeiden und die Position des Deutschen Kaiserreiches zu stärken.
    • Der Alptraum von Bismarck war, dass andere europäische Staaten mit dem neu entstandenen Deutschen Kaiserreich Bündnisse und Koalitionen schlossen.
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    Lies den Darstellungstext D1. Ergänze anschließend die Tabelle T1 zum Bündnissystem Bismarcks. (20 min)
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    D1: Das Bündnissystem Bismarcks





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    Durch die drei Reichseinigungskriege (1864-1871) war mitten in Europa ein neuer, großer Staat entstanden-das Deutsche Kaiserreich. Das bis dahin ausgeglichene Machtgefüge wurde dadurch gestört und es bestand die Gefahr eines neuen Krieges. Das wollte Bismarck verhindern und so das Dt. Kaiserreich schützen.


    Seine Strategie war, möglichst viele Länder in Bündnissen und Abkommen zu verbinden, um so die Gefahr eines Krieges zu minimieren-denn Bündnispartner greifen sich nicht an.
    Zunächst widmete er sich dabei Russland, denn seine größte Angst war, dass Frankreich sich mit Russland verbündet und Deutschland sich in der Zange zwischen den Bündnispartnern befindet. Deshalb schloss er mit Russland und Österreich-Ungarn 1873 das Dreikaiserabkommen.

    1877 kam es auf dem Balkan zu einem Krieg zwischen Russland und dem osmanischen Reich. Um den Konflikt zu entschärfen lud Bismarck Vertreter beider Länder 1878 auf den „Berliner Kongress“ ein. Dort einigten sie sich auf einen Kompromiss und der Krieg konnte beendet werden. Aufgrund dieser „Vermittlungsarbeit“ wurde Bismarck später auch als „ehrlicher Makler“ bezeichnet.


    Sein Einmischen führte aber auch dazu, dass das Verhältnis zwischen Russland und dem Dt. Reich verschlechterte, da sich Russland mehr Zugeständnisse auf dem Berliner Kongress erhofft hatte. Deshalb schloss Bismarck 1879 ein Verteidigungsbündnis mit Österreich-Ungarn: den Zweibund. Dieser wurde 1882 zum Dreibund erweitert, als Italien beitrat.


    Doch nun bestand wieder das ursprüngliche Problem: Frankreich und Russland könnten sich gegen das Dt. Kaiserreich verbünden. Um das zu verhindern, wurde zwischen dem Dt. Kaiserreich und Russland 1887 ein geheimes Abkommen, der Rückversicherungsvertrag, geschlossen. Dabei versicherten sich die Partner zur Neutralität, falls einer der beiden ein drittes Land angreifen sollte.


    Zuletzt regte Bismarck einen Vertrag zwischen Großbritannien, Italien und Österreich-Ungarn an. Daraufhin wurde zwischen den drei Ländern 1887 das Mittelmeerabkommen geschlossen.
    Damit hatte Bismarck fast alle mitteleuropäischen Länder miteinander verbunden und gleichzeitig Frankreich isoliert. Diese Isolation war Bismarck wichtig, denn Frankreich hatte 1871 gegen das Dt. Kaiserreich den letzten Krieg verloren und so war es wahrscheinlich, dass es sich dafür mit einem neuen Krieg rächen wird.
    Allerdings waren die Spannungen zwischen den Ländern damit nicht automatisch aufgehoben und viele Konflikte existierten weiterhin.

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    D1: Das Bündnissystem Bismarcks

    Durch die drei Reichseinigungskriege (1864-1871) war mitten in Europa ein neuer, großer Staat entstanden-das Deutsche Kaiserreich. Das bis dahin ausgeglichene Machtgefüge wurde dadurch gestört und es bestand die Gefahr eines neuen Krieges. Das wollte Bismarck verhindern und so das Dt. Kaiserreich schützen.


    Seine Strategie war, möglichst viele Länder in Bündnissen und Abkommen zu verbinden, um so die Gefahr eines Krieges zu minimieren-denn Bündnispartner greifen sich nicht an.
    Zunächst widmete er sich dabei Russland, denn seine größte Angst war, dass Frankreich sich mit Russland verbündet und Deutschland sich in der Zange zwischen den Bündnispartnern befindet. Deshalb schloss er mit Russland und Österreich-Ungarn 1873 das Dreikaiserabkommen.

    1877 kam es auf dem Balkan zu einem Krieg zwischen Russland und dem osmanischen Reich. Um den Konflikt zu entschärfen lud Bismarck Vertreter beider Länder 1878 auf den „Berliner Kongress“ ein. Dort einigten sie sich auf einen Kompromiss und der Krieg konnte beendet werden. Aufgrund dieser „Vermittlungsarbeit“ wurde Bismarck später auch als „ehrlicher Makler“ bezeichnet.


    Sein Einmischen führte aber auch dazu, dass das Verhältnis zwischen Russland und dem Dt. Reich verschlechterte, da sich Russland mehr Zugeständnisse auf dem Berliner Kongress erhofft hatte. Deshalb schloss Bismarck 1879 ein Verteidigungsbündnis mit Österreich-Ungarn: den Zweibund. Dieser wurde 1882 zum Dreibund erweitert, als Italien beitrat.


    Doch nun bestand wieder das ursprüngliche Problem: Frankreich und Russland könnten sich gegen das Dt. Kaiserreich verbünden. Um das zu verhindern, wurde zwischen dem Dt. Kaiserreich und Russland 1887 ein geheimes Abkommen, der Rückversicherungsvertrag, geschlossen. Dabei versicherten sich die Partner zur Neutralität, falls einer der beiden ein drittes Land angreifen sollte.


    Zuletzt regte Bismarck einen Vertrag zwischen Großbritannien, Italien und Österreich-Ungarn an. Daraufhin wurde zwischen den drei Ländern 1887 das Mittelmeerabkommen geschlossen.
    Damit hatte Bismarck fast alle mitteleuropäischen Länder miteinander verbunden und gleichzeitig Frankreich isoliert. Diese Isolation war Bismarck wichtig, denn Frankreich hatte 1871 gegen das Dt. Kaiserreich den letzten Krieg verloren und so war es wahrscheinlich, dass es sich dafür mit einem neuen Krieg rächen wird.
    Allerdings waren die Spannungen zwischen den Ländern damit nicht automatisch aufgehoben und viele Konflikte existierten weiterhin.

  • Fülle nun die Tabelle mit dem dir angeeigneten Wissen aus D1 aus.

    Name des Bündnisses

    beteiligte Länder

    Jahr des Bündnisses

    Ziel des Bündnisses




    T1: Bündnisse, die unter Otto von Bismarck geschlossen wurden
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    Überprüfe dein Wissen zum Bündnissystem Bismarcks mit diesem Quiz M3! (5 min)

    M3: Quiz
    https://t1p.de/Bismarck-Buendnisse

  • Du hast nun dein Wissen zur Bündnispolitik Bismarcks gefestigt. Nun wirst du lernen, wie du selbst ein Schaubild erstellst und kannst es danach gleich selbst probieren.

    Tipp:
    Verbinde Länder, die zusammen ein Bündnis geschlossen haben, mit einer farbigen Linie.

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    Zeichne die Bündnisse in die Karte K1 ein.
    K1: Europa um 1880
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    Informiere dich im Video M4 über das Erstellen digitaler Schaubilder. (5 min)

    M4: Schaubild selbst erstellen
    T1p.de/dv32

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    Übertrage deine Skizze aus Karte K1 in ein digitales Schaubild und lade es anschließend auf die digitale Tafel M5 hoch. (15 min)

    Wie du das Schaubild in das gemeinsame Padlet hochlädst, siehst du im Video M6.

    M5: digitale Tafel
    T1p.de/s93m

    M6: Schaubild auf digitale Tafel pinnen
    T1p.de/ytyv

  • Die Außenpolitik Bismarcks in Social Media?

    In der heutigen Zeit nutzen viele Menschen soziale Medien, um sich miteinander auszutauschen - so auch Politiker. Diese nutzen Social Media, um mit Bürgern in Kontakt zu treten. Einige Politiker teilen politische Entscheidungen auf Twitter oder Instagram.
    Stell dir vor, auch im Deutschen Kaiserreich hätte es soziale Netzwerke, wie Twitter gegeben, und der Reichskanzler Otto von Bismarck hätte folgenden Tweet M6 gepostet.

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    Lies den fiktiven Tweet Bismarcks zu seinem Bündnisystem M7. Analysiere den Tweet und ergänze mögliche Adressaten, Aussageabsicht und den möglichen Anlass. (5 min)
    M7: fiktiver Tweet von Otto von Bismarck

    Autor:

    Jahr:

    mögliche Adressaten:

    möglicher Anlass:

    Aussageabsicht:

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    Konzipiere einen möglichen Antworttweet aus Sicht eines anderen Staatsmannes. (15 min)

    Autor:

    Jahr:

    Adressaten:

    Aussageabsicht:

    dein Tweet-Text:

    mögliche Staatsmänner:
    Robert Gascoyne-Cecil (Premierminister GB); Maurice Rouvier (Regierungschef Frankreich); Kaiser Franz Joseph I. (Österreich-Ungarn); Zar Alexander III. (Russland)

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    Formuliere nun den Fake-Tweet im Generator M8. Poste ihn anschließend auf dem Padlet M9. (5 min)
    Wie stelle ich einen Fake-Tweet her?

    Nutze dazu den folgenden Tweet-Generator:
    https://www.tweetgen.com
    Dort kannst du Username, Bild, deinen Tweet und Datumsangaben eingeben. Du kannst bei der Bearbeitung den fertigen Tweet sehen.
    Bist du fertig? Dann downloade dir den Tweet.

    M8: Fake-Tweet-Geneator
    https://www.tweetgen.com

    M9: Padlet für deinen Tweet
    T1p.de/wrzm