• Tatort
  • anonym
  • 17.12.2019
  • Geschichte
  • 6
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  • Tote Mönche lügen nicht
    Ein Mordfall an der Universität Leipzig

    Die fiktive Rahmenhandlung des Mordfalls (nur zum Lesen für die Lehrkräfte!)





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    Im Jahre 1515 war der junge Christoph Zobel (16) Novize im Kloster zu Leipzig. Sein Lehrer Adalbert war für ihn größtenteils verantwortlich. Die Beziehung zwischen den beiden war vor allem durch die strenge Erziehung Adalberts geprägt. Zobel erfuhr des Öfteren eine Züchtigung  mit  dem  Stock.  Eines  Tages  zu  später  Stunde  widersetzte  er  sich  einer anstehenden Bestrafung durch Adalbert auf der Treppe des Klosterturms. Dabei kam es zu einem Handgemenge  und  Adalbert  stürzte  in  Folge  dessen  die  Wendeltreppe  des  Turmes herunter. Zu dieser späten Stunde streifte der Mönch Linhardt durch die Gänge, um heimlich seinemBierdurst nachzukommen. Im Moment als er an der Treppe zum Turm vorbeikam, fiel der Adalbert leblos zu Boden. Linhardt erschrak und ging sofort auf den Körper zu, um den Puls zu fühlen. Adalbert war durch den Sturz gestorben. Plötzlich hörte Linhardt ein Geräusch von  der Treppe.  Er  sah auf  und  blickte  in  das  Gesicht des jungen  Novizen.  Zobel  erschrak und erstarrte. Nach wenigen Sekunden der Stille flüchtete Zobel in die dunklen Gänge des Klosters und ließ Linhardt allein mit der Leiche zurück.

    Am nächsten Tag war Adalberts Unfall das große Thema im Kloster. Es wurde angenommen, dass  es  sich  um  einen  selbstverschuldeten  Unfall  Adalberts  handelte.  Linhardt  ergriff  die Initiative und sprach Zobel auf sein Mitverschulden am Totschlag an. Er drohte damit, ihn zu verraten, falls er nicht selbst die Wahrheit vor den anderen aufklären würde. Zobel geriet in Panik  und  erdachte  sich  einen  Plan,  wie  er  seinen  Erpresser  loswerden  könnte.  Dabei erinnerte er sich an eine Schulstunde bei Adalbert über die Gifte der Pflanzen. Er beschaffte sich den Kelch Linhardts, der den Ruf inne hatte ein enthusiastischer Biertrinker zu sein, und rieb mit großer Vorsicht das Gift an die Innenseite des Kelches.

    Am darauffolgendenTag wird Linhardt beim Terzgebet von den anderen Mönchen vermisst. Er befand sich gerade auf dem Weg zum Gottesdienst, nachdem er sich einen Schluck Bier gegönnt hatte. Er ging bleich im Paulinum zu Boden und verstarb. Die Mönche des Klosters nahmen  an,  dass  Linhardt  die  Strafe  Gottes  wegen  seines  erhöhten  Bierkonsums  erleiden musste. Zobel wird für die beiden Morde nie bestraft werden. Kurz nach den Vorfällen zieht er sich für einige Zeit aus der Stadt zurück.

    Die fiktive Rahmenhandlung des Mordfalls (nur zum Lesen für die Lehrkräfte!)

    Im Jahre 1515 war der junge Christoph Zobel (16) Novize im Kloster zu Leipzig. Sein Lehrer Adalbert war für ihn größtenteils verantwortlich. Die Beziehung zwischen den beiden war vor allem durch die strenge Erziehung Adalberts geprägt. Zobel erfuhr des Öfteren eine Züchtigung  mit  dem  Stock.  Eines  Tages  zu  später  Stunde  widersetzte  er  sich  einer anstehenden Bestrafung durch Adalbert auf der Treppe des Klosterturms. Dabei kam es zu einem Handgemenge  und  Adalbert  stürzte  in  Folge  dessen  die  Wendeltreppe  des  Turmes herunter. Zu dieser späten Stunde streifte der Mönch Linhardt durch die Gänge, um heimlich seinemBierdurst nachzukommen. Im Moment als er an der Treppe zum Turm vorbeikam, fiel der Adalbert leblos zu Boden. Linhardt erschrak und ging sofort auf den Körper zu, um den Puls zu fühlen. Adalbert war durch den Sturz gestorben. Plötzlich hörte Linhardt ein Geräusch von  der Treppe.  Er  sah auf  und  blickte  in  das  Gesicht des jungen  Novizen.  Zobel  erschrak und erstarrte. Nach wenigen Sekunden der Stille flüchtete Zobel in die dunklen Gänge des Klosters und ließ Linhardt allein mit der Leiche zurück.

    Am nächsten Tag war Adalberts Unfall das große Thema im Kloster. Es wurde angenommen, dass  es  sich  um  einen  selbstverschuldeten  Unfall  Adalberts  handelte.  Linhardt  ergriff  die Initiative und sprach Zobel auf sein Mitverschulden am Totschlag an. Er drohte damit, ihn zu verraten, falls er nicht selbst die Wahrheit vor den anderen aufklären würde. Zobel geriet in Panik  und  erdachte  sich  einen  Plan,  wie  er  seinen  Erpresser  loswerden  könnte.  Dabei erinnerte er sich an eine Schulstunde bei Adalbert über die Gifte der Pflanzen. Er beschaffte sich den Kelch Linhardts, der den Ruf inne hatte ein enthusiastischer Biertrinker zu sein, und rieb mit großer Vorsicht das Gift an die Innenseite des Kelches.

    Am darauffolgendenTag wird Linhardt beim Terzgebet von den anderen Mönchen vermisst. Er befand sich gerade auf dem Weg zum Gottesdienst, nachdem er sich einen Schluck Bier gegönnt hatte. Er ging bleich im Paulinum zu Boden und verstarb. Die Mönche des Klosters nahmen  an,  dass  Linhardt  die  Strafe  Gottes  wegen  seines  erhöhten  Bierkonsums  erleiden musste. Zobel wird für die beiden Morde nie bestraft werden. Kurz nach den Vorfällen zieht er sich für einige Zeit aus der Stadt zurück.

  • STATION 1: Tatort Paulinum Leipzig

    Ein Mord ist im Leipziger Dominikanerkloster geschehen, wie ein anonymer Zeitzeuge in einer Schrift von 1515 berichtete.

    Für die Fallakte ist es wichtig den Tatort kennenzulernen und ein Profil darüber anzulegen.

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    Die beiden einflussreichsten Architekturstile für den Bau von Klöstern waren die Romanik (1000-1150) und die Gotik (1150-1500). Beide mittelalterlichen Baustile weisen charakteristische Merkmale auf. Lies dir dazu die Steckbriefe M1 und M2 durch.

    Ordnet mit Hilfe der Steckbriefe zu, ob es sich bei den Abbildungen a bis h, um Romanik oder Gotik handelt.
    Schreibt den richtigen Baustil unter die Abbildung.
    M1 Romanik

    Zeitraum: 1000 - 1150

    Außenansicht:

    massiv, mächtig, burgartig

    Innenraum:

    schlicht, dunkel, hoch, wenig Fenster

    Fenster:

    schmucklos, abgerundet, einfach

    Bögen:

    abgerundet, schlicht

    Bsp.: Dom in Speyer

    M2 Gotik

    Zeitraum: 1150 - 1500

    Außenansicht:

    aufstrebend, verziert, mächtig, imposant

    Innenraum:

    hell, verziert, hoch, prächtig

    Fenster:

    verziert, bunt, großflächig, bemalt

    Bögen:

    spitz, verziert

    Bsp.: Kathedrale in Reims

    (CC-BY-SA)
    (CC-BY-SA)

    a)

    b)

  • (CC-BY-SA)
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    d)

    (public domain)
    (CC-BY-SA)

    e)

    f)

    (CC-BY-SA)
    (CC-BY-SA)

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    Stellt Vermutungen darüber an, welche Wirkungsabsicht die mittelalterliche katholische Kirche mit dem Bau dieser massiven und hohen Gebäude erreichen wollte.
    Paulinum Leipzig

    Das ursprüngliche Dominikanerkloster St. Pauli war anfangs romanisch und wurde im 13. Jahrhundert gotisiert. 1543 wurde das Kloster zur Universitätskirche, welche 1968 gesprengt wurde. 2007 bis 2017 wurde die Kirche wieder aufegbaut und bekam ein neues modernes Aussehen.

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    Begebt euch nach draußen in Richtung Augustusplatz. Dort befindet sich in der Nähe der Universität ein Modell des ursprünglichen Aussehens der Kirche.
    Betrachtet die heutige Kirche von außen
    .
    • Nennt drei Adjektive, die euren ersten Eindruck vom heutigen Aussehen der Kirche beschreiben.
    • Nennt Merkmale der Romanik und Gotik, die heute noch an der Paulinekirche erkennbar sind. Beziehe dich dabei auf die Außenfassade und die Fentser.

    a)

    b)

  • B1 Modell (für Blinde) zum ursrünglichen Aussehen der Paulinekirche
    Cornelius Acker (CC-BY-SA)
    B2 Uni Leipzig Paulinum Universitätskirche St. Pauli 216-cvh.jpg
    (https://commons.wikimedia.orgwikiFile:UniLeipzigPaulinumUniversit%C3%A4tskircheSt.Pauli216-cvh.jpg)