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  • Redewiedergabe - Indirekte Rede - Imperativ bei der Wiedergabe
  • Egle-www.teachsam.de
  • 16.10.2016
  • Fachhochschulreife, Allgemeine Hochschulreife, Hauptschulabschluss, Mittlere Reife, Berufsschulabschluss
  • Deutsch
  • 9, 10, 11, 1. Lehrjahr, 2. Lehrjahr, 3. Lehrjahr, B2, C1
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    Indirekte Rede ganz konkret

    Der Imperativ bei der indirekten Wiedergabe

    Direkter geht’s ja wohl kaum als mit einem Imperativ!

    Aber auch einen Befel oder eine Aufforderimg kann man indirekt wiedergeben. Allerdings muss man dazu schon etwas umformulieren.

    • Normalerweise benutzt man zur Wiedergabe des Imperativ die indirekte Rede unter Zuhilfenahme der Modalverben mögen und sollen.

    • Aber es geht auch mit einer Hauptsatz-Infinitiv-Konstruktion, wenn ein Verb, das eine Aufforderung, einen Befehl oder einen Wunsch ausdrückt, die indirekte Wiedergabe einleitet.

    Was dann?

    Schauen wir uns das Ganze doch `mal an Beispielen an:

    • „Bist du noch dran?“

    • „Ja“, antwortete Paul und fügte hinzu, „ich dachte, du wirst schon noch etwas sagen.“

    • „Nein, das hatte ich nicht vor“, schimpfte Claudia.

    Ein paar Beispiele machen schnell klar, wie man mit dem Imperativ bei der indirekten Wiedergabe umgehen muss:

    • Hau ab! Los, verschwinde!“ wird z. B. zu:

      • Er schrie ihn an, er solle/möge abhauen und (auf der Stelle) ver-schwinden.

      • Er forderte ihn auf abzuhauen und (auf der Stelle) zu verschwinden.

    • „Fahrt endlich los!“ wird je nachdem, wer gemeint ist, z. B. zu:

      • Er sagte zu ihnen, sie sollten / möchten endlich losfahren.

      • Er befahl ihnen, endlich loszufahren.

    • „Setzen wir uns!“ wird je nachdem, wer gemeint ist, z. B. zu:

      • Er sagte, sie sollten sich setzen.

      • Er forderte sich und die anderen auf sich zu setzen.

    Arbeitsanregungen

    Geben Sie die die nachfolgenden Äußerungen im Imperativ indirekt wieder. Nutzen Sie dabei die indirekte Wiedergabe mit einem der Modalverben sollen oder mögen und - wenn möglich - die Hauptsatz-Infinitiv-Konstruktion.

    1. "Mach' doch bitte mal das Fenster zu!", bat sie ihn.

    2. "Du gehst jetzt sofort in dein Zimmer!", sagte seine Mutter zu ihm.

    3. Er hatte befohlen: "Alle Mann, in Deckung!"

    4. "Zieh Leine!", schrie er in an.

    5. "Platz!", sagte er zu seinem Hund, "Platz, verflixt noch mal!"

    6. "Auf geht's", sagte sie, "kommt mal alle her!"

    7. "Leute, macht doch kein Theater!", forderte sie die Gruppe auf. "Lasst uns einfach anfangen."

    8. Sie schimpfte: "Du kannst mir gestohlen bleiben! Verschwinde aus meinem Leben!"

    9. "Bitte, bitte, bitte", flehte er, "lass' mich einfach mal in Ruhe!"

    10. "Mann, stell doch mal die Musik leiser!", herrschte er ihn an.