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  • Visualisieren - Beispiel - Zeitung für Jugendliche
  • Egle-www.teachsam.de
  • 27.11.2016
  • Deutsch
  • 1. Lehrjahr, 2. Lehrjahr, 3. Lehrjahr
  • https://www.tutory.de/w/6ba986d0

    Visualisieren ganz konkret

    Wie müsste eine Zeitung aussehen, die Jugendliche anspricht

    Ein Strukturbild zu einem Text erstellen





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    Wenn Jugendliche gefragt werden, warum sie immer seltner zur Zeitung greifen, geben sie häufig an, dass Zeitungen, insbesondere Zeitungsabonnements einfach zu teuer, das Format von Zeitungen unpraktisch, die Aufmachung langweilig seien und ohnehin kaum etwas Interessantes für Jugendliche darin zu finden sei. Bleiwüsten (man nennt das so, weil früher einmal jeder Buchstabe in Blei gegossen und für den Druck gesetzt werden musste) stoßen junge Leserinnen und Leser geradezu ab. Daneben geben Jugendliche an, dass in Zeitungen einfach zu wenig steht, was sie interessiert. Die Kritik, dass Zeitungen zu wenig Themen aufgreifen, die Jugendliche interessieren, ist allerdings nicht neu. Eigentlich war das immer so und galt für früher natürlich noch vielmehr. Das allein kann die mangelnde Attraktivität von Zeitungen für junge Leute von heute also nicht erklären. Trotzdem: 45 Prozent der Jugendlichen erklärten schon vor zehn Jahren, als die Zeitungen bei Jugendlichen noch nicht so unten durch waren, dass die Themen Diskos, Musik, Nebenjobs, Mode, Gewalt unter Jugendlichen, Kinofilme und Unterhaltung in diesen Printmedien zu kurz kämen. (1) Junge Leute beschaffen sich Informationen, die sie interessieren im Zeitalter des Internets auf anderen Wegen als früher. Oft machen sie sich gezielt auf die Suche nach Informationen zu einem Thema oder Sachverhalt und wählen dann das Medium aus, von dem sie annehmen oder durch Erfahrung wissen, dass sie diese Informationen auch dort finden. Geht es um die sogenannten soft news (z. B. Themen: Musik, Stars, Mode) dann nutzen sie meistens das Internet. Wollen sie dagegen etwas über Sport und politische Themen oder lokalpolitisch Interessantes wissen, dann ziehen sie auch die anderen Medien heran. Das äußere Gesicht der Tageszeitungen, Layout und Typografie können die Bereitschaft der Jugendlichen erhöhen, einen Blick in die Zeitung zu werfen. Sie wollen ein anmutendes, buntes Layout mit Hintergrundillustrationen, freigestellten Fotos, schräg gestellten Überschriften, mit Infografiken und Cartoons, größeren Überschriften, Vorspännen und Zwischenüberschriften. Sie wollen schon mit der Überschrift genau wissen, worum es geht, können mit "Warum wir uns unserer Köpergerüche nicht schämen sollten" mehr anfangen als mit der Überschrift "Der Schweiß macht's". Und sie lassen sich eher in einen Artikel hineinziehen, wenn Signalwörter darin vorkommen wie Sex, Smartphone, Drogen oder bekannte Prominamen. Wer Jugendliche erreichen will, muss lernen, sich auf kurze Texte in Meldungslänge zu beschränken, muss dazu verständlich und unterhaltsam schreiben können und seine Texte am besten mit einem szenischen Einstieg, einer Personalisierung, konkreten Beispielen oder der Nennung von Markennamen beginnen lassen. (2) Wichtiger aber ist ihnen offenbar, dass sie auch ihre lebensweltlichen Themen in Zeitungen wiederfinden. So gaben 45% der Jugendliche vor zehn Jahren noch an, dass die Themen Diskos, Musik, Nebenjobs, Mode, Gewalt unter Jugendlichen, Kinofilme und Unterhaltung in diesen Printmedien zu kurz kämen. (3) Ein Beispiel dafür ist die Huffington Post im Internet, die ihren Webauftritt sehr genau den Nutzungswünschen und Informations-bedürfnissen im Netz angepasst hat.

    (1) vgl. Zukunft der Zeitung: Forschungsergebnisse zur Zielgruppe Jugend 2007 , http://www.bundesregierung.de/Content/DE/_Anlagen/BKM/2008-10-10-nationale-initiative-printmedien-rager-zukunft-der-zeitung.pdf?__blob=publicationFile

    (2) vgl. ebd.

    (3) vgl. ebd.

    Wenn Jugendliche gefragt werden, warum sie immer seltner zur Zeitung greifen, geben sie häufig an, dass Zeitungen, insbesondere Zeitungsabonnements einfach zu teuer, das Format von Zeitungen unpraktisch, die Aufmachung langweilig seien und ohnehin kaum etwas Interessantes für Jugendliche darin zu finden sei. Bleiwüsten (man nennt das so, weil früher einmal jeder Buchstabe in Blei gegossen und für den Druck gesetzt werden musste) stoßen junge Leserinnen und Leser geradezu ab. Daneben geben Jugendliche an, dass in Zeitungen einfach zu wenig steht, was sie interessiert. Die Kritik, dass Zeitungen zu wenig Themen aufgreifen, die Jugendliche interessieren, ist allerdings nicht neu. Eigentlich war das immer so und galt für früher natürlich noch vielmehr. Das allein kann die mangelnde Attraktivität von Zeitungen für junge Leute von heute also nicht erklären. Trotzdem: 45 Prozent der Jugendlichen erklärten schon vor zehn Jahren, als die Zeitungen bei Jugendlichen noch nicht so unten durch waren, dass die Themen Diskos, Musik, Nebenjobs, Mode, Gewalt unter Jugendlichen, Kinofilme und Unterhaltung in diesen Printmedien zu kurz kämen. (1) Junge Leute beschaffen sich Informationen, die sie interessieren im Zeitalter des Internets auf anderen Wegen als früher. Oft machen sie sich gezielt auf die Suche nach Informationen zu einem Thema oder Sachverhalt und wählen dann das Medium aus, von dem sie annehmen oder durch Erfahrung wissen, dass sie diese Informationen auch dort finden. Geht es um die sogenannten soft news (z. B. Themen: Musik, Stars, Mode) dann nutzen sie meistens das Internet. Wollen sie dagegen etwas über Sport und politische Themen oder lokalpolitisch Interessantes wissen, dann ziehen sie auch die anderen Medien heran. Das äußere Gesicht der Tageszeitungen, Layout und Typografie können die Bereitschaft der Jugendlichen erhöhen, einen Blick in die Zeitung zu werfen. Sie wollen ein anmutendes, buntes Layout mit Hintergrundillustrationen, freigestellten Fotos, schräg gestellten Überschriften, mit Infografiken und Cartoons, größeren Überschriften, Vorspännen und Zwischenüberschriften. Sie wollen schon mit der Überschrift genau wissen, worum es geht, können mit "Warum wir uns unserer Köpergerüche nicht schämen sollten" mehr anfangen als mit der Überschrift "Der Schweiß macht's". Und sie lassen sich eher in einen Artikel hineinziehen, wenn Signalwörter darin vorkommen wie Sex, Smartphone, Drogen oder bekannte Prominamen. Wer Jugendliche erreichen will, muss lernen, sich auf kurze Texte in Meldungslänge zu beschränken, muss dazu verständlich und unterhaltsam schreiben können und seine Texte am besten mit einem szenischen Einstieg, einer Personalisierung, konkreten Beispielen oder der Nennung von Markennamen beginnen lassen. (2) Wichtiger aber ist ihnen offenbar, dass sie auch ihre lebensweltlichen Themen in Zeitungen wiederfinden. So gaben 45% der Jugendliche vor zehn Jahren noch an, dass die Themen Diskos, Musik, Nebenjobs, Mode, Gewalt unter Jugendlichen, Kinofilme und Unterhaltung in diesen Printmedien zu kurz kämen. (3) Ein Beispiel dafür ist die Huffington Post im Internet, die ihren Webauftritt sehr genau den Nutzungswünschen und Informations-bedürfnissen im Netz angepasst hat.

    (1) vgl. Zukunft der Zeitung: Forschungsergebnisse zur Zielgruppe Jugend 2007 , http://www.bundesregierung.de/Content/DE/_Anlagen/BKM/2008-10-10-nationale-initiative-printmedien-rager-zukunft-der-zeitung.pdf?__blob=publicationFile

    (2) vgl. ebd.

    (3) vgl. ebd.

    Arbeitsanregungen

    1. Arbeiten Sie die verschiedenen im Text genannten Aspekte heraus, die Zeitungen interessanter für junge Leute machen könnten. - Kennen Sie ein Beispiel, das Sie überzeugt hat?

    2. Visualisieren Sie den Text.