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  • Deutsch
  • 10, 11, 1. Lehrjahr, 2. Lehrjahr, 3. Lehrjahr, B2, C1
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    Ein belangloses Gespräch führen

    Smalltalk

    Plaudern

    Eine besondere Redekonstallation

    Der Smalltalk, früher auch Plauderei genannt, ist ein Kontaktgespräch. Neben dieser kommunikativen Funkktion kommen aber noch weitere Aspekte hinzu.

    1. Der Smalltalk erfüllt als Kontaktgespräch wichtige Aufgaben im sozialen Miteinander. In der Form sprachlichen Kurzkontaktes knüpfen Menschen erste Beziehungen zueinander oder halten solche aufrecht. (Kontaktaufnahme und Kontaktpflege)

    2. Übliche Gesprächsinhalte des Smalltalks sind u. a. Beobachtungen und Erfahrungen im Alltag, Wetter, Hobbys, Urlaub. Dabei kann das Thema beliebig wechseln.

    3. Aus dem Smalltalk können andere mehr themafixierte Gesprächsformen hervorgehen wie das Streitgespräch, die Diskussion, ein Verkaufsgespräch oder ein Beratungsgespräch.

    4. Wer die freundliche Gesprächsatmosphäre des Smalltalks mitgestalten will, muss aktiv zuhören und den anderen als gleichberechtigten Gesprächspartner akzeptieren (Partnerzentrierung)

    5. Die Sprache des Smalltalks hängt von der Situation und den Sprechern ab. Häufig spricht man dabei in der Umgangssprache. Als mündliche Rede findet man dabei häufig unvollständige Sätze, Ausrufe, Redewendungen und Floskeln.

    Die Kontaktaufname

    Ohne gelungene Kontaktaufnahme kann Verständigung nur schwer gelingen. Nicht immer vollzieht sie sich allerdings so, wie man es gerne hätte. Denn: Manchmal ist man zu gehemmt, um am Beginn eines Gesprächs die "richtigen" Worte zu finden.

    Aber auch nicht immer sind die Worte für die Kontaktaufnahme entscheidend: Viel wichtiger sind - ehe es überhaupt zum Sprechen kommt - nonverbale Signale, die bei der Begegnung von Personen gesendet werden.

    Dazu zählen u. a.:

    • Körperhaltungen

    • Gesten

    • Mimik, besonders der Blickkontakt

    • Verschiedene Aspekte der äußeren Erscheinung wie Kleidung, Abzeichen und Schmuck (Accessoires), Haar und Haargestaltung, Körperbau und Körpergestaltung ...

    Natürlich helfen auch Redewendungen und Floskeln, miteinander ins Gespräch zu kommen. Aber sie reichen nicht aus, um echten Kontakt zwischen Personen herzustellen.Die Kontaktaufnahme ist abhängig:

    • von der Situation, in der sie stattfindet,

    • von den Personen, die daran beteiligt sind (Erwartungen, Rollenvorstellungen),

    • von der Art und Weise, wie die Person verbal und nonverbal angesprochen wird, mit der man in Kontakt kommen will.

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    Ein Smalltalk zur Kontaktaufnahme

    In der neuen Abteilung

    Die Auszubildende Andrea muss nach drei Monaten, die sie schon im Betrieb arbeitet, auf Anweisung ihres Ausbildungsleiters die Abteilung wechseln. Am Morgen des dafür vorgesehenen Tages macht sie sich auf den Weg und trifft dort auf einen künftigen Kollegen und eine ihrer künftigen Kolleginnen.

    Arbeitsanregungen

    1. Beschreiben Sie, wie die Kontaktaufnahme in diesem Kontaktgespräch verläuft.

    2. Überlegen Sie, warum die Sprecher so miteinander sprechen.

    3. Wie könnte das Kontaktgespräch aus Sicht des Auszubildenden erfolgreicher gestaltet werden?

    4. Spielen Sie verschiedene Varianten für ein derartiges Kontaktgespräch, das sich zu einem kleinen Smalltalk entwickeln kann, in Rollenspielen durch.

    5. Halten Sie Ihre Rollenspiele als Handy-Video oder mit der Videokameera fest und besprechen Sie diese danach im Plenum bzw. in der Gruppe.

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    Smalltalk in der Straßenbahn

    Nach einer gelungenen Kontaktaufnahme beginnt häufig ein kleines Gespräch. Dabei unterhalten sich die Gesprächspartner oft über Belangloses. Dieses kleine Gespräch ohne allzu wichtigen Inhalt nennt man Smalltalk.

    Sieht man vom Inhalt einmal ab, ist der Smalltalk aber von erheblicher Bedeutung in unserem sozialen Leben. Wir führen diese kleinen Gespräche im Privatleben ebenso wie im Beruf.

    Beispiel:

    Auf dem Weg zur Arbeit trifft Florian seinen Freund Tobias, der im selbem Betrieb beschäftigt ist, in der Straßenbahn.

    Arbeitsanregungen

    1. Stellen Sie fest, welche Gesprächsinhalte typisch für einen Smalltalk sind?

    2. An welchen Stellen könnte das Gespräch den Charakter eines Smalltalks verlieren?

    3. Schildern Sie mit einigen Worten den dann möglichen weiteren Gesprächsverlauf.

    4. Spielen Sie die verschiedenen Varianten in Rollenspielen durch.

    5. Halten Sie Ihre Rollenspiele mit der Video- oder Handykamera fest und besprechen Sie diese danach im Plenum bzw. in der Gruppe.

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    Smalltalk mit Martina

    Nach einer gelungenen Kontaktaufnahme beginnt häufig ein kleines Gespräch. Dabei unterhalten sich die Gesprächspartner oft über Belangloses. Dieses kleine Gespräch ohne allzu wichtigen Inhalt nennt man Smalltalk.

    Sieht man vom Inhalt einmal ab, ist der Smalltalk aber von erheblicher Bedeutung in unserem sozialen Leben. Wir führen diese kleinen Gespräche im Privatleben ebenso wie im Beruf.

    Beispiel:

    Vor dem Büro des Personalchefs trifft der Auszubildende Florian mit seiner Arbeitskollegin Martina zusammen. Während sie vor der Türe warten, kommt es zu folgender Unterhaltung.

    Arbeitsanregungen

    Untersuchen Sie den Gesprächsverlauf:

    1. Untersuchen Sie, was die beiden Gesprächspartner sagen und wie sie aufeinander eingehen.

    2. Machen Sie Vorschläge, wie das Kontaktgespräch für beide Beteiligten besser verlaufen könnte.

    3. Spielen Sie die verschiedenen Varianten in Rollenspielen durch.

    4. Halten Sie Ihre Rollenspiele mit der Video- oder Handykamera fest und besprechen Sie diese danach im Plenum bzw. in der Gruppe.

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    Smalltalk im Rollenspiel

    Die nachfolgende Mustertabelle, die sie in Ihre Aufzeichnungen übertragen können (DIN A 4 Querformat eignet sich am besten!) stellt Ihnen ein Hilfsmittel zur Vorbereitung eines Rollenspieles zur Verfügung. Sie können sich dabei zu den einzelnen Gesichtspunkten Stichworte machen, die Sie später im Rollenspiel einbringen können.

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    Drauflos quatschen oder ein ernsthaftes Gespräch suchen?

    Partytalk

    Man kennt es: Die Party läuft schon eine ganze Weile. Und dann ist da dieser Typ, immer wieder guckt man hinüber ... irgendwas hat er, bloß was? Da gibt es nur eins: Irgendwie muss mit ihm ins Gespräch kommen, sonst wird das alles nichts. Nur: Leichgter gesagt als getan.

    Vielleicht ist er ja so ein schweigsamer Typ, der selbst kaum ein Wort rausbringt, dann wird's anstrengend. Aber vielleicht kann er sich aber auch nur über sein Auto und die Bundesliga-Ergebnisse mehr als zwei Minuten unterhalten. Trotzdem: SIch nicht abschrecken lassen! Man muss eben wissen wie...

    Die Typen und wie man an sie herankommt

    Auf einer Party oder einem Fest trifft man als Frau auf die unterschiedlichsten Männer. Will man mit ihnen ins Gespräch kommen, muss man sich auch einmal die verschiedenen Typen klarmachen:

    • Da gibt es den Schüchternen, der in einer größeren Runde kaum einen Ton, bestenfalls ein Ja oder Nein herausbringt. Am liebsten unterhält er sich dazu noch nur mit einer einzigen Person und das u. U. den ganzen Abend lang.

      Da gibt es nur eines: Irgendwie muss man es hinkriegen, ihn aus dem Getümmelt in eine stille Ecke zu lotsen. Dann kann es nämlich gut sein, dass so ein schüchterner Typ auftaut und zu einem richtigen Unterhalter wird.

    • Der Experte will dass möglichst wenig Persönliches zur Sprache kommt. Darum verschanzt er sich gerne hinter "sachlichen" Themen, bei denen er sich echt auskennt. Da kann es schon mal stundenlang über neue deutsche Literatur gehen, Marketing oder die neuesten technischen Entwicklungen bei E-Bikes. Da hilft wohl nichts, als dem Experten erst mal Raum zu lassen. Irgendwann ist auch er fertig und dann kommt man oft selbst ganz gut zum Zug und hat einen guten Zuhörer gefunden.

    • Der Kritiker: Kann sein, dass man gerade erst ein paar Worte gesagt hat, schon bekommt man von iihm kritische Bemerkungen vor den Latz. Seine Geschmacksurteile sind dabei oft wie in Stein gemeißelt: "Die Musik ist nicht hier wirklich nicht besonders." Am besten lässt man sich davon aber überhaupt nicht aus dem Konzept bringen, denn Provokationen sind sein Markenzeichen und oft stehen sie auch für ein Zeichen von Interesse. Drum: (1) ...

    • Es gibt aber auch den Grübler, der es schafft, zu allem einen pessimistischen Kommentar abzugeben, egal, ob es sich um einen Film, ein Reiseziel oder die Zukunft des Goldhamsters dreht. Und: Belanglos unterhaltsamen Partytalk hasst er eigentlich wie die Pest. Da ist guter Rat teuer, aber (2) ...

    • Der Selbstdarsteller ist ein ganz besonderer Typ: (3) ...

    • Der Partylöwe schließlich, den alle interessant finden, weil er so charmant und witzig ist und dazu noch verdammt gut ausieht, hat es am liebsten, wenn ihn Frauen umringen, die ihm ständig zulächeln, während er sie offenkundig bestens unterhält. Um mit dem Partylöwen allein einen Smalltalk führen zu können, ist also besonderer Einfallsreichtum gefragt. (4)...

    (nach freundin 25/94)

    Arbeitsanregungen

    1. Was halten Sie von diesen Ratschlägen?

    2. Ergänzen Sie Lücken 1-4 im Text mit eigenen schriftlichen Ausführungen.

    3. Spielen Sie die verschiedenen Varianten für den Partytalk in Gruppen durch. So könnte z. B. jede Gruppe mehrere Varianten zu einem der Typen durchspielen. Ebenso wäre möglich, sämtliche Varianten in Fünfer-Gruppen spielen zu lassen.

    4. Aktive Medienarbeit:Halten Sie Ihre Rollenspiele mit der Video- oder Handykamera fest und besprechen Sie diese danach im Plenum bzw. in der Gruppe.