• Verben
  • anonym
  • 13.09.2019
  • Deutsch
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  • Modalverben

    Verben lassen sich je nach ihrer Selbstständigkeit im Satz in Vollverben, Hilfsverben und Modalverben unterteilen.

    Alle Verben, die im Satz sinnvoll allein stehen können, sind Vollverben. Ich gehe.

    Die Hilfsverben sein, haben und werden dienen dazu, bestimmte Zeitformen sowie das Passiv zu bilden. Ich werde gehen. (Futur I) Ich wurde abgeholt. (Passiv)

    Achtung: Diese Verben können auch selbstständig als Vollverb gebraucht werden! Als Vollverb: Ich werde Programmierer.

    Die Verben wollen, sollen, müssen, dürfen, können und mögen gehören zur Gruppe der Modalverben. Sie können mit dem Infinitiv (Grundform) eines anderen Verbs verbunden werden. Ich muss gehen. Können wir uns morgen treffen? Wir wollen ins Kino gehen. Darf ich rauchen?

    Modalverben drücken verschiedene Sprechabsichten aus, z. B.

    • einen Befehl oder Auftrag (Du musst morgen dein Zimmer aufräumen. – Ich soll einkaufen gehen.),
    • eine Absicht oder einen Wunsch (Wir wollen nachher ins Schwimmbad gehen. – Ich möchte lieber ein Eis essen.),
    • ein Gebot, eine Erlaubnis oder ein Verbot (Du sollst nicht stehlen. – Morgen darfst du Inliner fahren. – Du darfst hier nicht Fahrrad fahren.),
    • eine Möglichkeit oder Fähigkeit (Levi kann Klavier spielen.).

    Die Modalverben können, besonders in der Umgangssprache, auch allein das Prädikat eines Satzes bilden. Oft kann man sich dann einen Infinitiv hinzudenken. Greta muss leider schon nach Hause. → Greta muss leider schon nach Hause fahren. Kannst du gut Englisch? → Kannst du gut Englisch sprechen?

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    Was drücken die Modalverben in den folgenden Sätzen aus? Schreibe es hinter die Sätze.

    1. Ich darf an der Feier nicht teilnehmen.
    2. Tim kann nicht schwimmen.
    3. Jonah möchte lieber ins Kino gehen.
    4. Ich mag keine Cola trinken.
    5. Unser Lehrer will nicht mit uns ins Schullandheim fahren.
    6. Du sollst hier doch nicht Ball spielen.

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    Formuliere die Sätze um, indem du die rot hervorgehobenen Ausdrücke durch Modalverben ersetzt.

    1. Besteht die Möglichkeit, mit dem Bus zu fahren?
    2. Wir haben die Gelegenheit, mit Freunden in Urlaub zu fliegen.
    3. Meine Mutter erlaubt mir, dass ich bis um zwölf Uhr ausgehe.
    4. Es ist geplant, ein neues Schulhaus zu bauen.
    5. Möchtest du, dass ich für dich einkaufen gehe?

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    Welche Prädikatsteile kann man weglassen? Streiche sie durch.

    1. Heute können wir nicht ins Museum gehen.
    2. Wir wollen in Madrid nur übernachten.
    3. Das Obst muss sofort in den Kühlschrank gelegt werden.
    4. Den Schlitten können wir wieder in den Keller bringen.
    5. Du sollst sofort zum Rektor kommen.

  • Indikativ – Konjunktiv I und II

    Verben können so verändert ertfrn, dass sie ausdrücken, ob etwas eine reale Tatsache oder ein Wunsch bzw. eine Möglichkeit ist. Diese Aussageweisen nennt man:

    • Indikativ (Wirklichekeitsform) und
    • Konjunktiv (Möglichkeitsform).

    Indikativ (= Tatsache): Die Familie ist in Urlaub gefahren. Konjunktiv (= Möglichkeit): Die Nachbarn vermuten, die Familie sei in Urlaub gefahren.

    Der Indikativ ist die Normalform sprachlicher Äußerungen. Er drückt aus, dass ein Sachverhalt gegeben ist. Ein Tag hat 24 Stunden.

    Der Konjunktiv drückt Wünsche und Vorstellungen aus; außerdem steht er in der indirekten Rede. Es gibt zwei Konjunktivformen. Ich wünschte, der Tag hätte 30 Stunden. Er sei zu müde, meinte Luca.

    Konjunktiv I: Der Konjunktiv I wird vor allem in der indirekten Rede verwendet. Dabei kann er sich auf die Gegenwart, die Vergangenheit und die Zukunft beziehen. Er sagte, er sei glücklich. Er sagte, er sei glücklich gewesen. Er sagte, er werde glücklich sein. Außer in der indirketen Rede findet er nur noch selten Anwendung (als Ausdruck des Wunsches und der Aufforderung). Er ruhe in Frieden.

    Konjunktiv II: Der Konjunktiv II drückt meistens die Nichtwirklichkeit aus. Auch er kann sich dabei auf die Gegenwart, die Vergangeheit und die Zukunft beziehen. Er wird verwendet, wenn

    • etwas nicht wirklich der Fall ist (Er tat, als wäre er glücklich. Sie tat, als wäre sie glücklich gewesen.),
    • etwas möglich ist (Ich könnte mit dem Auto fahren. Ihr würdet den Zug nehmen.),
    • man sich etwas wünscht (Ich würde gerne verreisen. Du kämst am liebsten mit.) sowie
    • in höflichen Aufforderungen (Hätten Sie einen Moment Zeit?).
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    Markiere die Konjunktivformen.

    Wenn die Schüler in den hinteren Bänken genauso leise wären wie die Schüler, die in den mittleren Bänken Comics lesen, dann könnten die Schüler hier vorne wenigstens ungestört schlafen...

  • Bildung des Konjunktivs I und II

    Bildung des Konjunktivs I:

    Der Konjunktiv I wird gebildet aus dem Präsensstamm des Verbs und der Endung -e, -est, -en oder -et.

    haben → du habest; sein → du seiest; nehmen → ihr nehmet

    Bildung des Konjunktivs II:

    Der Konjunktiv II wird gebildet aus dem Präteritumstamm des Verbs und der Endung -e, -est, -en oder -et, bei starken Verben wird der Stammvokal zu einem Umlaut.

    er hatte → er hätte; sie war → sie wäre; wir nahmen → wir nähmen

    Bei schwachen Verben sind die Formen des Konjunktivs II und des Indikativs Präteritum gleich. Aus diesem Grund wird der Konjunktiv II häufig durch die Umschreibung mit würde gekennzeichnet.

    ich fragte → ich fragte; ihr machtet → ihr machtet

    ich würde fragen; ihr würdet machen

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    Fülle die Tabelle aus.

    Indikativ
    Präsens

    Konjunktiv I
    (Konj. Präsens)

    Indikativ
    Präteritum

    Konjunktiv II
    (Konj. Präteritum)

    sie hat

    sie hatte

    er kommt

    er komme

    er war

    sie äße

    er gehe

    du nimmst

    ihr flogt

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    Stehen die Verben der Sätze im Indikativ, Konjunktiv I oder Konjunktiv II? Schreibe die Lösung hinter den Pfeil. Erkläre dann die Aussagen der einzelnen Sätze.

    1. Die Mutter weiß, dass Tom in der Schule ist. →


    2. Die Mutter behauptet, dass Tom in der Schule sei. →



    3. Die Mutter sagt, dass Tom sonst in der Schule wäre. →



    4. Die Mutter weiß, dass Tom in der Schule war. →

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    Vervollständige die Sätze durch die Ausdrücke in den Klammern, indem du den Konjunktiv II verwendest.

    1. (wieder bergauf gehen): Es sieht so aus, als ob es mit ihm
    2. (der Herr des Hauses sein): Er benimmt sich hier, als
    3. (nicht wissen, worum es hier geht): Tu doch nicht so, als ob
    4. (auf einem Motorrad einen endlos steilen Abhang hinunterfahren und nicht mehr bremsen können): Im Traum war mir, als

    5. (nachdenklich gestimmt haben): Es schien mir, als ob ihn meine Bemerkung
    6. (gerade auf einem Berggipfel sitzen): Stell dir vor, wir

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    Erfinde neue Sprüche wie im Beispiel: Unterstreiche dann in den Sprüchen den Konjunktiv.

    Ich wünscht, ich wär ein Gummibär, dann wär mein Leben halb so schwer.

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    Note
    Unterschrift