• HJ
  • anonym
  • 01.05.2020
  • Geschichte
  • 9
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  • Schule im Nationalsozialismus

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    Betrachte die Abbildung 1 an und notiere deine Vermutungen zu folgenden Fragen: An wen richtete sich das abgebildete Dokument und welche Erwartungen wurden an den/die Empfänger*in gestellt?
    Abb. 1
    NS-Propaganda 1936© Badisches Schulmuseum/Ingo Springmann
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    Informiere dich im Text M1 über die Schule im Nationalsozialismus. Halte in Stichpunkten fest, welche Rolle die Schule in der Ideologie des Nationalsozialismus spielt. Skizziere dabei auch die zwei Phasen der NS-Schulpolitik.
    Wie du den QR-Code scannen kannst

    Öffne die Kamera-App auf deinem iPhone und scanne den Code damit. Für Android suche im Play Store nach QR Code Secuso. Diese App ist kostenlos und datenschutzfreundlich. Viel Erfolg!

  • 3
    In Q1 sind Mathematikaufgaben aus einem Schulbuch des Nationalsozialismus abgebildet. Analysiere, welche Inhalte neben den mathematischen Inhalte noch vermittelt werden.

    Innerhalb der drei wichtigsten Bevölkerungsgruppen in Europa waren in den letzten Jahrzehnten folgende Bewegungen festzustellen (in Millionen):


    1900: 124 Germanische Völker, 103 Romanische Völker, 166 Slawische Völker
    1930: 149 Germanische Völker, 121 Romanische Völker, 226 Slawische Völker


    a.) Berechne die Wachstumsfaktoren und die Wachstumssätze der drei Gruppen für zehn Jahre unter der Annahme des gleichbleibenden Wachstums !


    b.) Wie hoch wären die Bevölkerungsanteile der drei Gruppen im Jahre 1960 unter Zugrundelegung der gleichen Wachstumssätze ?


    c.) Berechne für die drei Zeitpunkte die Anteile der drei Völkergruppen an der Gesamtbevölkerung Europas in Hundertteilen ! Welche große Gefahr erkennst Du daraus für die Zukunft der germanischen Völker, wenn nicht ein grundlegender Wandel in dieser Hinsicht eintritt ? Erfreulicherweise sind berechtigte Hoffnungen auf eine Umkehr in der Bevölkerungsbewegung in Deutschland vorhanden!

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    Aufgaben aus dem Mathematikunterricht

    Innerhalb der drei wichtigsten Bevölkerungsgruppen in Europa waren in den letzten Jahrzehnten folgende Bewegungen festzustellen (in Millionen):


    1900: 124 Germanische Völker, 103 Romanische Völker, 166 Slawische Völker
    1930: 149 Germanische Völker, 121 Romanische Völker, 226 Slawische Völker


    a.) Berechne die Wachstumsfaktoren und die Wachstumssätze der drei Gruppen für zehn Jahre unter der Annahme des gleichbleibenden Wachstums !


    b.) Wie hoch wären die Bevölkerungsanteile der drei Gruppen im Jahre 1960 unter Zugrundelegung der gleichen Wachstumssätze ?


    c.) Berechne für die drei Zeitpunkte die Anteile der drei Völkergruppen an der Gesamtbevölkerung Europas in Hundertteilen ! Welche große Gefahr erkennst Du daraus für die Zukunft der germanischen Völker, wenn nicht ein grundlegender Wandel in dieser Hinsicht eintritt ? Erfreulicherweise sind berechtigte Hoffnungen auf eine Umkehr in der Bevölkerungsbewegung in Deutschland vorhanden!

    Aus: Mathematisches Unterrichtswerk für höhere Lehranstalten (Kölling-Löffler, Bände 1 3 aus den Jahren 1940 und 1944, Deutscher Schulverlag Berlin)
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    Teste dein Wissen über den Lückentext M2
    in der LearningApp.
  • Jugendorganisationen im Nationalsozialismus

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    Informiere dich im Video M3 über die Hitlerjugend
    und kreuze die richtigen Aussagen an.
    richtig
    falsch
    Die Hitlerjugend war seit 1933 für alle verpflichtend.
    Die Grundsätze der Hitlerjugend basieren auf der Ideologie der Nationalsozialisten.
    Die Hitlerjugend bereitete auf den Kriegsdienst vor.
    Christliche und sozialistische Jugendverbände existieren neben der Hitlerjugend weiter.
    Wer zu jung war für das Militär musste keine Aufgaben im Krieg übernehmen.
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    Korrigiere die falschen Aussagen.
  • 7
    Erarbeite die wesentlichen Inhalte des Reichsgesetzes in Q2. Verfasse anschließend einen Lexikoneintrag, in dem du die wichtigsten Inhalte zusammenfasst (z.B. Datum, wesentliche Bestimmungen, Urheber).
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    Mit dem Gesetz über die Hitler-Jugend vom Dezember 1936 erhielt das Monopol der HJ eine juristische Grundlage.





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    Von der Jugend hängt die Zukunft des deutschen Volkes ab. Die gesamte deutsche Jugend muß deshalb auf ihre zukünftigen Pflichten vorbereitet werden.
    Die Reichsregierung hat daher das folgende Gesetz beschlossen, das hiermit verkündet wird:
    § 1. Die gesamte deutsche Jugend ist in der Hitler-Jugend zusammengefaßt.
    § 2. Die gesamte deutsche Jugend ist außer in Elternhaus und Schule in der Hitler-Jugend körperlich, geistig und sittlich im Geiste des Nationalsozialismus zum Dienst am Volk und zur Volksgemeinschaft zu erziehen.
    § 3. Die Aufgabe der Erziehung der gesamten deutschen Jugend in der Hitler-Jugend wird dem Reichsjugendführer der NSDAP übertragen. Er ist damit „Jugendführer des Deutschen Reiches“. Er hat die Stellung einer obersten Reichsbehörde mit dem Sitz in Berlin und ist dem Führer und Reichskanzler unmittelbar unter- stellt.
    § 4. Die zur Durchführung und Ergänzung dieses Gesetzes er- forderlichen Rechtsverordnungen und allgemeinen Verwaltungs- vorschriften erläßt der Führer und Reichskanzler.
    Jugenddienstpflicht

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    Mit dem Gesetz über die Hitler-Jugend vom Dezember 1936 erhielt das Monopol der HJ eine juristische Grundlage.

    Von der Jugend hängt die Zukunft des deutschen Volkes ab. Die gesamte deutsche Jugend muß deshalb auf ihre zukünftigen Pflichten vorbereitet werden.
    Die Reichsregierung hat daher das folgende Gesetz beschlossen, das hiermit verkündet wird:
    § 1. Die gesamte deutsche Jugend ist in der Hitler-Jugend zusammengefaßt.
    § 2. Die gesamte deutsche Jugend ist außer in Elternhaus und Schule in der Hitler-Jugend körperlich, geistig und sittlich im Geiste des Nationalsozialismus zum Dienst am Volk und zur Volksgemeinschaft zu erziehen.
    § 3. Die Aufgabe der Erziehung der gesamten deutschen Jugend in der Hitler-Jugend wird dem Reichsjugendführer der NSDAP übertragen. Er ist damit „Jugendführer des Deutschen Reiches“. Er hat die Stellung einer obersten Reichsbehörde mit dem Sitz in Berlin und ist dem Führer und Reichskanzler unmittelbar unter- stellt.
    § 4. Die zur Durchführung und Ergänzung dieses Gesetzes er- forderlichen Rechtsverordnungen und allgemeinen Verwaltungs- vorschriften erläßt der Führer und Reichskanzler.
    Jugenddienstpflicht

    Aus: Arno Klönne, Jugend im Dritten Reich, Köln 2008, S. 29
    Das Gesetz über die Hitler-Jugend

    Das Gesetz über die Hitler-Jugend...

  • 8
    Erstelle ein Cluster, in dem du die
    wichtigsten Inhalte und Institutionen
    zur Kindheit und Jugend im
    Nationalsozialismus zusammenfasst.
    Erstellung eines Clusters

    Ziel eines Clusters ist es, mehrere Begriffe zueinander in Beziehung zu setzen. Bedenke, dass manchmal auch mehrere Begriffe zueinander passen.

  • 9
    Erarbeite aus Q3 positive und negative Erinnerungen an die Hitlerjugend und markiere mit zwei unterschiedlichen Farben die jeweiligen Aussagen.
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    Ein Abiturient berichtete 1950 über seine Zeit in der Hitlerjugend





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    „Diese Kameradschaft, das war es auch, was ich an der Hitlerjugend liebte. Als ich mit zehn Jahren in die Reihen des Jungvolks eintrat, war ich begeistert. Denn welcher Junge ist nicht entflammt, wenn ihm Ideale, hohe Ideale wie Kameradschaft, Treue und Ehre, entgegengehalten werden. (...) Und dann die Fahrten! Gibt es etwas Schöneres, als im Kreis von Kameraden die Herrlichkeiten der Heimat zu genießen? (...) Diese Stunden waren wohl die schönsten, die uns die Hitlerjugend geboten hat. Hier saßen dann Lehrlinge und Schüler, Arbeitersöhne und Beamtensöhne zusammen und lernten sich gegenseitig verstehen und schätzen. (...)
    Später allerdings, als ich Führer im Jungvolk wurde, da traten auch die Schattenseiten stark hervor. Der Zwang und der unbedingte Gehorsam berührten mich unangenehm. Ich sah wohl ein, dass Disziplin und Ordnung herrschen mussten bei dieser Anzahl von Jungen, aber es wurde übertrieben. Am liebsten wurde gesehen, wenn man keinen eigenen Willen hatte und sich unbedingt unterordnete. Diese Methoden konnten die Jungen nicht zu willensstarken Männern erziehen! Als ich dann als Einsatzführer (...) berufen wurde und so schon einen größeren Einblick gewann, da kamen mir die ersten schweren Bedenken. Überall grifft jetzt die Hitler-Jugend in das private Leben ein. Hatte man private Interessen neben der Hitler-Jugend, dann wurde man schief angesehen."

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    Ein Abiturient berichtete 1950 über seine Zeit in der Hitlerjugend

    „Diese Kameradschaft, das war es auch, was ich an der Hitlerjugend liebte. Als ich mit zehn Jahren in die Reihen des Jungvolks eintrat, war ich begeistert. Denn welcher Junge ist nicht entflammt, wenn ihm Ideale, hohe Ideale wie Kameradschaft, Treue und Ehre, entgegengehalten werden. (...) Und dann die Fahrten! Gibt es etwas Schöneres, als im Kreis von Kameraden die Herrlichkeiten der Heimat zu genießen? (...) Diese Stunden waren wohl die schönsten, die uns die Hitlerjugend geboten hat. Hier saßen dann Lehrlinge und Schüler, Arbeitersöhne und Beamtensöhne zusammen und lernten sich gegenseitig verstehen und schätzen. (...)
    Später allerdings, als ich Führer im Jungvolk wurde, da traten auch die Schattenseiten stark hervor. Der Zwang und der unbedingte Gehorsam berührten mich unangenehm. Ich sah wohl ein, dass Disziplin und Ordnung herrschen mussten bei dieser Anzahl von Jungen, aber es wurde übertrieben. Am liebsten wurde gesehen, wenn man keinen eigenen Willen hatte und sich unbedingt unterordnete. Diese Methoden konnten die Jungen nicht zu willensstarken Männern erziehen! Als ich dann als Einsatzführer (...) berufen wurde und so schon einen größeren Einblick gewann, da kamen mir die ersten schweren Bedenken. Überall grifft jetzt die Hitler-Jugend in das private Leben ein. Hatte man private Interessen neben der Hitler-Jugend, dann wurde man schief angesehen."

    (Zit. nach: Hass, Kurt; Goes, Albrecht (Hrsg.), Jugend unterm Schicksal. Lebensberichte junger Deutscher 19461949, Wegner-Verlag, Hamburg 1950, S. 61 ff.).
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    Kannst du dich mit den in der Quelle genannten Werten identifizieren? Welche Rolle spielen diese Werte heute in deinem Schulleben oder Freizeit? Welche Rolle spielen dabei Vereine/Jugendorganisationen?
    Zusatzaufgabe: Stelle Vermutungen an, warum du heute anders oder gar nicht mit diesen Werten konfrontiert wirst und beurteilte diese vermuteten Motive.
  • Zusatz


    Besuche die virtuell Ausstellung des
    NS-Dokumentationszentrums der Stadt
    Köln. Hier bekommst du weitere
    Informationen über den Schulalltag und
    spannende Zeitzeugenberichte.