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    Darstellende Texte im Geschichtsunterricht - Schritt für Schritt analysieren

    Im Geschichtsunterricht werden regelmäßig Darstellungen histori-scher Sachverhalte, Geschehnisse und Entwicklungen untersucht. In der Regel handelt es sich dabei um Werke von Historikern, die sich mit einem bestimmten Themen-bereich in der Rückschau auseinander setzen. Darstellungen beruhen dabei auf der Auswertung von Quellen, beziehen aber häufig auch die Darstellungen anderer Historiker - manchmal auch kritisch - in die eigenen Texte mit ein. Häufig werden auch völlig neue Erkenntnisse zu einem Thema oder aber neue historische Sachverhalte in den Blick genommen. Auch Verfassertexte im Schulbuch gehören zu den darstellenden Geschichtstexten.

    Diese Aspekte müssen im Rahmen deiner Einleitung erläutert werden ...

    Stelle den Autor des Textes kurz vor. Dabei solltest du die Funktion des Autors (z.B. Historiker, Fach-Journa-list, o.ä.) erwähnen. Im Zusammenhang damit stehen die Adressaten des Textes, in der Regel ein universitäres Fach-publikum, also andere Historiker oder Studenten oder aber eine historisch interessierte Öffent-lichkeit bzw. historische Laien (z.B. die Leser einer populärwissenschaft-lichen Zeitschrift oder eines Zeitungsartikels). Um dies richtig einschätzen zu können, ist es hilfreich zu wissen, um welche Textsorte es sich bei der vorliegenden Darstellung handelt. Entweder ist es wissenschaftliche Fach-literatur (also einen Auszug aus einem Fachbuch oder einem Aufsatz in einer Fachzeitschrift) oder aber ein populärwissen-schaftlichen Text (etwa in Zeitschriften mit historischem Schwer-punkt, in Tages- oder Wochen-zeitungen oder ein öffentlicher Vortrag). Weiterhin muss in deiner Einleitung auch der Titel des Werkes und der Ort und der Zeitpunkt der Veröffentlichung genannt sein. Manchmal ist auch ein konkreter Anlass für eine thema-tische Veröffentlichung erkennbar, etwa eine öffentlich geführte Debat-te zu einem Thema (z.B. die Rolle der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg) oder aber ein Jubiläum (z.B. 100 Jahre Frauen-wahlrecht). Um das Thema eines Textes benennen zu können, bedarf es einer genauen Lektüre. Das Thema (nicht: die Überschrift) ist der Leitgedanke, der wichtigste Gegenstand oder Inhalt, um den es in dem von dir unter-suchten Text geht. Dieser muss so konkret wie möglich formuliert wer-den. Eng mit dem Thema hängt häufig die Intention des Autors zusammen, also das Ziel, das er mit der Darstellung verfolgt. Sei es, dass er eine neue Position bezieht, eine fremde Position kritisiert oder verändert, sei es, dass er vor allem eine neue historische Erkennt-nis formulieren will, auch die Intention des Autors kann erst nach ausführ-licher Lektüre überzeu-gend herausgearbeitet werden.

    Aufgabentyp B in der Abiturprüfung

    Analyse von Darstellungen und kritische Auseinandersetzung mit ihnen. Dabei kann es auch sein, dass zwei Darstellungen miteinander in Beziehung gesetzt werden sollen.