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  • Deutsch
  • 10, 1. Lehrjahr, 2. Lehrjahr, 3. Lehrjahr
  • https://www.tutory.de/w/6d83ab20

    Die Datumsangabe im privaten Geschäftsbrief (nach DIN 5008)

    Die äußere Form eines privaten Geschäftsbriefs folgt bestimmten, auf Konvention beruhenden Regeln. Als standardisierte Form ist sie auch in einer DIN-Norm (»DIN 5008) niedergelegt. Als schulische Schreibform, insbesondere im Rahmen des Deutschunterrichts oder entsprechenden Abschlussprüfungen, gelten zum Teil freilich auch noch kulturell bedingte Schreibgewohnheiten, die nicht unbedingt und in letzter Konsequenz mit der DIN-Norm konform sind.

    Die Angabe des Briefdatums (Kalenderdatum) ist für einen Geschäftsbrief unabdingbar, die Angabe des (Absende-)Orts freilich nicht. Allerdings entspricht es durchaus noch kulturellen Gepflogenheiten, dass vor der meist als lockere Apposition im Akkusativ (vgl. DUDEN, Die Grammatik 2005, S.993) angefügten Angabe des Kalenderdatums ( ..., den ...) eine Ortsangabe gemacht wird, die den Erstell- bzw. Absendeort des Briefes beinhaltet.

    Kalenderdaten ganz korrekt

    • Wer auf die Angabe des Orts nicht verzichten will, sollte heutzutage wenigstens auf die lockere Apposition (..., den) verzichten. Sie gilt in jedem Falle als veraltet (→Beispiel 5). Normgerecht ist indessen, auf die Angabe des Ortes gänzlich zu verzichten. (→Beispiel 1)

    • Die Kalenderdaten können in numerischer oder alphanumerischer Form notiert werden. Auch wenn mehrfach Ansätze zur Normierung des Datumsformats in absteigender numerischer Form vorgenommen wurden, hat sich dieses Format nicht überall, vor allem in Deutschland und Österreich, durchsetzen können. Dort hielten bislang und halten viele an ihren alten Schreibgewohnheiten fest, so dass nach der herrschenden DIN-Norm (»DIN 5008) auch weiterhin die aufsteigende numerische Form verwendet werden kann, sofern, wie es dort heißt, "keine Missverständnisse entstehen“.

    • Das Kalenderdatum, an dem der Brief erstellt wird, soll normgerecht rechtsbündig in der ersten Zeile der Absenderanschrift angebracht werden (→Beispiel 1). Allerdings ist es ebenso zulässig und üblich das Kalenderdatum an den rechten Blattrand zwischen Empfängeranschrift und Betreff zu setzen.(→Beispiel 4)

    • Oft wird die Datumsangabe noch mit der vorgestellten Bezeichnung des Orts versehen, an dem der Brief erstellt oder ggf. auch abgesendet worden ist. Rechtlich maßgeblich dafür ist allerdings nur der Poststempel, wenn es nachzuweisen gilt, wann und wo ein Brief tatsächlich abgesendet worden ist.

    • Beim numerischen Kalenderdatum werden nur Ziffern verwendet. Dabei gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Formen der Darstellung:

        • Absteigende Form: Jahr-Monat-Tag (meist in der Formatierung: JJJJ.MM.TT). Zwischen die Ziffern wird ein Bindestrich gesetzt. Diese Norm soll vor allem den internationalen Briefverkehr standardisieren und ist darüber hinaus leichter von Computern verarbeiten. Die einstelligen Tage und Monate werden dabei mit einer führenden Null (05;01 ...) versehen. Beispiele: 2010-12-27; 2011-05-02; (→Beispiel 1)

        • Aufsteigende Form: Tag.Monat.Jahr (zwischen die Kalenderangaben wird ein Punkt ohne Leerzeichen gesetzt). Da es sich bei der Tages- und Monatsangaben in Ziffernform auch um so genannte Ordinalzahlen handelt, die als 1. oder 2. bekanntlich wie erster bzw. zweiter ausgesprochen werden, folgt der Ziffer also ein Punkt. Führende Nullen sind zwar aus dem gleichen Grund unzulässig, werden aber dessen ungeachtet häufig verwendet. Beispiel: 11.10.2010; 05.03.2010 (→Beispiel 2)

        • Beim alphanumerischen Kalenderdatum schreibt man in aufsteigender Form den Monatsnamen entweder aus oder verwendet die übliche Abkürzung. Hinter die Angabe des Monatstages wird ein Punkt gesetzt und der Monatsname dann nach einer Leerstelle angeschlossen. Führende Nullen (05.Oktober 2009) sind unzulässig. Beispiele: 11. September 2010 - 24. Okt. 10 (→Beispiel 3)

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    Beispiele für die Angabe des Kalenderdatums im privaten Geschäftsbrief

    "Den Wievielten haben wir denn?"

    • "Den" im Kalenderdatum ist veraltet, aber durchaus noch gebräuchlich.

    • Die Ortsangabe ist nicht notwendig.