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  • Texterörterung - Anforderungen und Kompetenzen
  • Egle-www.teachsam.de
  • 21.03.2017
  • Allgemeine Hochschulreife
  • Deutsch
  • 11, 12
  • https://www.tutory.de/w/d39a5930

    Erörterndes Schreiben

    Texterörterung

    Die Texterörterung ist eine Schreibform, die eine argumentative Auseinandersetzung

    mit den Aussagen eines vorgegebenen pragmatischen Textes beinhaltet.  

    Dabei ist ein pragmatischer Text (auch: Gebrauchstext oder Sachtext) ein Text, der einen     nachvollziehbaren und überprüfbaren Bezug zur außersprachlichen Realität besitzt.Sie setzen sich, wie in den KMK-Bildungsstandards (Abitur) formuliert wird, "in informierender, erklärender und argumentierender  oder  ähnlicher  Weise  mit  Sachverhalten  von  Welt,  Ideen  oder  Theorien auseinander". (BISTA-AHR-D 2012, S.25)

    Die Texterörterung ist eine Auseinandersetzung mit den Antworten, die ein Autor oder eine Autorin mittels eines Textes auf eine einzelne oder mehrere Problemfragen gibt.

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    Gegenstände der kritischen Auseinandersetzung mit dem Text können dabei sein

    • eine bestimmte These / Behauptung oder mehrere Thesen im Text
    • die Aussageabsicht des Textes
    • die sprachlich-stilistische Darbietung des Problems im Text
    • überhaupt das mit dem Text artikulierte Problem selbst.

    Je nachdem wie die Antworten, die ein Text auf die Problemfrage(n) gibt, verfolgt die Erörterung des Textes das Ziel

    • der ganzen bzw. teilweisen Zustimmung oder
    • der vollständigen oder teilweisen Zurückweisung der vorgegebenen Antworten im Rahmen einer Gegenargumentation.

    Gefragt ist die kritische Auseinandersetzung

    Wer sich mit einem kritisch auseinandersetzen will,, muss zum Text (kritisch) Stellung nehmen.        

    Was dies bedeutet, ist jedoch häufig nicht ganz klar. Der Operator, der vor allem im Anforderungsbereich III (Abitur) veortetet werden muss,  zielt er vor allem  auf Reflexions- und Problemlösungsaufgaben.

    "Kritisch Stellung zu nehmen" bzw. "sich mit einem Text (kritisch) auseinanderzusetzen"  bedeutet dann:

    Eine zu einzelnen Meinungen, Textaussagen, Problemstellungen eine auf der Grundlage fachlicher Kenntnisse und Einsichten und dem eigenen Weltwissen beruhende, wertende Einschätzung abgeben, die nach kritischer Prüfung und sorgfältiger Abwägung der zu beachtenden Gesichtspunkte erfolgt.

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    Bei der Texterörterung sind viele Kompetenzen gefragt

    Wer die Schreibaufgabe „Texterörterung“  erfolgreich bewältigen will,

    muss über eine Reihe von Kompetenzen verfügen.

    Man muss über eine hinreichende Schreibkompetenz verfügen, um z. B.

    • seinen Text in korrekter Rechtschreibung und Zeichensetzung zu verfassen
    • einen eigenen Schreibplan in einer geeigneten Schreibstrategie umzusetzen
    • das für die eigenen Ausführungen Relevante aus dem vorgegebenen Textmaterial herausarbeiten
    • argumentierend und erklärend, aber auch informierend zu schreiben
    • bestimmte Textstellen korrekt wiederzugeben, zu paraphrasieren und oder zu zitieren

    Ferner werden bestimmte Lesekompetenzen vorausgesetzt. So muss man z. B.

    • den komplexen Zusammenhang zwischen Teilaspekten und dem Textganzen erschließen
    • aus anspruchsvollen Aufgabenstellungen angemessene Leseziele ableiten und diese für die Textrezeption nutzen
    • Rückschlüsse aus der medialen Präsentation und Verbreitungsform eines Textes ziehen
    • Geltungsansprüche von Texten reflektieren und das Ergebnis in das Textverstehen einbeziehen
    • die Qualität von Textinformationen vor dem Hintergrund ihres fachlichen Wissens prüfen und beurteilen
    • ihr Fach- und Weltwissen flexibel einsetzen, um das Textverständnis zu vertiefen und die Relevanz des Gelesenen einzuschätzen. (vgl. BISTA-AHR-D 2012, S.82)

                Schreibkompetenz

    Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

    Die kritische Auseinadersetzung mit einem Text hat verschiedene Aspekte

    Wenn man zu einer kritischen Auseinandersetzung oder Stellungnahme zu einem Text aufgefordert wird, kann sich diese Schreibaufgabe auf unterschiedliche Aspekte beziehen.

    Wer sich mit einem pragmatischen Text auseinandersetzt, kann

    • sich mit den vom Autor eines Textes vertretenen Ansichten auseinandersetzen und seine Kernaussagen auf ihre Schlüssigkeit  überprüfen
    • die Wirkung eines Textes unter die Lupe nehmen
    • die Informationen eines Textes und die Positionen des Autors/der Autorin mit der eigenen Erfahrung, den eigenen Welt- und Wertvorstellunngen  vergleichen

       

    Schlüssigkeit - was ist das?

    1. Folgerichtigkeit und den (nachprüfbaren) Tatsachen entsprechende Schlüsse, als Ableitungen von Aussagen aus anderen Aussagen; 2. Argumentationstheoretisch: a) Formales Kriterium für die logischen Gesetzen folgende Begründungen für eine Aussage im Rahmen einer Argumentation     b) bei Einbeziehung der "Wahrheit" der Prämissen im Rahmen einer Argumentation spricht man von der Gültigkeit der Argumentation; Voraussetzung für die Gültigkeit der Argumentation ist die Haltbarkeit (Richtigkeit, Wahrheit) der Prämissen.

    Dazu muss man z.B.

    • das vorgegebene Textmaterial inhaltlich erfassen und diese Texte präzise und sachgerecht zusammenfassen können
    • die Problemstellung, den Gedankengang und wichige argumentatitve Strukturen des Textes herausarbeiten können
    • ein umfassendes, Textfunktionen, Situationen und Adressaten beachtendes Textverständnis formulieren und die Wirkungsabsichten des Textes beurteilen können
    • die in pragmatischen Texten enthaltenen sprachlichen Handlungen und die Enrfaltung des Themas ermitteln können