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  • Argumentieren - Argumentationsstrukturen verbessern - Gruppenunterricht
  • Egle-www.teachsam.de
  • 28.11.2016
  • Deutsch
  • 10, 11, 1. Lehrjahr, 2. Lehrjahr, 3. Lehrjahr, B2, C1
  • https://www.tutory.de/w/4b70f940

    Argumentieren unter der Lupe

    "Müssen wir heute wieder allein in der Gruppe lernen?"

    Argumentationsstrukturen herausarbeiten und verbessern

    Schülerinnen und Schüler arbeiten heutzutage in der Schule sehr häufig in offenen Unterrichtsformen (Wochenplanarbeit, Lernzirkel / Lernen an Stationen, selbstorganisiertes Lernen, wechselseitiges Lernen und Lehren). Nicht immer findet die Gruppenarbeit im Gruppenunterricht jedoch die ungeteilte Zustimmung von Schülerinnen und Schülern.

    Drei Probleme scheinen die Schüler und Schülerinnen im Zusammenhang mit Gruppenunterricht besonders zu beschäftigen (nach Feustel 1992, S.20).

    • Realistische ZeiteinteilungGruppenunterricht sollte nach Ansicht von Feustel (1992, S.20) wegen seines im Allgemeinen zeitaufwendigen Charakters möglichst in Zeiten ohne allzuviel Klausurstress gelegt werden. Darüber hinaus müssen wegen terminlicher oder technischer Probleme Zeitpuffer berücksichtigt werden.

    • Richtige Akzentuierung der Stofffülle

      Häufig fehlt den Schülern zu Beginn der Gruppenarbeit der nötige Überblick, um sich auf das Wesentliche konzentrieren zu können. Daher werden die ersten Ergebnisse oft nicht rechtzeitig fertig, werden viel zu lang, und wegen ihrer Länge wirken sie häufig ziemlich unstrukturiert.

    • Menschliches Klarkommen mit den anderen GruppenmitgliedernKonflikte wegen mangelnder Arbeitsbereitschaft einzelner, wegen mangelnder Kooperations-bereitschaft, wegen Unzuverlässigkeit usw. stehen auf der Tagesordnung und sind durchaus üblich. Mädchengruppen, so die Beobachtung von Erika Feustel, arbeiten sehr viel stärker als die Jungen in einer Gruppe und setzen ihre Einzelergebnisse konstruktiv in ein Gesamtergebnis um, "während die Jungen häufig nur eine nicht besonders gelungene Kombination von in sich durchaus guten Einzel- bzw. Zweierergebnissen abliefern.“ (Feustel (1992, S.20)(vgl. Feustel, Erika: Gruppenunterricht in der gymnasialen Oberstufe, in: Pädagogik 1/1992, S.17-21

    Eva, 17 Jahre, über Gruppenunterricht

    "Ich sehe in der Gruppenarbeit einige Vorteile. Zum Beispiel ist es einerseits ein selbständigeres Arbeiten. Man arbeitet zwar in Gruppen, aber es sind oft nur 4 oder 5 Personen in einer Gruppe. Dadurch muss jeder mitdenken und mitmachen. Es ist außerdem kein stures Auswendiglernen. Der Lehrer kaut einem nicht alles vor, und man muss nicht einfach nur von der Tafel abschreiben. Ich denke, man lernt viel dabei fürs spätere Leben. Der Unterricht ist »freier« wie sonst. Viele können damit nicht umgehen, da sie den normalen Unterricht gewöhnt sind. Sobald man dann die »Zügel« etwas lockerer lässt, nützen sie das gleich aus und lassen vielleicht sogar die anderen alles erledigen. Man lernt dabei, sich Informationen selber zu beschaffen, und wenn man dann ein gutes Ergebnis herausbekommt, freut man sich mehr darüber, als wenn man z.B. in Mathe ein paar Aufgaben gelöst hat."

    Arbeitsanregungen

    Verbessern Sie die Argumentation von Eva, indem Sie den Aufbau ihrer Ausführungen ändern und die Verbindung von Thesen und Argumenten genauer herausarbeiten.