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  • Strukturierte Textwiedergabe - Beispieltext - "Schuluniform und Markenwahn"
  • Egle-www.teachsam.de
  • 23.10.2016
  • Deutsch
  • 10, 11, A1, B2
  • https://www.tutory.de/w/4756f890

    Schuluniform und Markenwahn

    Gert Egle (2013)





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    Uniformen tragen die andern. Ob Schüler und Schülerinnen in unseren europäischen Nachbarländern, wie z. B. Frankreich und England, von Südafrika bis Japan, in unzähligen Ländern gehen Schülerinnen und Schüler in Schuluniformen zur Schule. In Deutschland jedoch gibt es nur wenige Beispiele. In deutschen Landen darf man das Thema im Allgemeinen nicht ohne den Blick in die Vergangenheit abhandeln. Es gehört zum politisch guten Ton der Älteren, wenn sich ein Unbehagen schon beim Gedanken an schuluniformierte Kinder und Jugendliche einstellt. Ihnen mögen dabei die Bilder gegenwärtig sein, die noch ihre eigenen Väter in der braunen Kluft der Hitlerjugend und der Wehrmachtsuniform und ihre eigenen Mütter in den weißen Hemden und dunklen Röcken des BDM (1) zeigen. Jugendliche von heute begegnen dem Thema Schuluniformen dagegen sehr unvoreingenommen. "Ich finde Schuluniformen eigentlich ganz gut", sagt zum Beispiel Martina Z., Schülerin auf dem Wirtschaftsgymnasium in Konstanz, "nur habe ich keine Lust darauf, lauter altmodische Sachen anzuziehen." Das haben auch die Schulen in Deutschland erkannt, die einheitliche Schulkleidung eingeführt haben. Dort findet man keine langweiligen Uniformen ohne jeden modischen Pepp, sondern macht den Schülerinnen und Schülern ein breites Angebot von Kleidungsstücken, die in unterschiedlicher Weise kombiniert werden können. Und häufig konnten sie über die Einführung von Schuluniformen mitentscheiden und bei der Auswahl der Stoffe und Textilien mitbestimmen. Die Zugeständnisse an den modischen Zeitgeschmack müssen allerdings bei Schuluniformen auch ihre Grenzen finden. "Die Schule ist keine Peep-Show", sagt Dirk Vollkammer, Leiter des Internatsgymnasiums Gaienhofen am Bodensee und fordert: "Bauchfreie Tops haben im Unterricht nichts verloren." (2) Wie Vollkammer glauben sogar auch andere Pädagogen daran, mit einer einheitlichen Schulkleidung einer fortschreitenden Sexualisierung der Mädchenmode entgegenwirken zu können. Auch wenn das so formulierte Ziel vielleicht etwas zu ambitioniert klingt, es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Schuluniformen zumindest verhindern könnten, dass die Schule als Laufsteg mit mehreren hundert Zuschauern missbraucht wird. Und ein Weiteres ist mehr als ein bloßer Nebeneffekt: "Wir wollen den Markenwahn, die Unterscheidung zwischen den »Chiemsee- und Chevignon-Kindern« auf der einen und den »Aldi-Kindern« auf der anderen Seite, unterbinden" sagt Dieter Landthaler, der Schulleiter einer Realschule im oberbayerischen Haag. (3) Und damit hat er zweifellos recht, zumal viele Schülerinnen und Schüler, die Klamottenkonkurrenz im Klassenzimmer selbst leid sind. Sie wollen sich ohne Diesel, Nike oder anderen angesagten Labels auf ihrer Kleidung nämlich nicht mehr minderwertig fühlen. Auch wenn, die Schule mit Schuluniformen dem Markenwahn und Markenmobbing allein nicht nachhaltig entgegenwirken kann, muss sie ihnen noch lange keinen Raum in ihren eigenen vier Wänden geben! Dabei sollte man auch nicht zuviel erwarten, Schuluniformen können eben soziale Unterschiede zwischen den Schülerinnen und Schülern nicht ausgleichen. Wer anderes behauptet, erzählt Märchen. In einer Zeit, in der iPods, IPhones und iPads zur normalen Ausrüstung zahlreicher moderner "Schulranzen" gehören, lohnt es nicht das Märchen weiterzuerzählen. Und gegen das Märchen, sprechen auch Einwände von Eltern, die fragen: Wer soll für die Kosten aufkommen, wenn ihre Kinder Jahr für Jahr ihren Schuluniformen entwachsen? Woher das Geld nehmen für Sommer- und Winter-Uniformen, wenn schon bei etlichen Familien das Geld kaum dafür reicht, ihren Kindern Bücher und Hefte zu bezahlen? Hier muss also der Staat etwas tun, wenn er Schuluniformen will, das ist klar. Tut er das, werden sich auch so besorgte Eltern den weiteren guten Argumenten für die Einführung von Schulkleidung sicher nicht verschließen. So hat man offenbar herausgefunden: Wo Schüler in Uniform erscheinen, herrscht ein besseres Lernklima. Sie haben beim Lernen mehr Erfolg und arbeiten konzentrierter. Und was die Wissenschaftler sagen, wird auch von Praktikern bestätigt, die in Deutschland erste Erfahrungen mit Schuluniformen gemacht haben. Zum Beweis dafür werden einige Begründungen vorgebracht. Die wichtigste: Schuluniformen steigern das Zusammengehörigkeitsgefühl und stärken somit das solidarische Miteinander der Schüler untereinander. Ferner: Erfahrungen in den USA haben gezeigt, dass damit auch das Selbstwertgefühl und der Selbstrespekt des einzelnen gestärkt werden können, was wiederum gute Voraussetzungen für den individuellen Lernerfolg schafft. Wachsendes Zusammengehörigkeitsgefühl und steigendes

    Uniformen tragen die andern. Ob Schüler und Schülerinnen in unseren europäischen Nachbarländern, wie z. B. Frankreich und England, von Südafrika bis Japan, in unzähligen Ländern gehen Schülerinnen und Schüler in Schuluniformen zur Schule. In Deutschland jedoch gibt es nur wenige Beispiele. In deutschen Landen darf man das Thema im Allgemeinen nicht ohne den Blick in die Vergangenheit abhandeln. Es gehört zum politisch guten Ton der Älteren, wenn sich ein Unbehagen schon beim Gedanken an schuluniformierte Kinder und Jugendliche einstellt. Ihnen mögen dabei die Bilder gegenwärtig sein, die noch ihre eigenen Väter in der braunen Kluft der Hitlerjugend und der Wehrmachtsuniform und ihre eigenen Mütter in den weißen Hemden und dunklen Röcken des BDM (1) zeigen. Jugendliche von heute begegnen dem Thema Schuluniformen dagegen sehr unvoreingenommen. "Ich finde Schuluniformen eigentlich ganz gut", sagt zum Beispiel Martina Z., Schülerin auf dem Wirtschaftsgymnasium in Konstanz, "nur habe ich keine Lust darauf, lauter altmodische Sachen anzuziehen." Das haben auch die Schulen in Deutschland erkannt, die einheitliche Schulkleidung eingeführt haben. Dort findet man keine langweiligen Uniformen ohne jeden modischen Pepp, sondern macht den Schülerinnen und Schülern ein breites Angebot von Kleidungsstücken, die in unterschiedlicher Weise kombiniert werden können. Und häufig konnten sie über die Einführung von Schuluniformen mitentscheiden und bei der Auswahl der Stoffe und Textilien mitbestimmen. Die Zugeständnisse an den modischen Zeitgeschmack müssen allerdings bei Schuluniformen auch ihre Grenzen finden. "Die Schule ist keine Peep-Show", sagt Dirk Vollkammer, Leiter des Internatsgymnasiums Gaienhofen am Bodensee und fordert: "Bauchfreie Tops haben im Unterricht nichts verloren." (2) Wie Vollkammer glauben sogar auch andere Pädagogen daran, mit einer einheitlichen Schulkleidung einer fortschreitenden Sexualisierung der Mädchenmode entgegenwirken zu können. Auch wenn das so formulierte Ziel vielleicht etwas zu ambitioniert klingt, es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Schuluniformen zumindest verhindern könnten, dass die Schule als Laufsteg mit mehreren hundert Zuschauern missbraucht wird. Und ein Weiteres ist mehr als ein bloßer Nebeneffekt: "Wir wollen den Markenwahn, die Unterscheidung zwischen den »Chiemsee- und Chevignon-Kindern« auf der einen und den »Aldi-Kindern« auf der anderen Seite, unterbinden" sagt Dieter Landthaler, der Schulleiter einer Realschule im oberbayerischen Haag. (3) Und damit hat er zweifellos recht, zumal viele Schülerinnen und Schüler, die Klamottenkonkurrenz im Klassenzimmer selbst leid sind. Sie wollen sich ohne Diesel, Nike oder anderen angesagten Labels auf ihrer Kleidung nämlich nicht mehr minderwertig fühlen. Auch wenn, die Schule mit Schuluniformen dem Markenwahn und Markenmobbing allein nicht nachhaltig entgegenwirken kann, muss sie ihnen noch lange keinen Raum in ihren eigenen vier Wänden geben! Dabei sollte man auch nicht zuviel erwarten, Schuluniformen können eben soziale Unterschiede zwischen den Schülerinnen und Schülern nicht ausgleichen. Wer anderes behauptet, erzählt Märchen. In einer Zeit, in der iPods, IPhones und iPads zur normalen Ausrüstung zahlreicher moderner "Schulranzen" gehören, lohnt es nicht das Märchen weiterzuerzählen. Und gegen das Märchen, sprechen auch Einwände von Eltern, die fragen: Wer soll für die Kosten aufkommen, wenn ihre Kinder Jahr für Jahr ihren Schuluniformen entwachsen? Woher das Geld nehmen für Sommer- und Winter-Uniformen, wenn schon bei etlichen Familien das Geld kaum dafür reicht, ihren Kindern Bücher und Hefte zu bezahlen? Hier muss also der Staat etwas tun, wenn er Schuluniformen will, das ist klar. Tut er das, werden sich auch so besorgte Eltern den weiteren guten Argumenten für die Einführung von Schulkleidung sicher nicht verschließen. So hat man offenbar herausgefunden: Wo Schüler in Uniform erscheinen, herrscht ein besseres Lernklima. Sie haben beim Lernen mehr Erfolg und arbeiten konzentrierter. Und was die Wissenschaftler sagen, wird auch von Praktikern bestätigt, die in Deutschland erste Erfahrungen mit Schuluniformen gemacht haben. Zum Beweis dafür werden einige Begründungen vorgebracht. Die wichtigste: Schuluniformen steigern das Zusammengehörigkeitsgefühl und stärken somit das solidarische Miteinander der Schüler untereinander. Ferner: Erfahrungen in den USA haben gezeigt, dass damit auch das Selbstwertgefühl und der Selbstrespekt des einzelnen gestärkt werden können, was wiederum gute Voraussetzungen für den individuellen Lernerfolg schafft. Wachsendes Zusammengehörigkeitsgefühl und steigendes

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    Selbstwertgefühl fördern damit auch eine Lernkultur, in der Disziplinprobleme nicht mehr so häufig auftreten. Und vielleicht führt alles miteinander, in einem Klima gegenseitigen Vertrauens zwischen Schülern und Lehrkräften, dann auch zur Wahrnehmung der Schule als einem besonderen Ort, für den es sich in besonderer Weise anzuziehen lohnt. Bei so viel Positivem, darf man die Grenzen des Ganzen indessen nicht aus den Augen verlieren: Ein Rezept gegen die Bildungsmisere in Deutschland wie z.B. die Benachteiligung von Ausländerkindern, die geringe Förderung von Kindern aus Schichten, für die Bildung oft nicht so viel bedeutet, sind Schuluniformen indessen nicht. Sie können auch gegen die immer weiter auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich nichts machen. Da hilft eben auch der bloße Glaube an eine herkunftsunabhängige "heile" Lerngemeinschaft in Schuluniformen nicht weiter. Weder dafür noch für die an Schuluniformen oft auch geknüpfte Hoffnung, Schüler ließen sich damit eher zur Disziplin erziehen, sollte die durchaus berechtigte Diskussion um die Einführung von Schuluniformen missbraucht werden.

    Selbstwertgefühl fördern damit auch eine Lernkultur, in der Disziplinprobleme nicht mehr so häufig auftreten. Und vielleicht führt alles miteinander, in einem Klima gegenseitigen Vertrauens zwischen Schülern und Lehrkräften, dann auch zur Wahrnehmung der Schule als einem besonderen Ort, für den es sich in besonderer Weise anzuziehen lohnt. Bei so viel Positivem, darf man die Grenzen des Ganzen indessen nicht aus den Augen verlieren: Ein Rezept gegen die Bildungsmisere in Deutschland wie z.B. die Benachteiligung von Ausländerkindern, die geringe Förderung von Kindern aus Schichten, für die Bildung oft nicht so viel bedeutet, sind Schuluniformen indessen nicht. Sie können auch gegen die immer weiter auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich nichts machen. Da hilft eben auch der bloße Glaube an eine herkunftsunabhängige "heile" Lerngemeinschaft in Schuluniformen nicht weiter. Weder dafür noch für die an Schuluniformen oft auch geknüpfte Hoffnung, Schüler ließen sich damit eher zur Disziplin erziehen, sollte die durchaus berechtigte Diskussion um die Einführung von Schuluniformen missbraucht werden.

    Anmerkungen:

    (1) BDM = Bund deutscher Mädchen; weibliche Zwangsorganisation für die weibliche Jugend während der Zeit des Nationalsozialismus, Teil der Hitlerjugend (HJ) (»DHM: Hitlerjugend ); diente dem NS-Regime zur Beeinflussung der weiblichen Jugend mit völkisch-rassistischen Vorstellungen

    (2) vgl. http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/Schule-ist-keine-Peepshow;art372448,2027614

    (3) http://www.sueddeutsche.de/karriere/schule-besser-lernen-in-uniform-1.564329 v. 17.05.2010

    Arbeitsanregungen

    Inhaltsangabe:

    1. Verfassen Sie Inhaltsangabe zum Text.

    2. Wie stehen Sie zur Einführung von Schuluniformen? - Verfassen Sie eine kurze Stellungnahme.

    Strukturierte Textwiedergabe / Texterörterung

    • Verfassen Sie eine strukturierte Textwiedergabe zum Text und stellen Sie dabei eine Überblicksinformation an den Anfang.

    • Nehmen Sie zu den Ausführungen des Autors kritisch Stellung.

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    Strukturierte Textwiedergabe

    Musterlösung

    In dem Kommentar "In Uniform gegen den Markenwahn" von Gert Egle, der auf der Webseite www.teachsam.de am 9.11.2008 erschienen und vom Autor zuletzt am 29.09.2013 bearbeitet worden ist, geht es um das Thema Schuluniformen in Deutschland. Dargestellt werden die Vor- und Nachteile bei einer möglichen Einführung von Schuluniformen an deutschen Schulen. Der Autor greift mit seinem Beitrag in eine immer wieder aufkeimende, öffentlich geführte Debatte ein und richtet seine Ausführungen an die interessierte Öffentlichkeit, insbesondere wohl an Lehrkräfte und Eltern. Gert Egle leitet seine Ausführungen mit einem Blick auf andere Länder ein, in denen Schuluniformen zum normalen Schulalltag gehören, und verweist damit darauf, dass in Deutschland, bis auf wenige Ausnahmen, Schulkleidung nicht üblich sei. Im daran anschließenden ersten Sinnabschnitt des Textes führt der Verfasser als maßgeblichen Grund für die in Deutschland verbreitete Abneigung gegenüber Schulkleidung die Erfahrungen der älteren Generation an, die in der Vergangenheit in den Diktaturen des Nazi- und des SED-Regimes schlechte Erfahrungen mit uniformierten Jugendlichen gemacht hätten. Jugendliche von heute, so behauptet Gert Egle im anschließenden Sinnabschnitt, hätten indessen von vornherein keine größeren Vorbehalte gegen Schuluniformen, vorausgesetzt, sie seien, wie er eine Schülerin zu Wort kommen lässt, nicht so altmodisch. Dies hätten sich auch die wenigen Schulen mit Schulkleidung zu eigen gemacht, die ihre Schülern weitgehende Mitspracherechte eingeräumt hätten. Der Autor fordert allerdings, dass die Schuluniformen nicht jeden modischen Trend mitmachen sollten. Auch wenn er die Einschätzung mancher Pädagogen nicht teile, wonach eine einheitliche Schulkleidung der zunehmenden Sexualisierung der Mädchenmode entgegenwirken könne, behauptet er doch, dass Schuluniformen der inzwischen auch von vielen Schülern als lästig empfundenen Konkurrenz mit Markenkleidung in der Schule einen gewissen Riegel vorschieben können. Er hält daran fest, auch wenn er einräumt, dass dies keineswegs ein Patentrezept gegen Markenwahn und Markenmobbing an der Schule sei. Den nächsten Sinnabschnitt, indem sich der Autor mit weiteren Argumenten zum Thema auseinandersetzt, beginnt er daher auch mit der ausdrücklichen Warnung, von Schuluniformen die Einebnung sozialer Unterschiede in der Schule zu erwarten. Angesichts der Tatsache, dass andere Markenartikel wie Smartphones u. ä. längst zur normalen Ausstattung von Schülern gehörten, verweist er derartige Hoffnungen in den Bereich von Märchen. Ein weiteres Argument gegen die These von der Einebnung sozialer Unterschiede sieht er darin, dass sich sozial schwache Eltern ohne beträchtliche finanzielle Unterstützung des Staates teure Schuluniformen überhaupt nicht leisten könnten. Zugleich versteht er dieses Argument aber auch als eine Aufforderung an den Staat, sich angesichts der Vorteile von Schuluniformen stärker zu engagieren. Dafür sprechen nach Ansicht des Autors weitere wichtige Argumente, die er, ohne die Quellen zu nennen, als wissenschaftlich belegt ansieht. Ganz allgemein spräche für die Einführung von Schuluniformen die davon beeinflusste Verbesserung des Schulklimas und der Lernkultur an den Schulen. Dies sei, so begründet er unter Berufung auf diese Quellen, u. a. den Tatsache geschuldet, dass Schuluniformen das Zusammengehörigkeitsgefühl der Schülerinnen und Schüler steigerten und das Selbstwertgefühl der Schüler erhöhten. Im letzten Sinnabschnitt weist Gert Egle, für den die Vorteile von einheitlicher Schulkleidung überwiegen, noch einmal darauf hin, das Thema nicht mit falschen Erwartungen zu überfrachten und für unterschiedliche Ziele zu instrumentalisieren. So steht für ihn fest, dass Schuluniformen kein Konzept gegen Schwächen des deutschen Bildungssystems, z. B. die Benachteiligung von Ausländerkindern, darstelle und auch kein Mittel zur Herstellung von Disziplin an den Schulen sei.

    Arbeitsanregungen

    1. Untersuchen Sie, wie die strukturierte Textwiedergabe den inhaltlichen Aufbau des Textes beschreibt.

    2. Unterstreichen sie alle Formulierungen, mit denen der Gedankengang oder die argumentativen Strukturen des Textes beschrieben werden.

    3. Arbeiten Sie heraus, welche verschiedenen Formen der indirekten Wiedergabe in der strukturierten Textwiedergabe verwendet werden.

    4. Zeigen Sie am Originaltext auf, welche Informationen keinen Eingang in die strukturierte Textwiedergabe gefunden haben.

    5. Überlegen Sie, welche Gesichtspunkte als Erörterungsansätze in Frage kommen könnten.