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    Kooperatives Lernen

    Placemat

    Think- Pair - Share

    Ziele

    Die Gruppenmitglieder nehmen an einem kooperativ angelegten Arbeitsprozess teil, der die Selbstlernfähigkeiten stärken soll. Die Placemat-Methode ist besonders geeignet für den Einstieg in ein Thema (Artikulation von Vorwissen und Vorerfahrungen; Hypothesenbildung), kann aber sinnvoll sein, wenn Teil- bzw. Zwischenergebnissen einer Gruppenarbeit erfasst werden sollen.

    Dabei arbeitet zunächst einmal jeder für sich und notiert seine Gedanken, Ideen zu einem vorgegebenen Thema oderschreibt Antworten auf bestimmte Fragen nieder.

    Diese Schreiben jedes einzelnen für sich findet auf einem großen Papier statt, das so eingeteilt wird, dass bis zu vier Mitglieder einer Placemat-Gruppe in einem gleich großen Schreibraum an einem Tisch zusammenarbeiten können.

    Um am Ende Ergebnis der Gruppenarbeit zusammenzuführen, wird in der Mitte des gemeinsamen Papierbogens ein Feld aufgezeichnet, in dem die Gruppe nach Beratung der Einzelergebnisse ihr gemeinsames Arbeitsergebnis formuliert. Dies im gemeinsamen Verfassen neuer Formulierungen geschehen, aber auch dadurch, dass einzelne Formulierungen aus dem Schreibraum der einzelnen Gruppenmitglieder auf der Grundlage einer gemeinsamen Entscheidung in das Ergebnisfeld übertragen werden..

    Das braucht man

    Ein Placemat für vier

    DIN A3-Papier, DIN A2-Papier, Schreibgerät, Gruppentische, ggf. Scheren zum Heraustrennen des Gruppenergebnisses

    Vorzüge der Methode

    Die Vorzüge der Methode liegen vor allem in der für kooperative Lernarrangements typischen Förderung der Selbstlernfähigkeit in Gruppen, Nach dem Grundprinzip kooperativer Lernarrangements "Think - Pair - Share" wird mit der Methode Placemat sowohl die individuelle Verantwortlichkeit des einzelnen als auch die Gruppenverantwortlichkeit für das Erreichen eines Gruppenzieles gestärkt. In einem System positiver Abhängigkeit des einzelnen von der Gruppe und der Gruppe vom einzelnen kann die Sach- und Sozialkompetenz der Beteiligten nachhaltig gestärkt werden, wenn die Teambildung (hier vor allem: Berücksichtung der so genannten weichen Faktoren) gelungen und die Aufgabenstellung motivierend angelegt sind. Voraussetzung für die gleichberechtigte und gleich verantwortliche Beteiligung aller Teammitglieder im Placemat-Prozess sind partnerschaftlich ausgerichtete Feedbackfähigkeiten (→Feedback geben und nehmen, →Zuhören, »Grundprinzipien partnerschaftlichen Argumentierens) und - regeln (→Regeln für das Feedback-Geben, →Regeln für das Feedback-Nehmen), die sowohl in der Gruppen- wie auch der Plenumsarbeit verlangt werden. Ohne Berücksichtigung derartiger Aspekte des Gruppenunterrichts können sich die unbestreitbaren Vorzüge kooperativer Lernarrangements u. U. nicht hinreichend entwickeln.

    Placemat sowohl die individuelle Verantwortlichkeit des einzelnen als auch die Gruppenverantwortlichkeit für das Erreichen eines Gruppenzieles gestärkt. In einem System positiver Abhängigkeit des einzelnen von der Gruppe und der Gruppe vom einzelnen kann die Sach- und Sozialkompetenz der Beteiligten nachhaltig gestärkt werden, wenn die Teambildung (hier vor allem: Berücksichtung der so genannten weichen Faktoren) gelungen und die Aufgabenstellung motivierend angelegt sind. Voraussetzung für die gleichberechtigte und gleich verantwortliche Beteiligung aller Teammitglieder im Placemat-Prozess sind partnerschaftlich ausgerichtete Feedbackfähigkeiten.

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    Verlauf der Placemat-Arbeit

    Einzelarbeit - Gruppenarbeit - Präsentation im Plenum

    Die Arbeit mit der Placemat-Methode erfolgt in vier Phasen mit jeweils unterschiedlichen Sozialformen: Gruppeneinteilung - bzw. Gruppenfindung, Einzelarbeit, Gruppenarbeit und Plenumsarbeit.

    1. Gruppenfindung und Gruppeneinteilung

    Vor der eigentlichen Arbeit mit dem Placemat steht die Gruppenbildung. Diese ist je nach Größe der Gesamtgruppe und ihrer jeweiligen Zusammensetzung zu gestalten.Am besten sind Dreier - oder Vierer-Gruppen.

    2. Einzelarbeit

    In der Einzelarbeitsphase (1) schreibt jedes Teammitglied im Rahmen einer vorgegebenen Zeit seine Ideen, Vorstellungen und Gedanken, sein Vorwissen zu einem Thema oder Antworten auf eine bestimmte Fragestellung in seinem Schreibsektor auf dem Placemat nieder. Dabei sind auch auch Skizzen, kleine Zeichnungen o. ä. möglich. Ebenso dürfen natürlich auch offene Fragen, Einwände, Widersprüche o. ä. m. zu Papier gebracht werden.

    3. Gruppenarbeit

    Die nachfolgende Gruppenarbeit dient dem Austausch der Ergebnisse der Einzelarbeit mit den den anderen Gruppenmitgliedern. Diese erfolgt in zwei Schritten:

    • Zunächst wird das Blatt insgesamt in Schritten so gedreht, dass jedes Teammitglied eine gewisse Zeit lang, die Notizen eines anderen Teammitglieds vor sich hat und dann lesen und ggf. mit eigenen Ideen ergänzen kann.(2-4)

    • Wenn das Schreibfeld zu seinem jeweiligen Verfasser zurückgelangt ist, muss die Gruppe sich auf ein gemeinsames Gruppenergebnis einigen. (5) Dies könnte in einer beschränkten Anzahl von Antworten auf die Fragestellung sein oder auch ein Ranking, mit dem sich das Team auf die Gewichtung bestimmter Aspekte des Themas einigt. Das Gruppenergebnis wird in das dafür in der Mitte des Placemat vorgesehene Feld eingetragen. Wenn das Placemat später zur Präsentation des Gruppenarbeitsergebnisses herangezogen werden soll, muss hierbei auf Lesbarkeit und ansprechende Gestaltung geachtet werden.

    4. Präsentation des Gruppenergebnisses im Plenum

    In der Plenumsphase wird das Gruppenergebnis der Gesamtgruppe vorgestellt. Dazu kann das Gruppenergebnis-Feld aus dem Placemat des Teams auch herausgeschnitten werden. So losgelöst, kann es auf einer Stellwand positioniert und fiixiert werden, um es mit den auf gleiche Weise präsentierten Ergebnissen der übrigen Placemat-Gruppe vergleichen oder in Beziehung setzen zu können

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    Placemat

    Thema:

    Verlauf der Placemat-Arbeit

    1Nach der Gruppeneinteilung notiert jedes Teammitglied in seinem Schreibsektor seine eigenen Ideen, Gedanken und Vorstellungen zu dem vorgegebenen Thema oder schreibt seine Antworten auf die zu bearbeitende Fragestellung nieder. (ca. 5 - 10 Minuten).
    2Im Anschluss an die Einzelarbeitsphase tauschen die Teammitglieder ihre Arbeitsergebnisse durch Drehen des Placemats aus, in dessen Verlauf jedes Gruppenmitglied die Arbeitsergebnisse jedes anderen zu lesen bekommt. Dabei können jeweils auch Ergänzungen vorgenommen werden.
    3Wenn das Placemat wieder an seine Ausgangsposition gelangt ist, erörtern die Teammitglieder ihre Ergebnisse miteinander und einigen sich auf ein Gruppenergebnis. Dieses Gruppenergebnis wird in der Mitte des Placemats in das dafür vorgesehene Feld geschrieben.
    4 Danach werden die Ergebnisse der verschiedenen Placemat-Gruppen im Plenum vorgestellt. Dabei kann zur Gegenüberstellung und zur besseren Präsentation des Gesamtergebnisses das Gruppenergebnis-Feld aus den jeweiligen Placemats auch mit der Schere herausgetrennt werden, um es so, z. B. auf einer Pinnwand fixieren zu können.
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