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  • Deutsch
  • 8, 9, 10, 11, 1. Lehrjahr, 2. Lehrjahr, 3. Lehrjahr
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    Aussagekern ganz konkret

    Den Aussagekern in zwei Sätzen gestalten

    Der Aussagekern einer Inhaltsangabe lässt sich häufig mit zwei Sätzen am besten gestalten.

    Ob dies gelingt, hängt nicht nur von der Sprachkompetenz des Schreibers, sondern z. B. auch davon ab, wie lang der Titel eines Textes ist. Ist dieser vergleichsweise lang, klappt das nicht. Wer es trotzdem probiert, stellt schnell fest, dass bei einer so verdichteten Kurzinformation schnell der Überblick verloren geht. Häufig sind dann auch Satzbrüche die Folge, was das Verständnis des Aussagekerns dann weiter erschwert. Einer solchen Zwei-Satz-Gestaltung des Aussagekerns können aber auch andere Elemente im Wege stehen, die im Aussagekern verarbeitet werden müssen. Oft sind diese einfach zu lang. Wenn z. B. der vollständige Titel selbst sehr lang ist oder sogar aus mehr als einem Satz, besteht sollte man von Anfang an mit mehreren Sätzen arbeiten.

    Die Zwei-Satz-Konstruktion des Aussagekerns

    1. Im ersten Satz bringt man die Angaben zur Textsorte, den Titel, den Namen des Verfassers, Erscheinungsort, Erscheinungsdatum des Textes und die Bezeichnung des Themas unter.

    2. Im zweiten Satz widmet man sich dann ganz dem Kurzinhalt.

    Formulierunghilfen

    Wer sich mit bestimmten Standardformulierungen Signale für die Abfassung bestimmter Teile des Aussagekerns geben will, kann sich bei der Unterscheidung von Thema und Inhalt folgende Formulierungen angewöhnen:

    Für das Thema:(In dem Text ....) geht es um (das Thema) ... Für den Kurzinhalt:Berichtet wird/ erzählt wird/ dargestellt wird ...

    Natürlich darf's auch ein bissschen mehr sein

    Man kann den Aussagekern aber auch weniger stark sprachlich verdichtet formulieren. So könnte er für das obige Beispiel auch lauten:

    Der Kommentar „Vor der Wende in der Flüchtlingsolitik“ von Katrin Kurrin ist am 19.9.2016 in der Südzeitung erschienen. Darin es um das Thema der Flüchtlingsmigration nach Europa. Dargestellt werden die kontroversen Argumente zur Einführung von Obergrenzen für die Aufnahme von Flüchtlingen.