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  • Formen der Wiedergabe -Direkte Wiedergabe - Wörtliche Rede - Überblick
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  • 20.10.2016
  • Fachhochschulreife, Allgemeine Hochschulreife, Hauptschulabschluss, Mittlere Reife, Berufsschulabschluss
  • Deutsch
  • 9, 10, 11, 1. Lehrjahr, 2. Lehrjahr, 3. Lehrjahr, B2, C1
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    Direkte Wiedergabe ganz konkret

    Wort für Wort wiedergeben

    Direkte Wiedergabe (Wörtliche Rede)

    Wenn etwas genauso wiedergeben werden soll, wie es geäußert worden ist, spricht man von der direkten Wiedergabe, die oft auch direkte Rede oder wörtliche Rede genannt wird.

    Die direkte Wiedergabe ist stets eine wörtliche Wiedergabe von Sätzen oder auch Satzstücken im Wortlaut. So wird unverfälscht und wortgetreu reproduziert, was gesagt, gedacht oder geschrieben worden ist.

    Dementsprechend gehören dazu:

    • die Wiedergabe einer wörtlichen (direkten) Rede

    • die wörtliche Wiedergabe eines Gedankens oder einer Botschaft, die nicht ausgesprochen worden ist

    • die wörtliche Wiedergabe einer bestimmten Stelle in einem Text, einem Buch, Brief o.ä. (=Zitat)

    • die wortgetreue Wiedergabe einer Aufschrift auf einem Plakat, einem Schild oder ä.

    • die originalgetreue Wiedergabe eines Spruchs, Sprichworts, Slogans, einer bestimmten Stelle aus einem Lied, einer Schlagzeile oder Parole

    Was zur direkten Wiedergabe zählt, lässt sich im Grunde genommen auf zwei verschiedene Äußerungen beziehen:

    • Wörtlich Geäußertes (direkte wörtliche Rede)

    • Schriftlich Geäußertes (wörtlich wiedergegebene Textstellen)

    Bei der direkten. d.h. originalgetreuen Wiedergabe von solchen Äußerungen spricht man in beiden Fällen von der wörtlichen Rede bzw. der direkten Rede. Im Gegensatz dazu steht die indirekte Rede als eine Form der indirekten Wiedergabe.

    Anführungszeichen obligatorisch, aber mit Ausnahmen

    Werden Primäräußerungen originalgetreu, also im Wortlaut wiedergegeben, müssen sie im Allgemeinen in Anführungs-zeichen eingeschlossen werden.

    Das Anführungszeichen ist in diesem Fall Signal für den Anspruch, dass es sich um eine authentische und unverfälschte Wiedergabe handelt. Dennoch gibt es Fälle, wo Anführungszeichen deshalb nicht nötig sein, weil die wörtliche Wiedergabe in anderer Weise optisch markiert ist. Das ist z. B. der Fall, wenn in einem Interview die Angabe des jeweiligen Sprechers vorangestellt ist oder auch in Dramentexten.

    In literarischen Texten findet man zahlreiche Texte, die auf die Kennzeichnung der direkten wörtlichen Rede verzichten. Dieser bewusst vorgenommene Verzicht steht dann im Dienst einer bestimmten Intention des Verfassers und einer von ihm absichtlich vorgenommenen Steuerung der Textwirkung auf den Leser. Damit verschwinden z.B. die klaren Trennungen zwischen Gesagtem und Gedachtem, werden die Übergänge zwischen verschiedenen Darbietungsformen des Erzählens fließend gestaltet.

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    Zeichensetzung bei der wörtlichen Rede

    Grundsätzlich gilt:
    • Alle Satzzeichen, die zu dem gehören, was wörtlich wiedergegeben wird, werden vor das abschließende Anführungszeichen gesetzt-

    • Satzzeichen, die zum Redebegleitsatz gehören, kommen nach dem abschließenden Anführungszeichen.

    • Sowohl der Redebegleitsatz als auch die wörtliche Rede im angeführten Satz behalten ihre Ausrufe- und Fragezeichen bei.

    1. Wenn der Redebegleitsatz vor der wörtlichen Rede steht

    2 . Wenn der Redebegleitsatz hinter der wörtlichen Rede steht

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    3 . Wenn der Redebegleitsatz die wörtliche Rede unterbricht

    Merke:

    Wenn der Redebegleitsatz in die wörtliche Rede eingeschoben ist, wird er von Kommas eingeschlossen.

    4. Wörtliche Rede in einem erweiterten Gesamtsatz

    Merke:

    Wenn die wörtliche Rede zwischen dem Redebegleitsatz und dem fortführenden Hauptsatz bzw. einem Hauptsatz-Gliedsatz-Gefüge in einem Gesamtsatz steht, wird sie von Kommas eingeschlossen.

    In aller Kürze