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  • Freie Erörterung - Arbeitsschritt 2: Stoffsammlung
  • Egle-www.teachsam.de
  • 21.12.2016
  • Deutsch
  • 10, 11, 12, 1. Lehrjahr, 2. Lehrjahr, 3. Lehrjahr, B2, C1
  • https://www.tutory.de/w/3fa8f120

    Arbeitsschritt 2 bei der freien Erörterung

    Stoffsammlung

    Der zweite Arbeitsschritt bei der Erarbeitung einer freien Erörterung ist die Stoffsammlung.

    Dieser Arbeitsschritt kann einzeln oder in einem schrittweise kooperativen Schreibverfahren in Zusammenarbeit mit anderen, z. B. in einer Schreibkonferenz durchgeführt werden.

    Stoff - was ist das eigentlich?

    Der Stoff, der zu einem Thema oder, noch präziser gefasst, zu einer bestimmten Themafrage, gesammelt werden kann, besteht in den im Gedächtnis des Schreibers/der Schreiberin gespeicherten Kenntnissen und Erfahrungen (Vorwissen).

    Auf die gilt es zurückzugreifen, wenn man sich für die Bearbeitung eines bestimmten Themas auf der Grundlage einer bei der Erschließung ermittelten Themafrage, die das Schreibziel der Schreibaufgabe präzisiert, entschieden hat.In aller Kürze: Der Stoff ist das, was man zu einem Thema weiß oder im Umgang mit ihm fühlt.

    Das eigene Vorwissen aktivieren

    Bei der Stoffsammlung versucht man darauf zurückzugreifen, indem man das eigene Vorwissen aktiviert

    Dieses umfasst

    • die ganze Fülle von eigenem Wissen (Faktenwissen, Anwendungswissen, Handlungswissen, explizites Wissen)

    • gemachte Erfahrungen und

    • erlebte Gefühle

    Nicht immer so einfach: Gedächtsinhalte abrufen

    Aus dem Gedächtnis abzurufen, was man zu einem bestimmten Thema weiß, ist allerdings manchmal leichter gesagt als getan. Oft fehlen einem einfach die Schlüssel dazu, um daran, insbesondere zu einem festgelegten Zeitpunkt, heranzukommen.

    Was einem gewöhnlich schnell einfällt, kann unter anderen Umständen praktisch nicht verfügbar sein. Solche Denkblockaden wachsen sich, wenn sie mit einer Schreibaufgabe wie der freien Erörterung auftreten, entsprechend schnell zu Schreibblockaden aus.

    Das im Gedächtnis gespeicherte Vorwissen ist kein statischer Wissensbestand, denn unser Gehirn verknüpft nämlich solche Gedächtnisinhalte beim Denken immer wieder mit Neuem.

    Das macht auch spontane Einfälle, die beim Aktualisieren des vorhandenen Vorwissens entstehen so wertvoll. Denn sie ermöglichen damit vielleicht ganz andere andere, neuartige Sichtweisen auf ein Problem.

    Um das vorhandenes Vorwissen zu aktivieren und u. U. dabei neue Einfälle zu provozieren kann man sich auf verschiedene kreative Techniken zur Ideenfindung stützen. Sie eignen sich auch in besonderer Weise dazu, Denk- bzw. Schreibblockaden im Zusammenhang mit der Stoffsammlung zu überwinden. Solche Techniken sind z. B.:

    • Brainstorming

    • Clustering

    • Mind Mapping

    • W-Fragen-Methode

    • BUWA-Schlüssel-Verfahren

    • PMI-Methode

    • ÜMU-Methode

    • Themabegriffe-Methode

    Die Methoden stützen sich bei der Aktivierung von Vorwissen und der Förderung von spontanen Einfällen mehr oder weniger stark auf assoziative Techniken, mit denen man den Verknüpfungen eines Gedankens oder eines Gefühls mit einem Objekt oder einem anderen Gedanken oder Gefühl auf die Spur kommen kann, ohne dass einem dabei der Grund für die Verknüpfung völlig klar sein muss.

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    Vorwissen aktivieren und neue Ideen finden

    mETHODEN FÜR DIE ERFOLGREICHE STOFFSAMMLUNG

    Es gibt verschiedene Methoden, die man bei der Stoffsammlung zur Problemerörterung anwenden kann. Zunächst einmal hängt dies von drei Faktoren ab: Thema Themenstellung Themafrage oder Themaart Einen ebenso großen Einfluss auf die Methode zur Stoffsammlung hat auch die Art und die Sorgfalt, mit der erste Arbeitsschritt, die Erschließung des Themas durchgeführt worden ist.

    Hier werden acht Methoden vorgestellt, die bei der Stoffsammlung zur freien Erörterung bzw. Problemerörterung sinnvoll eingesetzt werden können. Sie dienen alle dazu in einem freien oder gelenkten assoziativen Verfahren Vorwissen zu einem Thema zu aktivieren.

    Diese sind:

    • Brainstorming

    • Clustering

    • Mind Mapping

    • W-Fragen-Methode

    • BUWA-Schlüssel-Verfahren

    • PMI-Methode

    • ÜMU-Methode

    • Themabegriffe-Methode

    Wie man letztendlich vorgeht, hängt natürlich auch von einer Reihe anderer Faktoren ab. Was dem einen liegt, liegt dem anderen nicht so sehr. So muss man für sich selbst und je nach Thema entscheiden, welche Art der Stoffsammlung für einen selbst in Frage kommt oder wie man die eine mit der anderen sinnvoll kombinieren kann.

    Methoden der Stoffsammlung auf www.teachsam.de

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    Ideen einfach kommen lassen

    Brainstorming

    Unter Brainstorming versteht man im Zusammenhang mit der Stoffsammlung der freien Erörterung eine assoziative Methode, um das eigene Vorwissen zu einem Thema oder Problem zu aktivieren und gegebenenfalls dazu neue Ideen zu entwickeln.

    Ähnlich wie bei der von Osborne entwickelten Methode Brainstorming als kreative Arbeitstechnik zur Ideenfindung in Gruppen soll auch bei der Stoffsammlung zusammengetragen werden, was einem zu einem Thema einfällt.

    Und auch hier gilt zunächst einmal das Prinzip der verzögerten Beurteilung und Kritik. Also nicht so schnell die Schere im Kopf ansetzen, sondern auch das notieren, was auf den ersten Blick vielleicht nicht so recht zum Thema passt.

    Aufschreiben, notieren, was einem zum Thema einfällt, ist also die Kurzformel, die beschreibt, was mit dem "Gedankenwirbel" (Brainstorming) bei der Stoffsammlung gemeint ist. Beim Brainstorming zur Stoffsammlung kann man das freie Brainstorming von etwas geleiteten Formen unterscheiden.

    Beispiel

    Das freie Brainstorming zum dem Thema:

    Immer noch fahren viele Pendler aus entlegeneren Wohnorten statt mit der Bahn mit dem Auto zur Arbeit. Welche Gründe gibt es dafür und wie könnte man das ändern?

    könnte zum Beispiel zu nebenstehender Skizze geführt haben.

    Ideen brauchen viel Platz

    Wie der schriftliche Niederschlag des Brainstormings auszusehen hat, bleibt jedem selbst überlassen.

    Auf jeden Fall von Vorteil ist jedoch, den Raum eines Blattes wirklich auszunützen und nicht in feinster Spiegelstrichmanier oben links in der Ecke zu beginnen und dann eins nach dem anderen fein säuberlich untereinander zu schreiben.

    So bleibt die Chance, das eine oder andere noch einzufügen. Und: Das Ganze sieht noch ein wenig wie ein "Gedankenwirbel" aus und entspricht so noch am ehesten unserem Denken.

    Wer allerdings schon einmal mit dieser Methode versucht hat, Ideen zu sammeln, weiß, dass dies nicht immer ganz einfach ist. Zu unterschiedlich sind unsere Gewohnheiten zu denken und Ideen zu finden. In Fällen, in denen einem auf dem Weg über ein freies Brainstorming nichts einfällt, kann man versuchen den möglichen Ideenfluss durch eine etwas klarer geleitete Form in Gang zu bringen. Hierzu gibt es zum Beispiel die folgenden Möglichkeiten: W-Fragen-Methode, BUWA-Methode, PMI-Methode, ÜMU-Methode und Themabegriffe-Methode.

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    Ideen kommen lassen und einfach strukturieren

    Clustering

    Clustering (von engl. Cluster (= Büschel, Gruppe, Anhäufung) ist eine sehr interessante und für viele sehr effektive Methode zur Ideenfindung und Stoffsammlung.

    Clustering stellt dabei eine assoziative Methode, mit der es gelingen kann, das eigene Vorwissen zu einem Thema/Problem zu aktivieren und u. U. neue Ideen oder Problemlösungen zu finden.

    Die Arbeitstechnik des Clusterings kann entweder für sich allein, am besten aber in Kombination mit anderen kreativen Arbeitstechniken (z.B. Mind Mapping beim Arbeitsschritt Stoffordnung) eingesetzt werden. Dabei können sowohl Standardcluster als auch unter bestimmten Umständen Widerspruchscluster benutzt werden.

    Wer zur Stoff- sammlung "clustern" will, könnte dabei nach diesen Arbeitsschritten vorgehen. (Abb. rechts)

    So können Sie vorgehen

    (1) Wählen Sie für Ihr Clustering ein ausreichend großes unliniertes Papier, am besten im DIN-A3-Format. Wenn Sie das Clustering in der Gruppe durchführen wollen, sollten Sie natürlich ein noch größeres Papierformat (ggf. Packpapier o. ä.) verwenden.

    (2) Schreiben Sie zunächst den Kernbegriff, von dem Ihre Assoziation ausgehen soll, in die Mitte des Blattes und umrahmen Sie diesen.

    (3) Sobald Sie Ihre ersten Assoziationen zu Papier bringen können und wollen, schreiben Sie nacheinander alle Einfälle auf und umrahmen diese.

    (4) Wenn diese Einfälle sich so hintereinander reihen, dass Sie den Eindruck gewinnen, sie bilden gewissermaßen eine "Kette", dann verbinden Sie diese mit einem Strich miteinander.

    (5) Scheuen Sie sich nicht davor, auch einzelne Ideen unverbunden stehen zu lassen!

    (6) Während dieses gelenkten Assoziierens betrachten Sie immer wieder in aller Ruhe, was sie notiert haben. Dadurch können Sie sich zu weiteren Einfällen anregen lassen. Kehren Sie dabei auch immer wieder zum Kernbegriff zurück und beginnen Sie Ihre Assoziation erneut.

    Das Clustering zu dem Thema "Wo man hinschaut, sieht man Gewalt." könnte so aussehen.

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    Ideen kommen lassen und Assoziationssträngen folgen

    Mind Mapping

    Mind Mapping ist eine Arbeitstechnik, die heutzutage weit verbreitet ist. So existieren mittlerweile auch eine ganze Reihe von Vorstellungen darüber, was ein Mind Map überhaupt ist und wie es auszusehen hat. Und nicht selten geht

    alles als Mind Map durch, was irgendwie eine Art (Begriffs-)Karte ergibt.

    Es gibt keine allgemeinverbindlichen Regeln für Mind Mapping. Ursprünglich war es gedacht als eine Art bildlicher Repräsentation von assoziativen begrifflichen oder symbolischen Elementen und Strukturen. Doch das grafische Gestaltungsprinzip (Baumstruktur mit prinzipiell unendlichen Verästelungen) wird inzwischen auch als Methode zur Visualisierung anderer Dinge verwendet.

    Mind Maps zur Ideenfindung und Stoffsammlung

    Mind Mapping zur Ideenfindung und Stoffsammlung soll mit verschiedenen Elemente wie Baumstrukturen, Verästelungen, Begriffe, Bezeichnungen und Symbolen "ursprüngliche Denkmuster" (Beyer, 1995, Hervorh. d. Verf.) einer Person zu einem bestimmten Thema, Sachverhalt, Ereignis oder Objekt darstellen. Damit zielt es darauf, Gedächtnisinhalte (Wissen, Gefühle) in einem assoziativen Verfahren zu aktivieren.

    Der Kern (Assoziationskern) des Mind Maps stellt den Ausgangspunkt, von dem die verschiedenen Assoziationsstränge abgehen.

    Der Assoziationskern muss kein Oberbegriff für die von ihm abgehenden Äste (Assoziationsstränge) sein. Er soll vor allem Assoziationen in Gang bringen.

    Die Hauptäste mit den ihnen zugeordneten Bezeichnungen für die darüber zugänglich gemachten Gedächtnisinhalte müssen auch keine Oberbegriffe für die nachfolgenden Elemente auf dem Assoziationsstrang (Unteräste, Zweige) sein. Sie sind als Assoziationswörter nur besonders geeignete Schlüssel, die die Tür zu den dahinter stehenden Assoziationen aufschließen sollen..

    Mind Mapping ist, als Assoziationsmethode zur Ideenfindung eingesetzt, in erster Linie eine individuelle, persönliche Arbeitstechnik, die immer die eigene Handschrift des "Mappers" aufweist und daher nicht ohne weiteres auf andere mit anderen Denkstrukturen übertragen werden kann.

    So können SIe vorgehen

    1. Notieren Sie in der Mitte der Seite den Assoziationskern des Mind Maps. Wählen Sie dabei eine Darstellung (Wort, Zeichung, Symbol), die Sie zu weiteren Assoziationen anregt.

    2. Notieren Sie Ihre erste Idee und verbinden Sie diese mit dem Assziationskern. (Hauptast)

    3. Versuchen Sie dann dieser Idee zu folgen und weitere davon ausgelöste Ideen als Assoziationsstrang auf Ästen und Zweigen zu notieren.

    4. Wenn Ihnen auf dem Weg dieses Assoziations-stranges nichts mehr einfällt, gehen Sie wieder vom Assoziationskern aus und versuchen Sie mit einer anderen Idee einen weiteren Asso- ziationsstrang aufzubauen. Sie können das aber auch von einem weiteren Hauptast tun, den sie vom Kern ausgehen lassen.

    Schlüsselwörter und Schlüsselkonzepte sind gefragt

    Schreiben Sie auf die Linien der Hauptäste. Äste und Zweige keine langen Sätze und am besten waagrecht. (Ideen als "Schlüsselwörter")

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    Ideen mit W-Fragen auf die Spur kommen

    W-Fragen-Methode

    Nicht immer, und vor allem nicht für jeden, sind freie assoziative Techniken das Richtige bei der Ideenfindung und Stoffsammlung. Manchmal fehlen einem einfach die Schlüssel bzw. Schlüsselkonzepte, die unser Vorwissen aktieren.

    Die W-Fragen-Methode ist dabei eine Möglichkeit, die Stoffsammlung effektiv und zielbewusst in Gang zu bringen und dabei in einem gelenkten assoziativen Verfahren seinen Einfällen auf die Sprünge zu helfen, genauer: sein Vorwissen aus dem Gedächtnis abzurufen und ggf. mit neuen Ideen zu verknüpfen.

    Wer die W-Fragen-Methode als Arbeitstechnik einsetzen will, muss zum Kernproblem oder einzelnen Teilproblemen des Themas eine möglichst große Zahl von W- Fragen formulieren.

    Beispiele für derartige W-Fragen:

    • Wer...? Warum ...? Wann ...? Wie ...?

    • Welche Ursachen....? Welche Folgen...? Welche Wirkungen...?

    Die möglichen Antworten auf diese Fragen stellen dann die eigentliche Stoffsammlung dar. Gleichzeitig strukturieren W-Fragen die Stoffsammlung häufig schon so, dass es nicht mehr sehr schwer fällt, diese in eine vernünftige Stoffordnung zu bringen.

    Beispiel

    Die W-Fragen-Methode lässt sich mit dem folgenden Beispielthema verdeutlichen:

    "Glückliche" Schnitzel schmecken besser

    Was bedeutet diese paradox (=widersinnig) klingende Aussage? Wie stehen Sie dazu?

    Nach der Durchführung des Arbeitschritts "Erschließung des Themas" hat der Bearbeiter dieses Themas eine Stoffsammlung mit der W-Fragen-Methode durchgeführt.

    Seite auf www.teachsam.de

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    Ideen mit W-Fragen auf die Spur kommen

    W-Fragen-Methode

    Thema:

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    Ideen in Assoziationsfeldern strukturiert auf die Spur kommen

    BUWA-Methode

    Insbesondere bei Erörterungsthemen des linearen Typs kann die Stoffsammlung bei der Problemerörterung auch mit dem so genannten BUWA-Schlüssel-Verfahren durchgeführt werden.

    Die Abkürzung BUWA steht dabei für die folgenden Gesichtspunkte eines Themas / Problems:

    • Beschaffenheit

      Wer nach der Beschaffenheit eines Problems fragt, will wissen, wie das Problem aussieht und worin es besteht.

    • Ursache(n)

      Wer nach den Ursachen fragt, will ermitteln, warum ein Problem besteht.

    • Wirkung(en)

      Wer sich über die Wirkungen eines Problems Gedanken macht, will in Erfahrungen bringen, wie sich ein Problem auswirkt, welche Folgen es mit sich bringt.

    • Abhilfemöglichkeiten

      Wer über Möglichkeiten nachdenkt, wie man einem Problem Abhilfe schaffen kann, will herausarbeiten, welche Lösungsansätze für ein Problem denkbar sind.

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    Ideen in Assoziationsfeldern strukturiert auf die Spur kommen

    BUWA-Methode

    Thema:

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    Plus- und Minuspunkten in Assoziationsfeldern Raum geben

    PMI-Methode

    Wenn einem bei der Stoffsammlung beim freien Assoziieren zu wenig einfällt, kann sich, insbesondere beim dialektischen Erörterungstyp und seinen Entscheidungsfragen, die mit Ja oder Nein beantwortet werden können, vielleicht mit der PMI-Methode helfen. (vgl. Liebnau 1995)

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    Plus- und Minuspunkten in Assoziationsfeldern Raum geben

    PMI-Methode

    Thema:

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    In Assoziationsfeldern das Gemeinsame entdecken, um die Unterschiede aufzuspüren

    ÜMU-Methode

    Die ÜMU-Methode stellt eine Möglichkeit dar, bei der Stoffsammlung, das eigene Vorwissen zu einem Thema oder Problem zu aktivieren und gegebenenfalls dazu neue Ideen zu entwickeln. (vgl. Liebnau 1995)

    Das Prinzip:

    Gemeinsames betonen, damit Unterschiede um so klarer heraustreten.

    Diese gelenkte Form der Assoziation will bei einem umstrittenen Problem (h: dialektische Erörterung) die kontroversen Gesichtspunkte dadurch ins Bewusstsein rücken, dass zunächst Gemeinsamkeiten betont werden, um im Anschluss daran das Unterschiedliche deutlich zu erkennen.

    • In einem ersten Schritt wird daher Übereinstimmendes (Ü) bei kontroversen Sichtweisen gesucht und notiert.

    • In einem zweiten Schritt soll dann ermittelt werden, welche Meinungsunterschiede (M) die Standpunkte aufweisen.

    • Der dritte Schritt gilt dem, was für das Problem unwichtig (U) ist.

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    In Assoziationsfeldern das Gemeinsame entdecken, um die Unterschiede aufzuspüren

    ÜMU-Methode

    Thema:

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    Sich von den Themabegriffen in Assoziationsfeldern inspirieren lassen

    Themabegriffe-Methode

    Die Themabegriffe-Methode stellt ein gelenktes assoziatives Verfahren dar, um die Stoffsammlung durchzuführen.

    Das Verfahren ist dann geeignet, wenn die Themabegriffe/Schlüsselbegriffe so beschaffen sind, dass sich damit das eigene Vorwissen zu den wichtigsten Aspekten des Themas bzw. Problems aktivieren lässt.

    Fallen die Themabegriffe in der Themenstellung klar aus, kann man sie schon nach ihrer Identifizierung bei der Erschließung des Themas verwenden, andernfalls muss ihre Bedeutung in diesem Arbeitsschritt genauer erfasst werden.

    Themabegriffe erfassen und auf ihre Klarheit überprüfen

    • Zunächst geht es also darum die wesentlichen Themabegriffe lückenlos zu erfassen, damit alle vom Thema intendierten Aspekte eines Problems bei der Stoffsammlung zum Zuge kommen.

    • Im Anschluss daran muss geklärt werden, ob die gefundenen Themabegriffe hinreichend klar sind.

    Beispiel

    Die Themabegriffe-Methode lässt sich z. B. bei dem folgenden Beispielthema anwenden:

    Verkehr vermeiden und verlagern, Technik verbessern und zur Verkehrsberuhigung beitragen - das sind wichtige Aspekte einer modernen Verkehrspolitik. Zeigen Sie auf, worin derartige Konzepte bestehen und welche Hindernisse zu ihrer Verwirklichung im Wege stehen.

    Die maßgeblichen Themabegriffe sind in der Themenstellung schon klar enthalten. Sie lauten: Verkehr vermeiden, Verkehr verlagern, Technik verbessern, Verkehrsberuhigung, moderne Verkehrspolitik, Konzepte, Hindernisse zur Verwirklichung.

    Nimmt man die vier im Thema enthaltenen Konzepte moderner Verkehrspolitik lässt sich damit die Stoffsammlung schon systematisch durch diese Unterteilung angehen, ehe man dann bezogen auf diese Themabegriffe seine Einfälle und Ideen notiert.