• Die Entwicklung der Frauenrolle von 1933-1945
  • anonym
  • 18.04.2019
  • Geschichte
  • 10
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    Hitler vor dem Reichstag am 04. Mai 1941.





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    „Millionen deutscher Frauen sind auf dem Lande auf dem Felde und müssen dabei in härtester Arbeit die Männer ersetzen. Millionen deutscher Frauen und Mädchen arbeiten in Fabriken, Werkstätten und Büros und stehen auch dort ihren Mann. Es ist nicht unrecht, wenn wir verlangen, dass sich diese Millionen deutsche schaffende Volksgenossinnen noch viele Hunderttausende andere zum Vorbild nehmen.“

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    Hitler vor dem Reichstag am 04. Mai 1941.

    „Millionen deutscher Frauen sind auf dem Lande auf dem Felde und müssen dabei in härtester Arbeit die Männer ersetzen. Millionen deutscher Frauen und Mädchen arbeiten in Fabriken, Werkstätten und Büros und stehen auch dort ihren Mann. Es ist nicht unrecht, wenn wir verlangen, dass sich diese Millionen deutsche schaffende Volksgenossinnen noch viele Hunderttausende andere zum Vorbild nehmen.“

    Quelle: Domarus, M., Hitler Reden und Porklamationen, 1932-1945, München 1965, S. 1708.
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    Fritz Sauckels Programm des Arbeitseinsatzes im April 1942.





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    [...] Trotz der Tatsache, dass die meisten deutschen arbeitsfähigen Menschen in der anerkennenswertesten Weise ihre Kräfte für die Kriegswirtschaft bereits eingesetzt haben, müssen unter allen Umständen noch erhebliche Reserven gefunden und freigemacht werden. [...]

    Die Aufgabe und ihre Lösung  

    [...]

    A. Die Aufgabe:  

    1. Die Kriegslage hat die Einziehung neuer Soldaten zu allen Wehrmachtsteilen in gewaltigem Ausmaß notwendig gemacht.  

     

    Das bedeutet  

     a. die Herausnahme von Arbeitern aus allen gewerblichen Betrieben, vor allem auch von einer sehr großen Anzahl von Fachkräften aus kriegswichtigsten Rüstungswerken [...]

    4. Die deutsche Hausfrau [...] darf besonders als Mutter durch den Krieg in ihrer Gesundheit nicht geschädigt, sie muss daher [...] entlastet werden.  

    B. Die Lösung:

    [...]

    Alle schon in Deutschland befindlichen Kriegsgefangenen, [...] müssen [...] der deutschen Rüstungs- und Ernährungswirtschaft zugeführt [...] werden.

    [...]

    Es ist [...]  notwendig, die in den eroberten sowjetischen Gebieten vorhandenen Menschenreserven voll auszuschöpfen. Gelingt es nicht, die benötigten Arbeitskräfte auf freiwilliger Grundlage zu gewinnen, so muss [...] zur Zwangsverpflichtung geschritten werden.  

               

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    Fritz Sauckels Programm des Arbeitseinsatzes im April 1942.

    [...] Trotz der Tatsache, dass die meisten deutschen arbeitsfähigen Menschen in der anerkennenswertesten Weise ihre Kräfte für die Kriegswirtschaft bereits eingesetzt haben, müssen unter allen Umständen noch erhebliche Reserven gefunden und freigemacht werden. [...]

    Die Aufgabe und ihre Lösung  

    [...]

    A. Die Aufgabe:  

    1. Die Kriegslage hat die Einziehung neuer Soldaten zu allen Wehrmachtsteilen in gewaltigem Ausmaß notwendig gemacht.  

     

    Das bedeutet  

     a. die Herausnahme von Arbeitern aus allen gewerblichen Betrieben, vor allem auch von einer sehr großen Anzahl von Fachkräften aus kriegswichtigsten Rüstungswerken [...]

    4. Die deutsche Hausfrau [...] darf besonders als Mutter durch den Krieg in ihrer Gesundheit nicht geschädigt, sie muss daher [...] entlastet werden.  

    B. Die Lösung:

    [...]

    Alle schon in Deutschland befindlichen Kriegsgefangenen, [...] müssen [...] der deutschen Rüstungs- und Ernährungswirtschaft zugeführt [...] werden.

    [...]

    Es ist [...]  notwendig, die in den eroberten sowjetischen Gebieten vorhandenen Menschenreserven voll auszuschöpfen. Gelingt es nicht, die benötigten Arbeitskräfte auf freiwilliger Grundlage zu gewinnen, so muss [...] zur Zwangsverpflichtung geschritten werden.  

               

    Quelle: Deutsche Geschichte in Dokumenten und Bilder, Fritz Sauckels Programm des Arbeitseinsatzes. Aufrufbar unter: http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/docpage.cfm?docpage_id=2413.
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    Fritz Sauckel

    Fritz Sauckel wurde 1942 von Hitler zum Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz ernannt. Sauckel war dafür verantwortlich, dass bis zum Ende des Weltkrieges ca. 5 Millionen Zwangsarbeiter aus den besetzten Gebieten im Ausland deportiert wurden. Nach dem Krieg wurde er zu Tode verurteilt und 1946 hingerichtet.

    Quelle: Deutsche Geschichte in Dokumenten und Bilder, Fritz Sauckels Programm des Arbeitseinsatzes. Aufrufbar unter: http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/docpage.cfm?docpage_id=2413.

    2. Vierjahresplan

    Der Vierjahresplan hatte das Ziel die Wirtschaft und Armee innerhalb von vier Jahren kriegsfähig zu machen. Die private Wirtschaft wurde gezwungen, sich den Anforderungen anzupassen.

    Quelle: Lebendiges Museum online, Der Vierjahresplan. Aufrufbar unter: https://www.dhm.de/lemo/kapitel/ns-regime/industrie-und-wirtschaft/vierjahresplan.html.

    Zwangsarbeiter

    Nach Polens Eroberung kamen die ersten Zwangsarbeiter nach Deutschland. Sie wurden in der Landwirtschaft, später dann in den Rüstungsfabriken eingesetzt. Arbeitskräfte wurden in der Rüstung sehr gebraucht.

    Zehn bis zwölf Millionen Zwangsarbeiter arbeiteten bis zum Ende des Krieges in Deutschland. Die Menschen wurden zur Arbeit gezwungen.

    Quelle:

    Zeitklicks, Zwangsarbeiter. http://www.zeitklicks.de/nationalsozialismus/zeitklicks/zeit/2-weltkrieg/der-krieg-im-osten-und-im-westen/zwangsarbeiter/.

    Der totale Krieg

    Während des „totalen Kriegs“ war der Sieg des Krieges das höchste Ziel. Zwischen Heimat und Front gab es keine große Unterscheidung mehr. Die Bevölkerung wurde für die Rüstungsarbeit eingesetzt. Im totalen Krieg lag das Ziel darin, die Gegner zu vernichten.

    Quelle: Kleinhans, B., Totaler Krieg. Aufrufbar unter: https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/totaler-krieg/.

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    A

    Die Doppelbelastung zwischen Familie und Beruf

    Viele Frauen waren Doppelbelastungen ausgesetzt, da sie neben der Arbeit die Kinder erziehen und den Haushalt führen sollten.

    Frauen wurden während des Krieges dringend für die Arbeit  gebraucht, da die Männer an der Front waren und kämpfen. Viele Frauen arbeiteten in den Munitionsfabriken.

    Quelle:

    Zeitklicks, die Rolle der Frau. Aufrufbar unter: http://www.zeitklicks.de/nationalsozialismus/zeitklicks/zeit/alltag/gesellschaft-1/die-rolle-der-frau/.

    B

    Der Bedarf an weiblichen Arbeitskräften 1942

    Durch die militräische Aufrüstung gab es immer weniger männliche Arbeitskräfte. Die Diktatur war somit auf Frauen angewiesen.

    Hitler gab 1942 dem Rüstungsminister ungern nach, mehr Frauen in die Rüstungsindustrie einzubeziehen.

    Frauen wurden nur so lange gebraucht, solange die Männer in anderen Positionen waren.

    Quelle:

    Kater, H.,M., Frauen in der NS-Bewegung, In:Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, Jahrgang 31, Heft 2,  S. 235.https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1983_2_2_kater.pdf.

    C

    Ausländische Arbeitskräfte

    Über 7,5 Millionen ausländische Arbeitskräfte arbeiteten Ende 1944 in fast allen Bereichen der deutschen Wirtschaft. Ein Drittel dieserArbeitskräfte waren  Frauen. Die Bezahlung war gering oder sie bekamen überhaupt keinen Lohn.  So verhinderte man zum Beispiel eine lange Zeit den massenhaften Einsatz von deutschen Frauen in der Wirtschaft.

    Quelle:

    Deutsches historisches Museum, Zwangsarbeit. https://www.dhm.de/lemo/kapitel/der-zweite-weltkrieg/industrie-und-wirtschaft/zwangsarbeit.html.

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    Neufassung des Gesetzes zur Verminderung der Arbeitslosigkeit 1937.





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    „Die Erfordernisse des 2. Vierjahresplanes gebieten, daß alles nur Denkbare geschieht, um den Bedarf an eigenen Arbeitskräften zu decken. Demgemäß werden mit Wirkung vom 1. Oktober dieses Jahres, also ab heute, Ehestandsdarlehen auch dann gewährt, wenn die künftige Ehefrau nicht aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet. [...] Den verheirateten Frauen, die Ehestandsdarlehen erhalten haben, ist mit Wirkung ab heute erlaubt, wieder erwerbstätig zu werden. [...] "

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    Neufassung des Gesetzes zur Verminderung der Arbeitslosigkeit 1937.

    „Die Erfordernisse des 2. Vierjahresplanes gebieten, daß alles nur Denkbare geschieht, um den Bedarf an eigenen Arbeitskräften zu decken. Demgemäß werden mit Wirkung vom 1. Oktober dieses Jahres, also ab heute, Ehestandsdarlehen auch dann gewährt, wenn die künftige Ehefrau nicht aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet. [...] Den verheirateten Frauen, die Ehestandsdarlehen erhalten haben, ist mit Wirkung ab heute erlaubt, wieder erwerbstätig zu werden. [...] "

    Quelle: Elling, H., Frauen im deutschen Widerstand 1933-45, Frankfurt am Main 1978, S. 19, Z. 1-8.
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    Verordnung über die Meldung von Männern und Frauen für Aufgaben der Reichsverteidigung vom Januar 1943.





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    In dem totalen Kriege, den wir durchkämpfen, müssen alle Kräfte auf ein Ziel, die schnellstmögliche Erringung des Endsieges, ausgerichtet sein. Alle Deutschen sind von dem Willen beseelt, nach besten Kräften an dieser Aufgabe mitzuwirken. Um diese Aktion des nationalen Willens zur höchstmöglichen Entfaltung zu bringen, verordne ich auf Grund besonderer Ermächtigung duch den Führer:

    § 1

    (1) Alle Männer vom vollendeten 16. bis zum vollendeten 65. Lebensjahr und alle Frauen vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 45. Lebensjahr, die im Reichsgebiet wohnen [...] , haben sich bei dem für ihren Wohnort zuständigen Arbeitsamt [...] zu melden.

    [...]

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    Verordnung über die Meldung von Männern und Frauen für Aufgaben der Reichsverteidigung vom Januar 1943.

    In dem totalen Kriege, den wir durchkämpfen, müssen alle Kräfte auf ein Ziel, die schnellstmögliche Erringung des Endsieges, ausgerichtet sein. Alle Deutschen sind von dem Willen beseelt, nach besten Kräften an dieser Aufgabe mitzuwirken. Um diese Aktion des nationalen Willens zur höchstmöglichen Entfaltung zu bringen, verordne ich auf Grund besonderer Ermächtigung duch den Führer:

    § 1

    (1) Alle Männer vom vollendeten 16. bis zum vollendeten 65. Lebensjahr und alle Frauen vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 45. Lebensjahr, die im Reichsgebiet wohnen [...] , haben sich bei dem für ihren Wohnort zuständigen Arbeitsamt [...] zu melden.

    [...]

    Quelle: Österreichische Nationalbibliothek, Deutsches Reichsgesetzblatt Teil I 1867-1945, S. 67. Aufrufbar unter: http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=dra&datum=1943&page=87&size=45.
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    Deutsche Mütter in der Kriegsarbeit 1944.





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    Unter den Frauen, die auf Grund ihrer hervorragenden Leistungen innerhalb der Kriegswirtschaft bereits Kriegsauszeichnungen empfangen haben, befindet sich eine nicht geringe Zahl von Müttern. Es sind ältere Mütter erwachsener Kinder darunter, die es wohl verdient hätten, nach einem arbeitsreichen Leben etwas auszuruhen. Sie wollen aber nicht die Hände in den Schoß legen, wenn es heißt, für die Zukunft des deutschen Volkes zu arbeiten und zu kämpfen. Es sind aber auch Mütter kleinerer Kinder darunter, die trotz ihrer häuslichen Pflichten noch an einem kriegswichtigen Arbeitsplatz stehen und beide Aufgaben vorbildlich erfüllen, weil sie wissen, dass sie in der Familie und im Betrieb gebraucht werden.

    Einige Beispiele aus einer großen Zahl von ähnlichen Lebensschicksalen sollen einen Eindruck von der Haltung und der Leistung dieser werktätigen Mütter geben.

    Frau M. arbeitete schon während des Krieges 1914/1918 in einer Waggonfabrik. Nach Kriegsende legte sie die Arbeit nieder und erzog ihre fünf Kinder, von denen gegenwärtig zwei Söhne an der Front stehen. Im Jahr 1939 meldete sie sich sofort wieder freiwillig zum Kriegseinsatz in der gleichen Waggonfabrik und bat, man möge sie an die gleiche Maschine stellen, an der sie im Weltkrieg gearbeitet habe. Dieser Wunsch konnte ihr erfüllt werden, und Frau M. hat seit 1939 noch keine Arbeitsstunde versäumt.

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    Deutsche Mütter in der Kriegsarbeit 1944.

    Unter den Frauen, die auf Grund ihrer hervorragenden Leistungen innerhalb der Kriegswirtschaft bereits Kriegsauszeichnungen empfangen haben, befindet sich eine nicht geringe Zahl von Müttern. Es sind ältere Mütter erwachsener Kinder darunter, die es wohl verdient hätten, nach einem arbeitsreichen Leben etwas auszuruhen. Sie wollen aber nicht die Hände in den Schoß legen, wenn es heißt, für die Zukunft des deutschen Volkes zu arbeiten und zu kämpfen. Es sind aber auch Mütter kleinerer Kinder darunter, die trotz ihrer häuslichen Pflichten noch an einem kriegswichtigen Arbeitsplatz stehen und beide Aufgaben vorbildlich erfüllen, weil sie wissen, dass sie in der Familie und im Betrieb gebraucht werden.

    Einige Beispiele aus einer großen Zahl von ähnlichen Lebensschicksalen sollen einen Eindruck von der Haltung und der Leistung dieser werktätigen Mütter geben.

    Frau M. arbeitete schon während des Krieges 1914/1918 in einer Waggonfabrik. Nach Kriegsende legte sie die Arbeit nieder und erzog ihre fünf Kinder, von denen gegenwärtig zwei Söhne an der Front stehen. Im Jahr 1939 meldete sie sich sofort wieder freiwillig zum Kriegseinsatz in der gleichen Waggonfabrik und bat, man möge sie an die gleiche Maschine stellen, an der sie im Weltkrieg gearbeitet habe. Dieser Wunsch konnte ihr erfüllt werden, und Frau M. hat seit 1939 noch keine Arbeitsstunde versäumt.

    Quelle: NS- Frauenwarte, Deutsche Mütter in der Kriegsarbeit, NSDAP Reichsleitung, 1944, Heft 9, 12. Jahrgang, S. 120.
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    Arbeitsauftrag zur Stundenfrage:
    Wie entwickelte sich die Rolle der Frau im NS- Regime?

    2-3 Minuten
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    Teilt euch die Materialien untereinander auf.
    Gruppenarbeit
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    Untersuche dein Material.
    • Lies den Text aufmerksam durch.
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    20 Minuten
    Einzelarbeit
    Tipp

    Du kannst die Hilfmappe oder

    Lehrerkonferenz als Unterstützung nutzen.

    3
    Tauscht euch über eure Informationen aus.
    • Ergänzt gemeinsam die Zeitleiste.
    • Beurteilt die Entwicklung der Frauenrolle 1933-1945 (Sachurteil).
    Gruppenarbeit
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    Ostarbeiterin, um 1943
    Die Aufnäher OST und P mussten von Ostarbeitern aus der Sowjetunion und polnischen Arbeitern auf der Kleidung getragen werden.

    Quelle: Deutsches Historisches Museum, Zwangsarbeiter. Aufrufbar unter: https://www.dhm.delemokapitelder-zweite-weltkriegindustrie-und-wirtschaft/zwangsarbeit.html.
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    Unterrichtseinstieg

    Ich habe diese originale Zeitung dabei.
    1.
    Historisch einordnen und erläutern.

    2. Nachdem die SuS das Bild historisch einordnen, spiele ich die Rede aus Quelle 1 über Lautsprecher ab. SuS äußern ihre Gedanken dazu.

    3.
    SuS greifen unter den Stuhl.
    Die 2 Bilder sind gegenübergestellt.
    --> kognitive Spannung.
    Frage der Stunde ist die Überschrift:
    "Wie entwickelte sich die Rolle der Frau im NS- Regime 1933-1945?